Zahlen, bitte!
„Am Nürnberger Hauptbahnhof treffen sich alle sechs S-Bahn-Linien, von Bamberg bis Crailsheim.“
Wie viele Fahrgäste hat die S-Bahn Nürnberg?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die S-Bahn Nürnberg wird täglich von bis zu 100.000 Menschen genutzt. Ihre sechs Linien fahren auf einem Streckennetz von 334 Kilometern.
Seit 1987 fährt die S-Bahn im Großraum Nürnberg, und ihr Netz ist seitdem immer weiter gewachsen.
Heute reichen die Linien bis nach Oberfranken, in die Oberpfalz und sogar nach Baden-Württemberg.
Wie viele Menschen sie nutzen und wie groß das Netz geworden ist, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
100.000
Fahrgäste pro Tag
bis zu so viele Menschen täglich
334 km
Streckennetz
mit sechs Linien
93
Stationen
Haltepunkte und Bahnhöfe, Stand 2025
Alle Linien treffen sich am Nürnberger Hauptbahnhof, dem zentralen Punkt des Netzes.
Bis zu 100.000 Menschen am Tag
Die S-Bahn Nürnberg wird täglich von bis zu 100.000 Personen genutzt.
Ihre wichtigste Aufgabe ist es, Pendler aus den umliegenden Gemeinden in die großen Städte zu bringen.
Zugleich erschließt sie das Nürnberger Stadtgebiet mit 19 eigenen Haltepunkten und Bahnhöfen.
Zusammen mit der U-Bahn und der Straßenbahn bildet sie das Rückgrat des Nahverkehrs in Nürnberg.

Sechs Linien, ein Knoten
Das Liniennetz ist sternförmig auf die Stadt Nürnberg ausgerichtet.
Zentraler Punkt ist der Nürnberger Hauptbahnhof, den alle sechs Linien anfahren.
Betrieben werden die Linien von DB Regio, gefahren wird zum Tarif des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg.
Fast alle Stationen sind zudem an Buslinien angebunden, und an vielen gibt es Park-and-Ride-Plätze.
Gut zu wissen
Seit dem 11. Dezember 2022 fahren die S-Bahnen am Wochenende auch in der Nacht. Ab dem Hauptbahnhof gibt es dann auf allen Linien außer der S5 zusätzliche Abfahrten um 1, 2 und 3 Uhr.
Den Weiterbetrieb der S-Bahn Nürnberg bis 2030 gewann DB Regio im Januar 2017 in einem Wettbewerb. Die Verlängerung nach Leutershausen und Dombühl ist 23 Kilometer lang.
Von Bamberg bis Crailsheim
Die S1 fährt heute von Bamberg über Nürnberg bis nach Hartmannshof.
Die S2 verbindet Roth mit Altdorf, und die S3 fährt von Nürnberg nach Neumarkt in der Oberpfalz.
Die S4 führt über Ansbach bis nach Crailsheim, die S5 über die Schnellfahrstrecke nach Allersberg am Rothsee.
Die S6 fährt seit dem 12. Dezember 2021 im Stundentakt zwischen Nürnberg und Neustadt an der Aisch.
334 Kilometer Strecke
Nach mehreren Erweiterungen umfasst das Streckennetz heute 334 Kilometer.
Als die großen Erweiterungen im Dezember 2010 in Betrieb gingen, waren es erst 229 Kilometer mit 75 Stationen.
Mit der Verlängerung nach Leutershausen und Dombühl wuchs das Netz im Dezember 2017 auf 247 Kilometer.
Die erste Rahmenplanung von 1975 hatte nur ein Grundnetz von 100 Kilometern vorgesehen, also nicht einmal ein Drittel der heutigen Länge.
93 Stationen in zwei Bundesländern
Nach dem Stand von 2025 hat die S-Bahn Nürnberg 93 Haltepunkte und Bahnhöfe.
Drei davon liegen in der Oberpfalz, acht in Oberfranken und einer in Baden-Württemberg, alle übrigen in Mittelfranken.
Die Großstädte Fürth und Erlangen haben fünf beziehungsweise vier eigene Stationen.
Auch Orte wie Altdorf, Feucht, Forchheim und Roßtal kommen jeweils auf drei S-Bahn-Stationen.
Takt von früh bis spät
Die Züge fahren täglich von etwa 4 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts, am Wochenende fast rund um die Uhr.
Die Linien S1 bis S4 fahren auf ihren Kernabschnitten in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten.
Außerhalb der Stoßzeiten gilt ein Wechsel aus 20 und 40 Minuten, und nachts fährt einmal pro Stunde ein Zug.
Die S5 und die S6 sind dagegen überwiegend im Stundentakt unterwegs.
Der Start im September 1987
Die S-Bahn Nürnberg ging am 26. September 1987 mit ihrer ersten Linie von Nürnberg nach Lauf links der Pegnitz in Betrieb.
Im Jahr 1992 folgte die Strecke nach Altdorf bei Nürnberg, im Jahr 2001 die Strecke nach Roth.
Am 12. Dezember 2010 kamen Linien nach Ansbach, Neumarkt in der Oberpfalz und Bamberg hinzu.
Gleichzeitig wurde die Linie von Lauf bis nach Hartmannshof verlängert.
Ein teurer Plan wird abgespeckt
Schon 1969 weitete die Bahn den Vorortverkehr rund um Nürnberg bis hinunter zu einem 30-Minuten-Takt aus.
Weil die Züge außerhalb der Stoßzeiten schwach ausgelastet waren, nahm sie das Angebot ab 1973 teilweise wieder zurück.
Die Rahmenplanung vom 20. März 1975 sah ein eigenes S-Bahn-Netz für rund 940 Millionen D-Mark vor.
Weil diese Summe in keinem sinnvollen Verhältnis zur erwarteten Auslastung stand, suchte man ab September 1975 nach einem günstigeren, maßgeschneiderten Netz.
42 Talent-Züge mit Anlaufproblemen
Im Oktober 2007 bestellte die Deutsche Bahn für 170 Millionen Euro 42 Triebzüge vom Typ Talent 2 für Nürnberg.
Jeder dieser vierteiligen Züge der Baureihe 442 bietet 215 Sitzplätze in der zweiten Klasse.
Die uneingeschränkte Zulassung erteilte das Eisenbahn-Bundesamt aber erst am 27. Oktober 2011.
Bis zum 18. April 2013 waren schließlich alle 42 Züge abgenommen und im Einsatz.
Steckdosen an jedem Platz
Seit Dezember 2020 fahren außerdem 27 Züge vom Typ Coradia Continental der Baureihe 1440 im Nürnberger Netz.
Jeder dieser Züge hat 230 Sitzplätze, und anders als im Talent 2 gibt es an jedem Doppelsitz eine Steckdose.
Beide Zugtypen sind rund 70 Meter lang und fahren in der Hauptverkehrszeit in der Regel zu zweit gekuppelt.
Die älteren lokbespannten Wendezüge von rund 115 Metern Länge waren noch bis 2023 unterwegs.
Linienäste im Tausch
Im Dezember 2023 ordnete die Bahn die östlichen Äste der Linien S1, S2 und S3 neu zu.
Die S1 fuhr danach von Bamberg nach Neumarkt, die S2 von Roth nach Hartmannshof und die S3 von Nürnberg nach Altdorf.
Am 14. Dezember 2025 wurde dieser Tausch wieder rückgängig gemacht.
Seitdem fährt die S1 wieder bis Hartmannshof, die S2 bis Altdorf und die S3 bis Neumarkt.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
