Bahn-Slam · Zahlen, bitte
„Sehr geehrte Fahrgäste, die eine Lok vor uns zieht mehr Gewicht als tausend Autos.“
Wie viel kann eine Lokomotive ziehen?
→ Rund 4.000 Tonnen an einem Haken – begrenzt nicht vom Motor, sondern von der Kupplung.
Lesezeit: 6 Minuten · Zahlen, bitte
Kurz gesagt
Eine einzelne Lokomotive zieht in der Ebene rund 4.000 Tonnen. Die Grenze setzt dabei nicht der Motor, sondern die Kupplung: Die klassische Schraubenkupplung hält nicht mehr aus. Mit besonderen Kupplungen fahren Schwerlastzüge auf 6.000 Tonnen und mehr.

Eine Lok ist ein Kraftpaket. Aber wie viel hängt eigentlich an so einem Haken?
Die Antwort überrascht: Meist ist nicht die Kraft das Problem, sondern die Verbindung zwischen den Wagen.
Rund 4.000 Tonnen
In der Ebene zieht eine einzelne Lok rund 4.000 Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von etwa tausend Autos.
Diese Grenze kommt von der Schraubenkupplung, die die Wagen verbindet. Sie hält mehr Zug schlicht nicht aus – der Motor hätte oft noch Reserven.
Zuglast in Zahlen
~4.000 t
eine Lok, Ebene
Grenze der Schraubenkupplung
~6.000 t
Schwerlast
schwerster deutscher Erzzug
weniger
in der Steigung
am Berg sinkt die Last stark
Quellen: Eisenbahn-Fachforen, Angaben zum Schwerlastverkehr.
Mit besonderen Mittelpufferkupplungen sind noch höhere Lasten möglich.
Am Berg wird es schwer
Die 4.000 Tonnen gelten für die Ebene. Geht es bergauf, sinkt die mögliche Last rapide – dann braucht ein schwerer Zug oft eine zweite Lok, die nachschiebt.
Für die ganz schweren Züge, etwa mit Erz, nutzt man robustere Kupplungen. Deutschlands schwerster Erzzug bringt es so auf rund 6.000 Tonnen.
Häufige Fragen
Wie viel zieht eine Lok?
Warum ist die Kupplung die Grenze?
Wie ziehen dann Schwerlastzüge mehr?
Warum braucht ein Zug am Berg eine zweite Lok?
Weiterfahrt
→ Wie stark ist eine Lok? – die Kraft dahinter
→ Der längste Güterzug der Welt – wenn eine Lok nicht reicht
