Der Bahnhof Königs Wusterhausen, Endstation in der Wiege des Rundfunks

Ortstermin

„Von einem Hügel in dieser Stadt kam einst die erste Musik aus dem Radio.“

Der Bahnhof Königs Wusterhausen, Endstation in der Wiege des Rundfunks

→ Ein Ortstermin südlich von Berlin.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Königs Wusterhausen besteht seit 1866. Heute ist er Endstation der S-Bahn-Linie S46 aus Berlin.

Südlich von Berlin liegt Königs Wusterhausen, von den Menschen hier kurz KW genannt.

Die Stadt ist ein wichtiger Knoten für Pendler.

Und sie gilt als Wiege des deutschen Rundfunks.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen auf Bahnsteig zu Gleis 2
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Seit 1866 an der Görlitzer Bahn

Den Bahnhof Königs Wusterhausen gibt es seit 1866.

Er liegt an der Strecke von Berlin nach Görlitz.

Sein Empfangsgebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Später kamen weitere Strecken hinzu, etwa 1898 die Bahn nach Beeskow.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen Bushaltestelle 31.7.2012
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die S-Bahn kommt

Im Jahr 1951 wurde die Stadt an das Netz der Berliner S-Bahn angeschlossen.

Heute endet hier die Linie S46 aus Berlin-Westend.

Dazu halten Regionalzüge und sogar einzelne Intercity-Züge.

So ist der Bahnhof ein wichtiger Knoten für Pendler.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen Güterbahnhof 31.7.2012
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Den Bahnhof Königs Wusterhausen gibt es seit 1866 an der Strecke Berlin–Görlitz. Seit 1951 fährt die S-Bahn hierher, heute ist der Bahnhof Endstation der S46.

Am 22. Dezember 1920 wurden vom Funkerberg erstmals Musik und Sprache gesendet. Das Jagdschloss war ein Lieblingsort des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.

Ein hoher Bahnsteig

Der Mittelbahnsteig wurde ursprünglich für die S-Bahn gebaut.

Deshalb ist er 103 Zentimeter hoch.

Ein Teil wurde auf 76 Zentimeter abgesenkt, damit auch andere Züge bequem erreichbar sind.

So sieht man hier gut, wie unterschiedlich Bahnsteige sein können.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen auf Bahnsteig zu Gleis 1
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Nadelöhr am Kanal

Direkt nördlich des Bahnhofs führt eine Brücke über den Nottekanal.

Sie hat nur zwei Gleise.

Diese teilen sich die S-Bahn und die übrigen Züge.

Deshalb gilt der Bahnhof als Nadelöhr auf der Strecke.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen Fußgängerunterführung 31
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Wiege des Rundfunks

Am Rand der Stadt liegt der Funkerberg.

Am 22. Dezember 1920 wurden von hier zum ersten Mal Musik und Sprache per Funk gesendet.

Deshalb gilt Königs Wusterhausen als Wiege des deutschen Rundfunks.

Ein Museum erzählt heute diese Geschichte.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen Bahnhofshalle 31.7.2012
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Schloss des Soldatenkönigs

Mitten in der Stadt steht ein Jagdschloss mit Park.

Es war ein Lieblingsort von König Friedrich Wilhelm I. von Preußen.

Hier traf er sich mit Vertrauten zum berühmten Tabakskollegium.

Seinen heutigen Namen trägt die Stadt seit 1718.

Königs Wusterhausen Bahnhof Königs Wusterhausen Unterführung 31.7.2012
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Museum im Forstamt

Gegenüber dem Schloss steht das ehemalige Königliche Forstamt von 1869.

Darin befindet sich heute das Dahmelandmuseum.

Es zeigt die Geschichte der Region von der Urzeit bis heute.

Engagierte Bürger haben es nach 1990 aufgebaut.

Königs Wusterhausen station I
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen an der Dahme

Wer in Königs Wusterhausen aussteigt, ist schnell am Wasser.

Die Dahme und viele Seen laden zu Ausflügen ein.

Schiffe fahren von hier in die Seenlandschaft.

So beginnt der Ausflug ins Grüne direkt an der S-Bahn.

Königs Wusterhausen station II
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Königs Wusterhausen station ODEG II
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Häufige Fragen

Seit wann hat Königs Wusterhausen einen Bahnhof?
Seit 1866, an der Strecke von Berlin nach Görlitz.
Welche S-Bahn endet hier?
Die Linie S46 aus Berlin-Westend.
Warum ist ein Bahnsteig so hoch?
Er wurde für die S-Bahn gebaut und ist 103 Zentimeter hoch, ein Teil wurde auf 76 Zentimeter abgesenkt.
Warum Wiege des Rundfunks?
Am 22. Dezember 1920 wurden vom Funkerberg erstmals Musik und Sprache gesendet.
Wofür ist das Schloss bekannt?
Es war ein Lieblingsort des Königs Friedrich Wilhelm I. und Ort des Tabakskollegiums.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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