Wie stark ist eine Lokomotive? Die Zahlen

Zahlen, bitte

„Was hier so ruhig steht, hat die Kraft von Dutzenden Sportwagen zusammen.“

Wie stark ist eine Lokomotive?

→ Rund 6.400 Kilowatt, also etwa 8.700 PS – wir ordnen diese Wucht ein.

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Kurz gesagt

Eine Lokomotive sieht kräftig aus – und ist es auch. Doch wie viel Leistung steckt wirklich in ihr? Wir schauen auf die beeindruckenden Zahlen.

Eine Lokomotive muss enorme Lasten bewegen: schwere Züge mit hunderten Menschen oder tausenden Tonnen Fracht.

Dafür braucht sie viel Kraft.

Aber wie viel genau?

Baureihe 146 im Leipziger Hauptbahnhof
Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

6.400 Kilowatt, rund 8.700 PS

Eine moderne Streckenlok wie die weit verbreitete Vectron leistet rund 6.400 Kilowatt.

Umgerechnet sind das etwa 8.700 PS. Zum Vergleich: Ein starkes Auto hat vielleicht 200 PS.

Eine einzige Lok bringt also die Leistung von rund vierzig Autos auf die Schiene.

Und anders als ein Auto muss sie diese Kraft nicht nur kurz, sondern stundenlang am Stück abrufen können.

Kraft einer E-Lok

6.400 kW

Leistung

moderne Streckenlok

~8.700 PS

umgerechnet

rund 40 starke Autos

stundenlang

Dauerleistung

nicht nur kurze Spitzen

Warum Dauerleistung zählt

Bei einer Lok kommt es nicht auf kurze Spitzen an, sondern auf die Dauerleistung.

Sie muss einen schweren Zug über Stunden ziehen, eine lange Steigung hinauf und bei jedem Wetter.

Ein Automotor würde bei solcher Dauerbelastung schnell überhitzen.

Die Technik einer Lok ist dagegen darauf ausgelegt, ihre volle Kraft ohne Pause abzugeben.

Genau das macht sie so besonders.

Woher der Strom kommt

Eine E-Lok trägt ihre Energie nicht mit, sondern zieht sie aus der Oberleitung.

Das ist ein großer Vorteil: Sie muss keinen schweren Tank oder Motor mitschleppen und kann trotzdem enorme Leistung abrufen.

Über den Stromabnehmer auf dem Dach fließt der Strom herein.

Im Inneren wandeln kräftige Motoren ihn in Bewegung um.

So entsteht aus dem dünnen Draht über dem Gleis die Kraft, die tausende Tonnen bewegt.

Kraft allein reicht nicht

Doch die pure Leistung nützt nichts ohne Gewicht.

Denn die Lok überträgt ihre Kraft nur über die Reibung von Rad und Schiene.

Ist sie zu leicht, drehen die Räder durch, egal wie stark der Motor ist.

Deshalb sind starke Loks auch schwer.

Erst das Zusammenspiel von Leistung und Gewicht macht aus der Maschine ein echtes Zugpferd, das schwere Güterzüge sicher in Bewegung setzt.

Was die Kraft am Berg bedeutet

Richtig gefordert wird eine Lok am Berg.

Eine lange Steigung mit einem schweren Güterzug ist die Königsdisziplin.

Hier zeigt sich, ob genügend Leistung da ist, um den Zug in Bewegung zu halten.

Reicht die Kraft einer Lok nicht, spannt man einfach eine zweite davor oder schiebt mit einer dritten nach.

So lassen sich auch die schwersten Züge über die steilsten Rampen bringen.

Vom Anfahren und Bremsen

Die meiste Kraft braucht eine Lok beim Anfahren.

Einen stehenden Zug mit tausenden Tonnen in Bewegung zu setzen, verlangt enorme Leistung.

Ist der Zug erst einmal in Fahrt, geht es leichter.

Clever ist, dass eine E-Lok beim Bremsen Energie zurückgewinnt.

Ihre Motoren arbeiten dann wie Generatoren und speisen Strom zurück in die Oberleitung.

So wird ein Teil der Kraft wiederverwendet.

Baureihe 111 im Bahnhof Frankfurt-Niederrad
Foto: Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Diesel und Dampf im Vergleich

Dieselloks sind meist etwas schwächer als moderne E-Loks, weil sie ihre Energie selbst erzeugen müssen.

Sie kommen aber ohne Oberleitung aus und sind dort im Einsatz, wo kein Draht hängt.

Die alten Dampfloks hatten weniger nutzbare Leistung, wirkten aber durch ihr Fauchen und Schnauben besonders kraftvoll.

Erst die Elektrotechnik machte die Lok zum stillen, aber enorm starken Kraftpaket von heute.

So bleibt festzuhalten: Mit rund 8.700 PS ist eine moderne Lok ein wahres Kraftpaket.

Doch erst das Zusammenspiel aus Leistung, Gewicht und der Energie aus der Oberleitung macht aus ihr das Zugpferd, das unsere schwersten Züge bewegt.

Wer das nächste Mal eine Lok anfahren sieht, kann sich diese geballte Kraft vorstellen – leise, aber gewaltig.

Kraft, die man spürt

Wer neben einer anfahrenden Lok steht, spürt ihre Leistung förmlich.

Ein tiefes Summen, ein leichtes Vibrieren, und lautlos setzt sich der schwere Zug in Bewegung.

Diese ruhige Gewalt ist beeindruckend.

Anders als ein aufheulender Motor zeigt die E-Lok ihre Kraft leise.

Gerade das macht sie so faszinierend: enorme Leistung, verpackt in einem beinahe unscheinbaren Kasten auf Rädern.

Vom Prüfstand auf die Schiene

Bevor eine neue Lok fährt, wird ihre Leistung auf dem Prüfstand genau vermessen.

Erst wenn sie zeigt, dass sie ihre Kraft sicher und dauerhaft abrufen kann, darf sie in den Einsatz.

So ist sichergestellt, dass die versprochenen 6.400 Kilowatt keine leere Zahl sind, sondern jeden Tag zuverlässig auf der Strecke abgeliefert werden.

Kurz erklärt

Eine moderne E-Lok leistet rund 6.400 Kilowatt, etwa 8.700 PS.

Das entspricht der Leistung von rund vierzig starken Autos.

Wichtig ist die Dauerleistung: Die Lok muss stundenlang ziehen können.

Ihre Energie zieht sie aus der Oberleitung, nicht aus einem Tank.

Häufige Fragen

Wie viel PS hat eine Lokomotive?
Eine moderne Streckenlok leistet rund 6.400 Kilowatt, umgerechnet etwa 8.700 PS – die Kraft von rund vierzig starken Autos.
Warum ist die Dauerleistung so wichtig?
Weil eine Lok ihre Kraft nicht nur kurz, sondern über Stunden abrufen muss – etwa auf langen Steigungen. Ein Automotor würde dabei überhitzen.
Woher nimmt die Lok ihre Energie?
Eine E-Lok zieht ihren Strom über den Stromabnehmer aus der Oberleitung. So braucht sie keinen schweren Tank und kann trotzdem enorme Leistung abrufen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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