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Erfolgreich platziert: Bahn bringt ihre Verspätung an die Börse, die Nachfrage übersteigt das Angebot
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (überzeichnet)

Der Chefredakteur liest die Kurve. Sie zeigt nach oben. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Deutsche Bahn hat ihre Verspätungsminuten verbrieft und an der Börse platziert. Die Zeichnungsfrist endete am Freitag.
Verbrieft wurden 41 Millionen Minuten aus dem Vorjahr. Basiswert ist die Minute.
Das Papier war dreifach überzeichnet. Der Konzern spricht von einem starken Signal.
„Der Markt erkennt unsere Substanz“, erklärt Finanzvorstand Hendrik Doppelbesetzung. Substanz sind 41 Millionen Minuten.
Der Erlös beträgt 610 Millionen Euro. Verwendet wird er für die Vermarktung des Erlöses.
Anleger erhalten eine Ausschüttung je zusätzlicher Verspätungsminute. Sie beträgt 0,4 Cent.
Damit steigt der Ertrag, wenn der Betrieb schlechter läuft. Das wurde im Prospekt offengelegt.
Der Prospekt umfasst 340 Seiten. Der Hinweis steht auf Seite 211.
Er ist als Risikohinweis formuliert. Für Anleger ist es keins.
Die Bundesanstalt hat den Prospekt gebilligt. Gebilligt wird die Vollständigkeit, nicht das Geschäftsmodell.
Das Geschäftsmodell ist zulässig. Es ist außerdem neu.
Neu ist vor allem, dass der Emittent den Basiswert selbst beeinflusst. Darauf weist Seite 212 hin.
Ein Interessenkonflikt wird dort verneint. Verneint wird er mit Verweis auf die Konzernziele.
Die Konzernziele enthalten seit Januar keine Pünktlichkeitskennzahl mehr. Sie wurde durch die Flottenzufriedenheit ersetzt.
Damit besteht der Konflikt formal nicht. Formal ist die Prüfung abgeschlossen.
Gezeichnet haben überwiegend institutionelle Anleger. Genannt werden zwei Pensionsfonds.
Einer davon versorgt Beschäftigte des Konzerns. Der Kreis schließt sich damit.
Er schließt sich auf dem Papier. Auf der Schiene ändert sich nichts.
Auf der Schiene fahren dieselben Züge über dieselben 1.000 gedrosselten Abschnitte. Sie erzeugen die Minuten.
Diese Minuten stehen jetzt in einem Depot. Sie standen vorher in einer Statistik.
Herr Tolksdorf pendelt von Neuss nach Düsseldorf und hat im Juli 190 Minuten verloren. Sie sind Teil der Emission.
Ausgeschüttet werden dafür 76 Cent. Ausgeschüttet werden sie an die Anleger.
Er hat nachgefragt, ob er zeichnen könne. Die Mindeststückelung beträgt 100.000 Euro.
Er fährt weiter mit dem Zug. Er ist der Basiswert.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Papier dreifach überzeichnet, Basiswert ist die Verspätungsminute +++
+++ Emissionserlös fließt in die Vermarktung des Emissionserlöses +++
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