Wie groß ist das Netz der S-Bahn Rhein-Neckar?

Zahlen, bitte!

„Zwischen Mainz, Homburg an der Saar und Osterburken verbindet eine einzige S-Bahn gleich vier Bundesländer.“

Wie groß ist das Netz der S-Bahn Rhein-Neckar?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Streckennetz der S-Bahn Rhein-Neckar ist rund 603 Kilometer lang. Es reicht von Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen aus bis nach Hessen und ins Saarland.

Die S-Bahn Rhein-Neckar ist das Rückgrat des Nahverkehrs auf der Schiene in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Ihr Mittelpunkt ist der Ballungsraum um Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen am Rhein.

Wie weit ihre Linien reichen und wie groß das Netz geworden ist, zeigen die Zahlen.

Mannheimer Hauptbahnhof 20013 S Bahn RheinNeckar 2013
Foto: Xxlfussel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

603 km

Streckennetz

in vier Bundesländern

120

Stationen

davon 15 Fernbahnhöfe

75.000

Fahrgäste pro Tag

im Durchschnitt täglich

Jährlich legen die Züge rund 7,5 Millionen Zugkilometer zurück.

Rund 603 Kilometer

Das Liniennetz der S-Bahn Rhein-Neckar ist rund 603 Kilometer lang.

Damit gehört es zu den größten S-Bahn-Netzen in Deutschland und ist fast dreimal so lang wie das Netz der S-Bahn Stuttgart mit 215 Kilometern.

Der Kernbereich liegt in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Mit dem Endpunkt Homburg berührt das Netz sogar das Saarland.

S Bahn Mannheim Handelshafen
Foto: Hubert Berberich, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Sechs Verbünde, ein Netz

Betrieben wird die S-Bahn Rhein-Neckar von DB Regio Mitte.

Der Verkehr ist komplett in Verkehrsverbünde eingebunden, und zwar gleich in sechs verschiedene.

Neben dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar gehören dazu unter anderem der Karlsruher und der Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Auch der Saarländische Verkehrsverbund und der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund sind beteiligt.

Gut zu wissen

Der Vertrag für die Linien S1 bis S4 und S33 läuft von Dezember 2016 bis Dezember 2033 und umfasst rund 8 Millionen Zugkilometer im Jahr. Ein Viertel der Züge soll dabei mit Zugbegleitern besetzt sein, in Rheinland-Pfalz ab 19 Uhr sogar alle.

Die Züge der Baureihe 425 haben eine Toilette an Bord und eine Fußbodenhöhe von 78 Zentimetern. Mit Klapptritten gelingt der Einstieg vom Bahnsteig ohne Stufe.

Die Stammstrecke am Rhein

Vier Linien fahren gebündelt auf dem Abschnitt von Schifferstadt über Ludwigshafen und Mannheim bis nach Heidelberg.

Auf dieser Stammstrecke folgen die Züge deshalb dichter aufeinander als im übrigen Netz.

Wochentags gilt sonst ein Grundtakt von 30 oder 60 Minuten.

Die S-Bahn teilt sich die Gleise dabei mit Regionalzügen, Fernzügen und Güterzügen.

Von Mainz bis Osterburken

Jenseits der Stammstrecke fahren die Züge auf mehreren Ästen bis weit ins Umland.

Endpunkte sind unter anderem Homburg an der Saar, Osterburken, Karlsruhe und Germersheim.

Weitere Linien enden in Eppingen, Aglasterhausen, Mainz, Bensheim und Groß-Rohrheim.

Zwischen Hochspeyer und Homburg gilt für die Fahrgäste sogar ein eigener Übergangstarif zwischen Westpfalz und Saarland.

Zwölf Linien und 120 Stationen

Nach aktuellem Stand fahren auf dem Netz zwölf Linien.

Sie bedienen zusammen 120 Stationen, von denen 15 zugleich Halte des Fernverkehrs sind.

Täglich nutzen etwa 75.000 Fahrgäste die S-Bahn Rhein-Neckar.

Im Jahr legen die Züge zusammen rund 7,5 Millionen Zugkilometer zurück.

Ein Plan aus dem Jahr 1973

Schon 1973 gründeten die Bundesbahn, die Bundespost und die Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg die Nahverkehrsgemeinschaft Rhein-Neckar.

Ein Ziel war eine S-Bahn für die Region, deren Start man damals für 1977 erwartete.

Machbarkeitsstudien, die Wiedervereinigung und die Bahnreform verzögerten die Pläne jedoch um viele Jahre.

Erst im März 1996 unterzeichneten die drei Länder, die Bahn und der Verkehrsverbund einen Bau- und Finanzierungsvertrag.

Start im Dezember 2003

Nach einer europaweiten Ausschreibung ging der Betrieb für zwölf Jahre an DB Regio.

Die S-Bahn startete mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2003.

Allein die Baumaßnahmen kosteten rund 260 Millionen Euro.

Für neue Fahrzeuge kamen noch einmal 190 Millionen Euro hinzu.

Vorbereitet wurden die Strecken und Bahnhöfe dafür bereits ab dem Jahr 2001.

Eine neue Rheinbrücke

Für mehr Kapazität entstand eine zusätzliche Rheinbrücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen.

Der Bahnhof Ludwigshafen Mitte am Berliner Platz wurde komplett neu gebaut, und am Ludwigshafener Hauptbahnhof entstand eine eigene S-Bahn-Werkstatt.

Für den Fernverkehr wurde eine Neubaustrecke gebaut, die den Bahnhof Schifferstadt umfährt.

Die Bahnsteige an den S-Bahn-Strecken wurden auf 76 Zentimeter erhöht und bekamen barrierefreie Zugänge.

Drei Halte für die BASF

Seit Dezember 2018 ist das Werksgelände der BASF in Ludwigshafen mit drei eigenen Haltepunkten angebunden.

Sie heißen BASF Nord, BASF Mitte und BASF Süd.

Dafür wurde die Strecke ausgebaut und mit einer Oberleitung versehen.

Die Züge dorthin fahren unter der Linienbezeichnung S44.

Schon ab Dezember 2017 fuhren im Rahmen des neuen Verkehrsvertrags eigene Pendlerzüge zur BASF.

Mehr Platz in Mannheim

Am Mannheimer Hauptbahnhof mussten sich oft zwei Züge ein Gleis teilen.

Deshalb wurde ab September 2014 der neue Bahnsteig F mit den Gleisen 11 und 12 gebaut.

Am 14. Juni 2015 gingen außerdem die neuen Haltepunkte Dienheim und Frankenthal Süd in Betrieb.

Seit Dezember 2022 fahren die Züge von Mannheim über Biblis nach Groß-Rohrheim als eigene Linie S8.

Von 40 auf 77 Züge

Zum Start fuhren 40 Triebzüge der Baureihe 425 auf den Linien.

Für den Vertrag ab Dezember 2016 wurde die Flotte auf 77 Fahrzeuge vergrößert und komplett erneuert.

Dafür kamen unter anderem Züge aus Hannover und Nordrhein-Westfalen in die Region.

Bis April 2018 wurden 14 weitere Fahrzeuge umgebaut, und inzwischen fahren auf einigen Linien auch neue Züge der Baureihe 463.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Wie groß ist das Netz der S-Bahn Rhein-Neckar?
Das Streckennetz ist rund 603 Kilometer lang und gehört damit zu den größten S-Bahn-Netzen Deutschlands.
In welchen Bundesländern fährt die S-Bahn Rhein-Neckar?
Sie fährt in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und erreicht mit Homburg auch das Saarland.
Wie viele Fahrgäste nutzen die S-Bahn Rhein-Neckar?
Täglich sind es etwa 75.000 Fahrgäste. Im Jahr legen die Züge rund 7,5 Millionen Zugkilometer zurück.
Seit wann gibt es die S-Bahn Rhein-Neckar?
Der Betrieb begann am 14. Dezember 2003. Geplant wurde eine S-Bahn für die Region aber schon seit 1973.
Welche Züge fahren bei der S-Bahn Rhein-Neckar?
Vor allem fahren Triebzüge der Baureihe 425, die für den aktuellen Vertrag erneuert wurden. Dazu kommen auf einigen Linien neue Züge der Baureihe 463.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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