Zahlen, bitte!
„Alle S-Bahn-Linien halten am Hauptbahnhof Hannover, von hier aus geht es bis nach Celle, Hildesheim, Hameln und Paderborn.“
Wie viele Stationen hat die S-Bahn Hannover?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die S-Bahn Hannover hat 74 Stationen. Davon liegen 49 in der Region Hannover, die übrigen in Nachbarkreisen bis nach Nordrhein-Westfalen.
Die S-Bahn Hannover ist seit dem Jahr 2000 ein wichtiger Teil des Nahverkehrs in der Region Hannover.
Entstanden ist sie für die Weltausstellung Expo 2000, und seitdem ist das Netz immer weiter gewachsen.
Wie viele Stationen dazugehören und was sie auszeichnet, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
74
Stationen
49 davon in der Region Hannover
385 km
Streckennetz
bis nach Nordrhein-Westfalen
25 Mio.
Fahrgäste im Jahr
Stand 2023
Alle S-Bahn-Linien halten am Hauptbahnhof Hannover, dem zentralen Knoten des Netzes.
74 Stationen
Das Netz der S-Bahn Hannover umfasst insgesamt 74 Stationen.
Davon liegen 49 in der Region Hannover und 25 in den benachbarten Landkreisen.
Zentraler Knotenpunkt ist der Hauptbahnhof Hannover, an dem alle S-Bahn-Linien halten.
Dort und an weiteren Stationen in der Stadt gibt es Umsteigemöglichkeiten zur Stadtbahn Hannover.

Bis nach Paderborn
Die Linien reichen bis in die Landkreise Celle, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Nienburg und Schaumburg.
Darüber hinaus fahren sie bis in die Kreise Minden-Lübbecke, Höxter, Lippe und Paderborn in Nordrhein-Westfalen.
Die S5 wurde über Hameln hinaus nach Bad Pyrmont und seit Dezember 2004 mit einem Zugteil bis Paderborn verlängert.
Zwischen Bad Pyrmont und Paderborn ähnelt das Angebot eher einer Regionalbahn als einer klassischen S-Bahn.
Gut zu wissen
Innerhalb der Region Hannover gilt der Tarif des ÜSTRA-Verkehrsverbunds, in Nordrhein-Westfalen der Westfalentarif. Einen einheitlichen Tarif für das ganze Netz gibt es nicht.
Für die Zukunft sind Änderungen geplant. So soll die S4 ab 2028 nicht mehr nach Hildesheim fahren, und für die Zeit nach 2030 ist eine Verstärkerlinie zwischen Burgdorf und Hannover im Gespräch.
Fast überall ohne Stufen
Nahezu alle Stationen der S-Bahn Hannover haben einen barrierefreien Zugang.
Eine Ausnahme ist Emmerthal, wo nur am Gleis in Richtung Bad Pyrmont niveaugleich ein- und ausgestiegen werden kann.
Den Mittelbahnsteig in Richtung Hameln erreicht man dort nur über eine Unterführung mit Treppen.
Die letzten Stationen in der Region Hannover wurden am 1. November 2013 barrierefrei fertiggestellt, darunter Empelde und Hannover-Bornum.
Bahnsteige nach Maß
Die Bahnsteige haben eine Standardhöhe von 76 Zentimetern über der Schienenoberkante.
Diese Höhe ist nötig, damit man ohne Stufe in die S-Bahn einsteigen kann.
Meist sind die Bahnsteige mindestens 210 Meter lang, sodass dort auch drei gekuppelte Züge halten können.
Zwischen Lehrte und Hildesheim reichen die Bahnsteige mit 140 Metern nur für zwei Züge, auf einigen anderen Abschnitten sind sie 170 Meter lang.
Zehn Linien in drei Sorten
Zur S-Bahn Hannover gehören sieben Linien im Regelverkehr, von der S1 bis zur S7.
Dazu kommen die Sprinterlinien S21 und S51, die nur zur Hauptverkehrszeit fahren.
Die zehnte Linie ist die S8, die nur bei Großveranstaltungen auf dem Messegelände den Flughafen mit der Messe verbindet.
Der Grundtakt beträgt 60 Minuten, auf vielen Abschnitten fahren die Züge aber alle 30 Minuten.
Zwei Wege durch den Hauptbahnhof
Die Linien S3, S6 und S7 halten im Hauptbahnhof an den Gleisen 13 und 14 und fahren von dort nur in Richtung Osten.
Alle anderen Linien nutzen die Stammstrecke zwischen Hannover Nordstadt und Hannover Bismarckstraße.
Am Hauptbahnhof halten sie an den Gleisen 1 und 2.
Die Sprinterlinie S21 fährt auf der Deisterstrecke bis Barsinghausen und hält unterwegs nur an wenigen Stationen.
Eigene Gleise nur im Kern
Reine S-Bahn-Strecken gibt es nur zwischen Seelze und dem Hauptbahnhof, zwischen dem Hauptbahnhof und Lehrte sowie zum Flughafen.
Auf den Strecken von Wunstorf nach Minden und nach Nienburg teilt sich die S-Bahn die Gleise mit Fern-, Regional- und Güterzügen.
Fast alle Strecken im Netz sind zweigleisig ausgebaut.
Das gesamte Streckennetz ist rund 385 Kilometer lang.
Gebaut für die Expo 2000
Nachdem Hannover 1990 den Zuschlag für die Expo 2000 bekommen hatte, wurde die S-Bahn vorgezogen.
Am 12. November 1990 unterzeichneten das Land Niedersachsen, der Kommunalverband Großraum Hannover und die Bundesbahn einen Ausbauvertrag.
Die Bauarbeiten begannen 1993 mit dem ersten Rammschlag für die neue Station Karl-Wiechert-Allee.
Am 28. Mai 2000 nahm die S-Bahn rechtzeitig zur Weltausstellung ihren Betrieb auf.
Nach der Expo ging es weiter
Am 5. November 2000 begann der reguläre Betrieb mit fünf Linien und einer Bedarfslinie für Großmessen.
Das Netz reichte nun über die Deisterbahn bis Haste, über Springe bis Hameln und über Lehrte bis Celle.
Am 14. Dezember 2008 kamen drei Linien nach Hildesheim und Celle hinzu, die vorher als Regionalzüge gefahren waren.
Seit Dezember 2013 ergänzen die beiden Sprinterlinien die stark belasteten Linien S1, S2 und S5.
Neuer Betreiber seit 2022
Von der Eröffnung bis 2022 fuhr DB Regio die S-Bahn Hannover, zwischen 2012 und 2020 über eine eigene Tochtergesellschaft.
Bei der Ausschreibung für die Zeit danach erhielt am 6. November 2018 endgültig die NordWestBahn den Zuschlag.
Für den Betrieb wurde 2019 die Transdev Hannover GmbH gegründet, ein Schwesterunternehmen der NordWestBahn.
Sie übernahm die S-Bahn zum Juni 2022 für einen Zeitraum von zwölfeinhalb Jahren.
64 neue Züge
Transdev setzt 64 neue Züge vom Typ Stadler Flirt 3 XL ein.
Dazu kommen 13 Triebwagen der Baureihe 425, die von DB Regio übernommen wurden.
In der Zeit von DB Regio trugen im Juli 2015 noch 33 von 68 Triebzügen einen Namen mit Bezug zur Region.
Im Jahr 2023 zählte die S-Bahn Hannover rund 25 Millionen Fahrgäste.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
