ZAHLEN, BITTE
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Wie lang ist das Schienennetz? Kilometer, Brücken, Tunnel und Weichen – die Bahn in Zahlen
→ Ein Netz aus zehntausenden Kilometern – und allem, was dazugehört
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Kurz gesagt
Rund 33.400 Kilometer Strecke, dazu zehntausende Brücken, Tunnel und Weichen: Das deutsche Schienennetz ist ein Bauwerk von gigantischen Ausmaßen. Ein Überblick über die Zahlen hinter dem Netz – und warum seine Größe zugleich seine größte Herausforderung ist.

Die Zahl im Überblick
Das deutsche Schienennetz umfasst rund 33.400 Kilometer Strecke – genug, um die Erde am Äquator fast einmal zu umrunden.
Über dieses Netz rollen täglich zehntausende Züge, vom ICE bis zur Regionalbahn.
Es ist das dichteste und meistbefahrene Bahnnetz Europas und das Rückgrat des gesamten Bahnverkehrs.
Doch die reine Streckenlänge erzählt nur die halbe Geschichte.
Zu einem Netz gehört weit mehr als Gleis: Brücken, Tunnel, Weichen, Signale und Bahnhöfe machen erst das komplexe System aus, das wir Eisenbahn nennen.
Das Netz in Zahlen
≈33.400 km
Streckennetz
das dichteste Europas
≈25.700
Brücken
im Schnitt 76 Jahre alt
≈64.000
Weichen
die beweglichen Gelenke
Hinzu kommen rund 5.400 Bahnhöfe und etwa 700 Tunnel.
Quelle: DB InfraGO, Betreiberin des Netzes.
Die Kilometer
Die 33.400 Kilometer sind die sogenannte Betriebslänge – die Summe aller Strecken.
Zählt man jedes einzelne Gleis, etwa auf mehrgleisigen Abschnitten und in Bahnhöfen, kommt man auf ein Vielfaches.
Das Netz ist also noch weit umfangreicher, als die Streckenzahl allein vermuten lässt.
Etwa 60 Prozent dieser Strecken sind elektrifiziert, tragen also eine Oberleitung.
Auf ihnen wird der allergrößte Teil des Verkehrs abgewickelt.
Die restlichen rund 40 Prozent werden mit Dieselfahrzeugen oder zunehmend mit Akku- und Wasserstoffzügen befahren.
Was noch dazugehört
Ein Netz ist mehr als seine Gleise.
Rund 25.700 Eisenbahnbrücken tragen die Strecken über Flüsse, Täler und Straßen; etwa 700 Tunnel führen sie durch Berge.
Rund 64.000 Weichen verbinden die Gleise zu einem beweglichen Ganzen, und an etwa 5.400 Bahnhöfen steigen die Menschen ein und aus.
Jedes dieser Bauwerke muss geplant, gebaut, geprüft und instand gehalten werden.
In der schieren Zahl steckt deshalb auch der ganze Aufwand, den ein funktionierendes Bahnnetz Tag für Tag verlangt.
Wer die nüchternen Zahlen liest, ahnt kaum, welch riesiges, lebendiges System dahintersteckt.
Jeder Kilometer, jede Weiche und jede Brücke ist ein kleines Rädchen in einem Getriebe, das Tag und Nacht in Bewegung bleibt.
Und genau darin liegt die eigentliche Botschaft der Zahlen: Das Netz ist kein starres Bauwerk, sondern eine Daueraufgabe – gebaut von Generationen, getragen von der Gegenwart und angewiesen auf ständige Investitionen in die Zukunft.
Die Bausteine des Netzes
Strecke: rund 33.400 Kilometer, davon etwa 60 Prozent elektrifiziert.
Bauwerke: rund 25.700 Brücken und etwa 700 Tunnel.
Betrieb: rund 64.000 Weichen und rund 5.400 Bahnhöfe.
Ein Netz unter Druck
So beeindruckend die Zahlen sind, sie haben eine Kehrseite.
Ein großer Teil des Netzes ist über Jahrzehnte gewachsen und in die Jahre gekommen.
Brücken, Gleise und Stellwerke müssen dringend erneuert werden, und der jahrelange Sanierungsstau macht sich in Baustellen und Verspätungen bemerkbar.
Gleichzeitig soll über dieses Netz künftig noch mehr Verkehr rollen.
Mehr Güter und mehr Fahrgäste auf gleich bleibenden Gleisen – das geht nur, wenn kräftig investiert wird.
Die Größe des Netzes ist damit zugleich seine größte Aufgabe.

Häufige Fragen
Ein historisch gewachsenes Netz
Das heutige Netz ist kein am Reißbrett entworfenes Gebilde, sondern über fast zwei Jahrhunderte gewachsen.
Aus vielen einzelnen Länder- und Privatbahnen wurde nach und nach ein zusammenhängendes System.
Diese Geschichte erklärt manche Eigenheit – etwa Strecken, die scheinbar Umwege machen, oder unterschiedliche Bauweisen in verschiedenen Regionen.
In der Blütezeit der Eisenbahn war das Netz sogar deutlich länger als heute.
Über die Jahrzehnte wurden viele Nebenstrecken stillgelegt, weil sie sich nicht mehr rechneten.
Was blieb, ist ein Netz, das zwar kürzer, aber weit intensiver genutzt wird als früher.
Das dichteste Netz Europas
Was das deutsche Netz besonders macht, ist weniger seine Länge als seine Auslastung.
Nirgendwo sonst in Europa teilen sich so viele verschiedene Zugarten dieselben Gleise: schnelle ICE, langsame Güterzüge, dicht getaktete S-Bahnen und Regionalverkehr, alles auf demselben Netz.
Dieses Nebeneinander ist ein ständiger Balanceakt.
Jeder zusätzliche Zug muss in ein enges Geflecht aus Fahrplänen eingepasst werden.
Das erklärt, warum eine einzige Störung sich oft weit ausbreitet – im dichten Netz hängt eben alles mit allem zusammen.
Was ein Kilometer Gleis bedeutet
Hinter jedem Kilometer Strecke steckt weit mehr als zwei Schienen.
Schotter, Schwellen, Entwässerung, Signale, Kabel und oft eine Oberleitung gehören dazu – ein komplexes Bauwerk, das ständiger Pflege bedarf.
Gleise nutzen sich ab, Schwellen verrotten, Schotter verschmutzt; alles muss regelmäßig erneuert werden.
Rechnet man das auf zehntausende Kilometer hoch, wird klar, welche Daueraufgabe der Unterhalt des Netzes ist.
Es ist nie fertig, sondern gleicht einer Baustelle, die niemals endet.
Ist das deutsche Netz das größte Europas?
Warum sind nur 60 Prozent elektrifiziert?
Wächst das Netz noch?
Weiterfahrt
→ Wie viele Menschen arbeiten bei der Bahn? – 227.400 Beschäftigte, 500 Berufe
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