Verfahren digitalisiert: Der Bahn-Gutschein wird künftig direkt an der geschlossenen Bistrotheke entwertet

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Verfahren digitalisiert: Der Bahn-Gutschein wird künftig direkt an der geschlossenen Bistrotheke entwertet

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Gutschein beiliegend)

Waschbär steht vor einer geschlossenen Bistrotheke in einem Zugwagen

Der Chefredakteur hat einen Gutschein. Die Theke ist zu. Foto: wpa (Symbolbild)

Frankfurt am Main (wpa) – Verpflegungsgutscheine werden künftig direkt an der Bistrotheke entwertet. Gescannt wird ein QR-Code.

Der Code hängt an der Theke. Er funktioniert unabhängig vom Betrieb.

Ob das Bistro geöffnet ist, spielt für die Entwertung keine Rolle. Entwertet wird der Gutschein.

„Wir vereinfachen den Prozess“, erklärt Servicechefin Karin Bonwert. Vereinfacht wurde die Erfassung.

Die Einlösequote ist dadurch von 61 auf 96 Prozent gestiegen. Sie wird quartalsweise berichtet.

Ausgegeben wurde in diesem Zeitraum nichts. Das Bistro fuhr an 41 Prozent der Fahrten nicht mit.

Es fährt nicht mit, wenn Personal fehlt. Personal fehlt seit 2023 regelmäßig.

Der Gutschein hat einen Wert von zehn Euro. Ausgegeben wird er ab 60 Minuten Verspätung.

Vorgesehen ist er in der Vorschrift. Die Vorschrift regelt die Ausgabe, nicht die Verfügbarkeit.

Wer den Code scannt, erhält eine Bestätigung auf dem Bildschirm. Sie lautet, der Gutschein sei eingelöst.

Eine Rückabwicklung ist nicht vorgesehen. Der Gutschein gilt als verbraucht.

Wer ihn versehentlich scannt, hat ihn verbraucht. Darauf weist ein Hinweis neben dem Code hin.

Der Hinweis ist in Schriftgröße 8 gedruckt. Er hängt in 1,60 Meter Höhe.

Alternativ ist der Gutschein bei einem Partner am Bahnhof einlösbar. Das steht auf der Rückseite.

Der Partner in Frankfurt schließt um 22 Uhr. Verspätete Züge kommen häufig später an.

Ein Teil der Gutscheine wird nie eingelöst. Wie hoch dieser Teil ist, wird nicht veröffentlicht.

Seit der Digitalisierung wird alles eingelöst. Ausgegeben wird trotzdem nichts.

Die Differenz erscheint als Erfolg. Sie erscheint in der Rubrik Kundenzufriedenheit.

Der Konzern prüft die Ausweitung auf weitere Leistungen. Genannt wird die Sitzplatzreservierung.

Sie soll künftig ebenfalls am Platz entwertet werden. Ob der Platz existiert, wird nicht geprüft.

Frau Bertram war mit einer Migräne unterwegs und hatte seit acht Stunden nichts gegessen. Sie hat einen Gutschein bekommen.

Sie hat ihn an der Theke gescannt. Die Theke war geschlossen.

Auf dem Bildschirm stand, der Gutschein sei eingelöst. Eine Mitreisende hat ihr einen Riegel gegeben.

Der Riegel stand in keiner Statistik. Der Gutschein schon.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Einlösequote steigt auf 96 Prozent, ausgegeben wurde dabei nichts +++

+++ Der QR-Code funktioniert auch ohne Netz, das Bistro nicht +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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