Rollstuhlrampe nur mit 48 Stunden Vorlauf

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Rollstuhlrampe nur mit 48 Stunden Vorlauf

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Anmeldung nötig)

Rampe Satire: Waschbär steht neben einer mobilen Einstiegsrampe an einem Bahnsteig

Die Rampe steht bereit. Sie wurde vor zwei Tagen bestellt. Foto: wpa (Symbolbild)

Magdeburg (wpa) – Wer im Rollstuhl reist, braucht am Bahnsteig eine Rampe. Anzumelden 48 Stunden vorher.

Die Anmeldung läuft telefonisch oder über ein Formular im Netz.

Ohne Anmeldung ist der Einstieg nicht gesichert. Personal ist dann womöglich nicht da.

„Wir brauchen Planungsvorlauf“, sagt Mobilitätsmanagerin Silke Hubsteig.

Heißt: Wer nicht laufen kann, soll wenigstens rechtzeitig Bescheid geben.

Spontane Reisen sind damit erschwert. Das räumt die Bahn ein.

Die Frist wurde 2022 von 24 auf 48 Stunden verlängert. Grund: Personalmangel.

Disponiert wird Personal, das es an 41 Prozent der Bahnhöfe nicht mehr gibt.

Abgebaut wurde es in Stufen, zuletzt 2022. Begründet mit der Digitalisierung des Vertriebs.

Der Vertrieb ist digitalisiert. Die Rampe ist es nicht.

Behindertenverbände haben protestiert. Sie sprechen von eingeschränkter Teilhabe.

Rechtlich ist die Frist zulässig. Ein Gericht hat das 2023 bestätigt.

In der Begründung heißt es, ein Vorlauf sei zumutbar. Solange die Reise überhaupt möglich sei.

Möglich ist sie. Nur nicht spontan.

Fällt der angemeldete Zug aus, verfällt die Anmeldung. Sie gilt für einen bestimmten Zug.

Für den Ersatzzug muss neu angemeldet werden. Die Frist beginnt von vorn.

Eine Weiterfahrt am selben Tag ist damit oft ausgeschlossen. Mehrere hundert Fälle im Jahr.

Eine Ausnahmeregelung gibt es. Sie greift bei Zugausfällen.

Bekannt ist sie kaum. Sie steht in einer internen Dienstanweisung.

Ein Verband hat 40 Mitarbeitende befragt. Sechs kannten die Regel.

Die Bahn hat daraufhin eine Schulung angekündigt. Für 2027.

Bis dahin hilft ein Anruf bei der Zentrale. Wartezeit im Schnitt elf Minuten.

In der Zeit fährt oft schon der nächste Zug. Auch für ihn bräuchte es eine Anmeldung.

Eine feste Rampe kostet 14.000 Euro. Nötig wäre sie an 610 Standorten.

Das sind 8,5 Millionen. Für Öffentlichkeitsarbeit gibt der Konzern 61 Millionen im Jahr aus.

Beide Zahlen stehen im selben Geschäftsbericht.

Ein Verbandssprecher nennt das einen geschlossenen Kreis. Wer nicht rechtzeitig plant, bleibt stehen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Feste Rampen an 610 Standorten kosten 8,5 Millionen, Öffentlichkeitsarbeit 61 Millionen im Jahr +++

+++ An 41 Prozent der Bahnhöfe gibt es das Personal nicht mehr, das disponiert werden soll +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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