Bahn verkauft Namensrechte an Bahnhöfen — im Angebot sind vor allem die stillgelegten

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Bahn verkauft Namensrechte an Bahnhöfen — im Angebot sind vor allem die stillgelegten

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Name folgt)

Namensrechte Bahnhof Satire: Waschbär sitzt auf dem Bahnsteig einer stillgelegten Station unter einem leeren Bahnhofsschild

Standort aus dem Vermarktungspaket Stille Lage. Der Name ist noch zu haben. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Deutsche Bahn vermarktet ab dem kommenden Fahrplanjahr die Namen ihrer Stationen. Interessierte Unternehmen können sich einen Bahnhof für drei Jahre sichern.

Das Vermarktungspaket trägt den Namen „Stille Lage“. Es umfasst 41 Standorte.

Angeboten werden bevorzugt Stationen ohne Verkehr. Das habe einen fachlichen Grund.

„Eine Marke verbindet sich immer mit einer Erfahrung“, erklärte Markenrechtsreferentin Beate Wortmarke. „Wo keine Erfahrung stattfindet, bleibt die Marke unbeschädigt.“

An Stationen mit Regelverkehr sei die Nachfrage dagegen verhalten. Zwei Anfragen wurden nach Einsicht in die Pünktlichkeitswerte zurückgezogen.

Der Grundpreis liegt bei 14.000 Euro im Jahr. Für Standorte mit Anschluss wird ein Abschlag gewährt.

Der Abschlag beträgt 30 Prozent. Er heißt intern Betriebsrisiko.

Die Umbenennung erfolgt ausschließlich auf dem Aushang. Die Ansage im Zug behält den alten Namen.

Zur Begründung heißt es, das Ansagesystem sei erst 2031 anpassbar. Bis dahin führen die Stationen zwei Namen.

Ein Reisender kommt damit an einem Ort an, den er nicht gebucht hat. Rechtlich sei das unproblematisch, da beide Namen denselben Ort bezeichnen.

Der erste Vertrag ist bereits unterzeichnet. Ein Möbelhaus übernimmt eine Station, an der seit 2019 kein Zug hält.

Das Unternehmen zeigte sich zufrieden. Man erreiche dort eine ungewöhnlich ruhige Zielgruppe.

Für Städte gilt eine Sonderregelung. Wer den historischen Namen behalten will, kann ihn zurückkaufen.

Der Rückkaufpreis entspricht dem Sponsorenbeitrag. Kommunen mit angespanntem Haushalt erhalten eine Ratenzahlung über zwölf Jahre.

Der Fahrgastverband kritisierte das Verfahren. Man verkaufe die Orientierung im Netz an den Meistbietenden.

Die Bahn wies das zurück. Orientierung sei nie Bestandteil des Angebots gewesen.

Für die zweite Vermarktungsstufe ist eine Erweiterung geplant. Vergeben werden dann auch die Namen von Baustellen.

Ein Argument überzeugte den Aufsichtsrat schließlich einstimmig. Ein Bahnhof ohne Züge hat keine Verspätung, die auf die Marke abfärbt.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Erster Sponsor fragt nach Verlängerung – Station weiterhin ohne Zug, Marke weiterhin unbeschädigt +++

+++ Gemeinde beantragt Rückkauf des eigenen Namens – Bearbeitungszeit vier Jahre +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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