ZAHLEN, BITTE
„Nächster Halt: die Personalabteilung. Bitte alle einsteigen – es sind viele.“
Wie viele Menschen arbeiten bei der Bahn? 227.400 Beschäftigte, 500 Berufe – die Bahn als Arbeitgeber in Zahlen
→ Ein Konzern so groß wie eine Großstadt – und mit ebenso vielen Berufen
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Kurz gesagt
Rund 227.400 Menschen arbeiten allein in Deutschland für die Deutsche Bahn, in etwa 500 verschiedenen Berufen. Vom Lokführer bis zur IT-Fachkraft: Ein Blick auf einen der größten Arbeitgeber des Landes und die Vielfalt hinter dem Fahrplan.

Die Zahl im Überblick
Hinter jedem pünktlichen Zug steht ein Heer von Menschen.
Rund 227.400 Beschäftigte zählt die Deutsche Bahn allein in Deutschland – so viele Einwohner hat eine mittelgroße Großstadt.
Rechnet man alle Töchter und Auslandsgesellschaften hinzu, sind es weltweit noch deutlich mehr.
Die Bahn ist damit einer der größten Arbeitgeber der Republik.
Das Erstaunliche ist nicht nur die Menge, sondern die Vielfalt.
Wer „bei der Bahn“ arbeitet, kann fast alles sein – vom Lokführer über den Ingenieur bis zur Programmiererin.
Rund 500 verschiedene Berufe vereint der Konzern unter einem Dach.
Die Bahn als Arbeitgeber
≈227.400
Beschäftigte
allein in Deutschland
≈500
verschiedene Berufe
unter einem Dach
Top
Arbeitgeber
einer der größten des Landes
Weltweit liegt die Zahl mit den Tochtergesellschaften noch höher.
Die Bahn bildet in großem Umfang selbst aus.
Die Vielfalt der Berufe
Fragt man nach dem typischen Bahnberuf, denken die meisten an den Lokführer.
Doch der ist nur die Spitze eines riesigen Eisbergs.
Damit ein einziger Zug fährt, arbeiten im Hintergrund unzählige andere: Fahrdienstleiter in den Stellwerken, Techniker in den Werkstätten, Fahrplaner, Bauingenieure, Elektroniker, Servicekräfte und viele mehr.
Hinzu kommen Berufe, die man bei einer Bahn kaum vermutet: Förster, die Bäume entlang der Strecken pflegen, Meteorologen, die das Wetter im Blick behalten, oder IT-Spezialisten, die die digitale Steuerung am Laufen halten.
Die Bahn ist eben nicht nur Schiene, sondern ein ganzes technisches Universum.
Kurz gesagt: Die Bahn ist nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern auch eine gewaltige Arbeitswelt.
Wer an ihr vorbeifährt, sieht die Züge – nicht aber die weit über zweihunderttausend Menschen, ohne die sich kein einziger davon bewegen würde.
Einige Bahnberufe
Triebfahrzeugführer: steuern die Züge und tragen die Verantwortung für Fahrgäste und Fracht.
Fahrdienstleiter: lenken aus dem Stellwerk die Züge und stellen Fahrwege sicher.
Instandhalter: prüfen und reparieren Fahrzeuge, Gleise, Weichen und Oberleitungen.
Das Rückgrat des Betriebs
Manche dieser Berufe sind für den Betrieb schlechthin unverzichtbar.
Ohne Fahrdienstleiter stünde jeder Zug still, denn sie stellen die Fahrwege und geben die Signale frei.
Ohne Instandhalter wären Fahrzeuge und Gleise binnen Wochen nicht mehr sicher zu befahren.
Es sind oft die unsichtbaren Berufe, an denen alles hängt.
Gerade diese Schlüsselrollen sind hoch spezialisiert und erfordern lange Ausbildung.
Ein Fahrdienstleiter etwa trägt eine Verantwortung, die der eines Fluglotsen ähnelt – nur eben auf der Schiene.
Der große Ausbilder
Weil sie so viele Fachkräfte braucht, bildet die Bahn in gewaltigem Umfang selbst aus.
Jahr für Jahr beginnen tausende junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium beim Konzern.
Vom Elektroniker bis zum Fahrdienstleiter werden die meisten Fachleute im eigenen Haus herangezogen.
Das hat einen einfachen Grund: Viele Bahnberufe gibt es außerhalb der Eisenbahn gar nicht.
Wer einen Zug steuern oder ein Stellwerk bedienen will, muss es bei der Bahn lernen – anderswo wird es nicht unterrichtet.

Der Kampf um Fachkräfte
So groß die Belegschaft ist, so spürbar ist der Mangel an Nachwuchs.
Ein großer Teil der Beschäftigten geht in den kommenden Jahren in den Ruhestand, und der Ersatz ist schwer zu finden.
Besonders gesucht sind Lokführer, Fahrdienstleiter und Handwerker – Berufe, ohne die kein Rad rollt.
Der Personalbedarf ist damit eine der größten Zukunftsfragen der Bahn.
Denn alle Pläne für mehr Züge und mehr Verkehr auf der Schiene nützen wenig, wenn die Menschen fehlen, die sie fahren, steuern und instand halten.
Häufige Fragen
Frauen bei der Bahn
Lange galt die Eisenbahn als Männerdomäne, doch das ändert sich.
Immer mehr Frauen ergreifen Bahnberufe, auch solche, die früher fast ausschließlich von Männern besetzt waren – vom Lokführerstand bis zur Werkstatt.
Die Bahn wirbt gezielt darum, ihre Belegschaft vielfältiger zu machen.
Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Not: Angesichts des Fachkräftemangels kann es sich der Konzern schlicht nicht leisten, auf die Hälfte der möglichen Bewerber zu verzichten.
Rund um die Uhr im Einsatz
Ein Bahnbetrieb kennt keinen Feierabend.
Während die meisten Menschen schlafen, rollen Güterzüge, werden Gleise repariert und Fahrpläne für den nächsten Tag vorbereitet.
Ein großer Teil der Belegschaft arbeitet deshalb im Schichtdienst, an Wochenenden und Feiertagen.
Diese Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit ist eine Besonderheit des Bahnbetriebs.
Sie macht viele Berufe anspruchsvoll, sorgt aber auch dafür, dass das System zu jeder Stunde von Menschen getragen wird, die dafür sorgen, dass am Morgen alles läuft.
Sind das alles Lokführer?
Warum sucht die Bahn ständig Personal?
Kann man Bahnberufe woanders lernen?
Weiterfahrt
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