Warntag erfolgreich: 34 Millionen für die Vorwarnung, 2.100 Sirenen blieben stumm, gewarnt wurde per Post

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Warntag erfolgreich: 34 Millionen für die Vorwarnung, 2.100 Sirenen blieben stumm, gewarnt wurde per Post

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Probealarm)

Warntag Satire: Waschbär steht auf einem Platz unter einer Sirene an einem Mast

Der Chefredakteur hört nichts. Es ist Warntag. Foto: wpa (Symbolbild)

Bonn (wpa) – Beim bundesweiten Warntag im September blieben 2.100 von 8.400 Sirenen stumm. Das entspricht einem Viertel.

Die betroffenen Kommunen wurden informiert. Die Information erfolgte schriftlich.

Zugestellt wurde sie per Post. Sie kam nach vier Tagen an.

Bezeichnet wird der Vorgang als Nachwarnung. Der Begriff wurde für diesen Zweck geschaffen.

„Der Warntag hat seinen Zweck erfüllt“, teilt das Bundesamt mit. Erfüllt wurde die Feststellung von Lücken.

Für die Vorwarnung wurden 34 Millionen Euro aufgewendet. Sie umfasste Anzeigen, Radio und Internet.

Die Vorwarnung erreichte nach eigener Erhebung 84 Prozent der Bevölkerung. Der Alarm selbst erreichte 61 Prozent.

Die Differenz erklärt sich aus den stummen Sirenen. Sie stehen überwiegend im ländlichen Raum.

Im ländlichen Raum ist auch der Mobilfunk lückenhaft. Warn-Apps funktionieren dort eingeschränkt.

Dieselben Orte haben seit 2019 keinen Zughalt mehr. Wer bei Gefahr wegmuss, braucht ein Auto.

Die Ursache heißt Investitionsstau. Er beträgt bei den Sirenen rund 190 Millionen Euro.

Ein Sirenenförderprogramm läuft seit 2021. Es umfasst 88 Millionen Euro.

Abgerufen wurden davon 41 Millionen. Der Rest verfiel.

Verfallen ist er, weil Anträge nicht fristgerecht eingingen. Die Antragsfrist betrug drei Monate.

Drei Monate sind kürzer als die Beschaffungszeit einer Sirene. Sie beträgt elf Monate.

Damit mussten Kommunen bestellen, bevor sie wussten, ob sie gefördert werden. Viele haben es nicht getan.

Der nächste Warntag ist für September terminiert. Eine Vorabprüfung der Sirenen ist nicht vorgesehen.

Nicht vorgesehen ist sie, weil der Warntag selbst die Prüfung ist. Das ist sein Zweck.

Geprüft wird damit einmal jährlich. Repariert wird nach Antragslage.

Die Reparatur einer Sirene dauert im Schnitt sieben Monate. Der nächste Warntag kommt nach zwölf.

Herr Wieczorek ist Feuerwehrmann in einem Dorf in Brandenburg. Seine Sirene ist seit 2023 stumm.

Sie war es auch beim letzten Warntag. Gemeldet hat er es beide Male.

Die Nachwarnung kam beide Male per Post. Er sagt, sie sei gut formuliert gewesen.

Im Juli hat es in der Nähe gebrannt. Gewarnt wurde per Telefonkette, evakuiert wurde mit Privatwagen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 2.100 Sirenen stumm, Nachwarnung erfolgte schriftlich +++

+++ Nächster Warntag terminiert, die Sirenen werden vorher nicht geprüft +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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