Ortstermin
„Von hier aus fuhr die Berliner Vorortbahn zum ersten Mal mit Strom statt mit Dampf.“
Der Bahnhof Bernau, Endstation der ersten elektrischen Vorortbahn Berlins
→ Ein Ortstermin im Barnim.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Bernau wurde 1842 eröffnet. Bis 1924 wurden die Vorortgleise nach Bernau elektrifiziert, das war der Auftakt für die elektrische Berliner S-Bahn.
Nordöstlich von Berlin liegt die Stadt Bernau.
Heute endet hier die S-Bahn-Linie S2.
Doch der Bahnhof war einmal der Ort, an dem eine neue Zeit des Berliner Nahverkehrs begann.

Eröffnet im Jahr 1842
Im Jahr 1842 wurde der Bahnhof Bernau eröffnet.
Er lag an der ersten Teilstrecke der Bahn von Berlin nach Stettin.
Diese führte zunächst nur bis Eberswalde.
Im August 1843 fuhren die Züge dann bis Stettin, dem heutigen Szczecin.

Eigene Gleise für die Vorortzüge
Zwischen 1913 und 1916 bekam der Vorortverkehr eigene Gleise.
Sie endeten in Bernau.
Dazu entstand ein neues Bahnhofsgebäude.
So mussten die Vorortzüge nicht mehr mit den Fernzügen um Platz kämpfen.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Bernau wurde 1842 an der Stettiner Bahn eröffnet. Bis 1924 wurden die Vorortgleise mit 750 Volt Gleichstrom und Stromschiene elektrifiziert, das war der Beginn der großen Elektrisierung der Berliner S-Bahn.
Heute endet hier die S2, die Fahrt zur Friedrichstraße dauert rund 35 Minuten. Die Kirche St. Marien wurde 1519 geweiht.
Strom statt Dampf
Bis 1924 wurden die Vorortgleise nach Bernau elektrifiziert.
Die Züge bekamen ihren Strom aus einer seitlichen Stromschiene mit 750 Volt Gleichstrom.
Das war der Auftakt zur großen Elektrisierung der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen.
Aus diesen Anfängen wurde die heutige S-Bahn.

Endstation der S2
Heute ist Bernau Endstation der Linie S2.
Die Züge fahren im 20-Minuten-Takt nach Berlin.
Bis zum Bahnhof Friedrichstraße braucht die S-Bahn rund 35 Minuten.
Dazu halten Regionalzüge und Fernzüge in Bernau.

Ein Denkmal mit Schalterhalle
Der Eingangsbau mit Schalterhalle, Treppe und Bahnsteig steht unter Denkmalschutz.
Auch die Reparaturhalle der S-Bahn ist geschützt.
Sie liegt im Südwesten der Bahnanlagen.
So erzählt der Bahnhof bis heute von den Anfängen der elektrischen Züge.

Ein privat bezahlter Halt
Im Stadtteil Friedenstal gibt es seit 1997 einen zweiten S-Bahn-Halt.
Er wurde vollständig privat von einer Wohnpark-Firma bezahlt.
Streng genommen ist er kein eigener Bahnhof, sondern ein Haltepunkt.
Für die Menschen im Stadtteil ist er trotzdem sehr praktisch.

Die Kirche St. Marien
Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist die Kirche St. Marien.
Sie wurde im Jahr 1519 geweiht.
Im Innern steht ein Flügelaltar aus der Schule von Lucas Cranach dem Älteren.
Auch drei seltene Beichtstühle aus dem Jahr 1729 sind erhalten.

Hussiten vor der Stadtmauer
Im Jahr 1432 wehrten die Bernauer Bürger einen Angriff der Hussiten ab.
Daran erinnerte ab 1882 das erste Hussitenmuseum der Welt.
Heute zeigt das Heimatmuseum im Steintor und im Henkerhaus die Geschichte der Stadt.
Große Teile der alten Stadtmauer sind noch zu sehen.

Ankommen in Bernau
Vom Bahnhof ist die Altstadt gut zu Fuß erreichbar.
Kirche, Steintor und Stadtmauer liegen nah beieinander.
Wer mag, fährt danach mit der S-Bahn zurück in die Hauptstadt.
So verbindet ein Besuch Stadtgeschichte und Bahngeschichte.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Seit wann hat Bernau einen Bahnhof?
Was ist das Besondere an Bernau für die S-Bahn?
Welche S-Bahn fährt nach Bernau?
Wie lange dauert die Fahrt nach Berlin-Friedrichstraße?
Was steht am Bahnhof unter Denkmalschutz?
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