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Steuerportal verlangt drei Geräte, der Bürger hat eins
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (drei Geräte)

Der Chefredakteur meldet sich an. Es fehlt ein Gerät. Foto: wpa (Symbolbild)
München (wpa) – Die Anmeldung im elektronischen Steuerportal braucht drei Geräte. Computer, Mobiltelefon und ein Ausweislesegerät.
Das Lesegerät kann ein zweites Mobiltelefon ersetzen. Es muss NFC-fähig sein.
Die Anmeldung klappt in 41 Prozent der Fälle im ersten Versuch. Der Wert gilt als gut.
Verglichen wird mit 2019. Damals waren es 34 Prozent.
„Die Sicherheit hat Vorrang“, sagt Behördensprecher Kurt Gerätezahl. Vorrang vor der Erreichbarkeit.
Drei Geräte sind ein Sicherheitsgewinn. Unstrittig.
Vorausgesetzt sind drei Geräte. Das ist der Punkt.
Wer sie hat, meldet sich sicher an. Wer sie nicht hat, meldet sich gar nicht an.
59 Prozent scheitern im ersten Versuch. Sicher ist das Portal, erreichbar für weniger als die Hälfte.
Frau Lembke hat ein Handy und keinen Ausweisleser. Für die Steuer braucht sie beides, plus einen Computer.
Sie leiht sich Geräte zusammen, um sich sicher anzumelden. Die Sicherheit steht, die Anmeldung wackelt.
Das kennt man von der Bahn, deren Sparpreis nur mit App, Konto und Kreditkarte fällt. Sicher ist der Weg, steinig auch.
Der Vorstand der Behörde meldet einen Anstieg auf 41 Prozent. Gestiegen ist die Quote, gesunken die Zahl der nötigen Geräte nicht.
Sicherheit und Erreichbarkeit stehen sich hier im Weg. Vorrang bekam die Sicherheit, per drei Geräten.
Der Minister lobt die hohen Sicherheitsstandards im E-Government. Hoch ist der Standard, hoch die Hürde.
Gemessen wird die Erfolgsquote im ersten Versuch, nicht die Zahl der Aufgebenden. Erfolgreich sind 41 Prozent, weg der Rest.
Für Bürger mit einem Gerät gibt es keinen einfachen Weg. Es gibt den sicheren, mit drei.
So macht man die Verwaltung digital, indem man drei Geräte voraussetzt. Digital ist, wer ausgerüstet ist.
Der Ausweisleser liegt bei 41 Prozent auf dem Tisch. Bei 59 Prozent liegt er im Laden, ungekauft.
Das Steuerportal verlangt drei Geräte, der Bürger hat oft eins, und 59 Prozent scheitern im ersten Versuch. Sicher ist das unstrittig, erreichbar für die, die aufgerüstet haben, wie beim Sparpreis, der nur mit App und Konto fällt.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
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