Wie lang ist ein ICE?

Zahlen, bitte

„Sehr geehrte Fahrgäste, bitte gehen Sie zum Wagen 12 – bei einem langen ICE ist das fast 400 Meter weit.“

Wie lang ist ein ICE?

→ Von 200 bis fast 400 Meter: Ein langer ICE misst mehr als drei Fußballfelder.

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Kurz gesagt

Ein klassischer ICE 3 ist rund 200 Meter lang und hat acht Wagen. Der neuere ICE 4 kann mit 13 Wagen bis zu 374 Meter messen – das ist der längste ICE und länger als drei Fußballfelder.

Ein ICE wirkt am Bahnsteig endlos.

Und tatsächlich ist er ganz schön lang – je nach Modell sehr unterschiedlich.

Vom kompakten ICE bis zum XXL-Zug reicht die Spanne von 200 bis fast 400 Metern.

Der ICE 3 besteht aus acht Wagen und misst rund 200 Meter.

Die Mittelwagen sind je knapp 26 Meter lang, die Endwagen etwas kürzer.

Bei großem Andrang fahren oft zwei ICE 3 gekuppelt – dann sind es fast 400 Meter.

ICE-Längen im Vergleich

~200 m

ICE 3

acht Wagen

374 m

ICE 4

13 Wagen, der längste

~400 m

zwei ICE 3

gekuppelt

Ein Fußballfeld misst gut 100 Meter.

Quelle: Technische Daten ICE 3, ICE 4.

ICE 1 der Baureihe 401
Foto: NAC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

ICE 3: rund 200 Meter

Der ICE 3 ist der klassische schnelle Fernzug: acht Wagen, rund 200 Meter, für Tempo 300 gebaut.

Er ist wendig genug, um flexibel eingesetzt zu werden, und bietet trotzdem viele hundert Sitzplätze.

Reicht ein Zug nicht aus, kuppelt man einfach zwei ICE 3 zusammen.

Dann fährt eine Doppeleinheit von fast 400 Metern Länge – zwei komplette Züge, die als einer fahren und sich unterwegs bei Bedarf trennen können.

Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil.

Auf stark nachgefragten Strecken fährt die lange Doppeleinheit, auf schwächeren nur ein einzelner Zug.

So passt die Bahn die Kapazität an die Nachfrage an.

Der ICE 4: bis 374 Meter

Der neuere ICE 4 ist ein anderer Typ.

Er ist als langer Zug gebaut und fährt nicht gekuppelt.

In der längsten Ausführung mit 13 Wagen misst er 374 Meter – das macht ihn zum längsten ICE überhaupt.

374 Meter sind schwer vorstellbar.

Ein Fußballfeld ist gut 100 Meter lang – der lange ICE 4 misst also mehr als drei Felder hintereinander.

Wer vom ersten zum letzten Wagen läuft, braucht mehrere Minuten.

Der ICE 4 setzt auf Masse statt Tempo: Er fährt etwas langsamer als der ICE 3, bietet dafür aber sehr viele Sitzplätze.

Für stark ausgelastete Strecken ist er das Arbeitspferd der Deutschen Bahn.

Warum die Länge wichtig ist

Die Länge eines Zuges muss zum Bahnsteig passen.

Ein 374 Meter langer ICE braucht einen entsprechend langen Bahnsteig – sonst könnten manche Türen nicht öffnen.

Deshalb sind Bahnsteiglängen genau geplant.

Auch für die Fahrgäste zählt die Länge.

Wer zu Wagen 12 muss, hat bei einem langen ICE einen ordentlichen Fußmarsch vor sich.

Anzeigen am Bahnsteig zeigen deshalb, wo welcher Wagen hält – der sogenannte Wagenstandanzeiger.

So ist die Länge eines ICE mehr als eine beeindruckende Zahl.

Sie bestimmt, wie viele Menschen mitfahren, wie lang die Bahnsteige sein müssen und wie weit man am Bahnsteig laufen muss.

Größe will genau geplant sein.

Baureihe 110 auf der Gäubahn in Stuttgart
Foto: Harald Knauer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Warum Züge so lang sein dürfen

Ein Zug von 374 Metern klingt unhandlich, ist auf der Schiene aber kein Problem.

Anders als ein Lkw muss ein Zug nicht lenken – die Schienen führen ihn.

Deshalb kann er beliebig lang werden, solange Bahnsteige und Gleise passen.

Die Länge bringt sogar Vorteile: Ein langer Zug transportiert viele Menschen mit nur einem Lokführer und einer Trasse.

Pro Fahrgast ist das äußerst effizient – ein Grund, warum die Bahn so viele Menschen bewegen kann.

Grenzen setzt vor allem der Bahnsteig.

Ein Zug darf nicht länger sein als der längste Bahnsteig auf seiner Strecke, sonst ragt er über die Kante hinaus.

Deshalb sind Zuglänge und Bahnsteiglänge eng aufeinander abgestimmt.

Kuppeln und Flügeln

Ein cleveres Konzept ist das Kuppeln.

Zwei kurze Züge fahren gemeinsam als langer Zug und trennen sich unterwegs, um in verschiedene Richtungen weiterzufahren.

Das nennt man Flügeln – ein Zug wird zu zweien.

So lassen sich Ziele bedienen, die einzeln zu schwach ausgelastet wären.

Bis zum Trennungsbahnhof fährt man gemeinsam und spart eine Trasse, danach geht jeder Zugteil seinen eigenen Weg.

Die Länge ist dabei flexibel.

Beim ICE 3 funktioniert das gut, weil zwei Einheiten zu fast 400 Metern gekuppelt werden können.

Der ICE 4 dagegen ist ein fester langer Zug.

Beide Konzepte haben ihre Berechtigung – je nach Strecke und Nachfrage.

Zum Einordnen

ICE 3: rund 200 Meter mit acht Wagen; gekuppelt fast 400 Meter.

ICE 4: bis zu 374 Meter mit 13 Wagen – der längste ICE.

Die Zuglänge muss zur Bahnsteiglänge passen; Wagenstandanzeiger helfen beim Finden.

Häufige Fragen

Wie lang ist ein ICE?
Ein ICE 3 rund 200 Meter, ein ICE 4 mit 13 Wagen bis zu 374 Meter – der längste ICE.
Warum fahren manchmal zwei ICE zusammen?
Zwei gekuppelte ICE 3 bieten fast 400 Meter Zug und können sich unterwegs wieder trennen – flexibel je nach Nachfrage.
Was ist ein Wagenstandanzeiger?
Eine Anzeige am Bahnsteig, die zeigt, wo welcher Wagen hält – wichtig bei so langen Zügen.
Warum ist der ICE 4 so lang?
Er setzt auf viele Sitzplätze statt auf Höchsttempo und ist deshalb als langer Zug gebaut.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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