Neuer Rekord: Das Verfahren für ein zweites Gleis überlebt seinen Antragsteller und wird vererbt

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Neuer Rekord: Das Verfahren für ein zweites Gleis überlebt seinen Antragsteller und wird vererbt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (im Verfahren)

Waschbär steht an einem Bahnübergang vor einer schmalen eingleisigen Strecke im Grünen

Der Chefredakteur wartet auf das zweite Gleis. Der Antrag läuft. Foto: wpa (Symbolbild)

Karlsruhe (wpa) – Ein Planfeststellungsverfahren bei Karlsruhe ist an die nächste Generation übergegangen. Es läuft seit 2003.

Antragsteller war eine Gemeinde. Vertreten wurde sie durch ihren Bürgermeister.

Dieser ist 2021 verstorben. Fortgeführt wird das Verfahren von seiner Tochter.

Sie ist seit 2022 im Amt. Das Aktenzeichen blieb unverändert.

Geändert wurde die Zustelladresse. Der Vorgang dauerte vier Monate.

„Das Verfahren ist sehr umfangreich“, teilt die Behörde mit. Umfangreich sind 41 Ordner.

Beantragt ist ein zweites Gleis auf elf Kilometern. Die Strecke ist seit 1902 eingleisig.

Auf einem Gleis kann sich nichts überholen. Eine Verspätung von vier Minuten wird dort zu einer von 25.

Das ist seit 1902 so. Beantragt wurde die Änderung 2003.

Eingegangen sind 3.400 Einwendungen. Jede wurde einzeln beantwortet.

Die Antworten umfassen 2.100 Seiten. Geschrieben wurden sie zwischen 2009 und 2016.

2017 wurde eine neue Verkehrsprognose fällig. Die alte war zehn Jahre alt.

Die neue Prognose ergab mehr Verkehr. Damit änderte sich das Vorhaben.

Ändert sich das Vorhaben, beginnt die Beteiligung erneut. Sie begann 2018 erneut.

Eingegangen sind diesmal 2.900 Einwendungen. Rund 800 stammen von denselben Personen.

Sie hatten 2009 bereits eingewendet. Ihre Einwendungen waren unverändert.

Beantwortet wurden sie trotzdem einzeln. Das schreibt das Verfahren vor.

Der Beschluss ist für 2034 vorgesehen. Dann wäre die Prognose von 2017 wieder zu alt.

Eine dritte Prognose ist eingeplant. Sie ist für 2032 vorgesehen.

Frau Reinhold ist Bürgermeisterin und die Tochter des Antragstellers. Sie ist 44.

Sie hat als Kind Unterschriften für das Gleis gesammelt. Das war 2005.

Sie sagt, ihr Vater habe die Ordner im Keller gehabt. Sie stehen jetzt in ihrem Büro.

Ihr Sohn ist 14 und hat gefragt, was in den Ordnern steht. Sie hat gesagt, ein zweites Gleis.

Er hat gefragt, wo es liegt. Sie hat gesagt, im Ordner.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Aktenzeichen bleibt bestehen, geändert wird nur die Zustelladresse +++

+++ Behörde bittet um Verständnis, das Verfahren sei sehr umfangreich +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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