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Steuerportal braucht drei Geräte, sie hat eins
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (drei Geräte)

Der Chefredakteur meldet sich an. Es fehlt ein Gerät. Foto: wpa (Symbolbild)
München (wpa) – Die Anmeldung im elektronischen Steuerportal braucht drei Geräte. Computer, Mobiltelefon und ein Ausweislesegerät.
Das Lesegerät kann ein zweites Mobiltelefon ersetzen. Es muss NFC-fähig sein.
Die Anmeldung klappt in 41 Prozent der Fälle im ersten Versuch. Der Wert gilt als gut.
Verglichen wird mit 2019. Damals waren es 34 Prozent.
„Die Sicherheit hat Vorrang“, teilt die Behörde mit. Vorrang vor der Erreichbarkeit.
Drei Geräte sind ein Sicherheitsgewinn. Unstrittig.
Vorausgesetzt sind drei Geräte. Das ist der Punkt.
Wer scheitert, kann die Hotline anrufen. Erreichbar von 8 bis 16 Uhr.
Die Wartezeit beträgt im Schnitt 34 Minuten. Erhoben im Juli.
Alternativ geht die Erklärung auf Papier. Das ist weiterhin zulässig.
Zulässig für Privatpersonen. Für Betriebe nicht mehr.
Betriebe müssen elektronisch abgeben. Auch ein Betrieb mit einer Person.
Eine Sägerei im Sauerland hat zwei Beschäftigte. Bis 2024 verschickte sie zwölf Güterwagen im Monat.
Die Anmeldung übernimmt dort der Steuerberater. Er nimmt dafür 190 Euro im Jahr.
Das ist die übliche Lösung. Sie funktioniert.
Sie verlagert das Problem auf jemanden, der drei Geräte hat. Das ist die Struktur der Digitalisierung.
Wer es sich leisten kann, merkt nichts. Wer nicht, füllt Papier aus oder lässt es.
Nicht abgegeben haben im Vorjahr 340.000 Erklärungspflichtige. Darunter Pendler, die ihre Fahrtkosten hätten absetzen können.
Geschätzt wird dann zum Nachteil. Die Pendlerpauschale kommt dabei nicht vor.
Ein Einspruch ist möglich. Elektronisch einzureichen.
Elektronisch einreichen kann, wer angemeldet ist. Da beginnt es wieder.
Die Behörde arbeitet an einer Vereinfachung. Vorgesehen für 2029.
Dasselbe Jahr, für das das Bord-WLAN der neuen Baureihe angekündigt ist.
Frau Perlbach ist 79 und hat ein Gerät. Ein Tastentelefon.
Die Steuererklärung ist Pflicht, seit sie eine kleine Betriebsrente bezieht.
Papierformulare gibt es weiter. Ausgegeben werden sie im Finanzamt.
Das Finanzamt liegt 34 Kilometer weg. Dorthin fuhr ein Zug, bis Februar.
Jetzt fährt sie mit ihrem Neffen. Er hat Frühschicht und kann samstags.
Samstags hat das Finanzamt geschlossen.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Steuerportal verlangt drei Geräte, Papierformulare gibt es nur im Finanzamt +++
+++ Finanzamt 34 Kilometer entfernt, der Zug dorthin fährt seit Februar nicht mehr +++
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