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BahnCard 25 gibt jetzt 25 Prozent Rabatt auf die Wartezeit
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Rabatt inklusive)

40 Minuten. Mit Karte sind es 30. Foto: wpa (Symbolbild)
München (wpa) – Die BahnCard 25 wird zum Jahreswechsel umgestellt. Der Rabatt gilt künftig für die Wartezeit.
Wer 40 Minuten warten müsste, wartet mit Karte 30. Der Fahrpreis bleibt gleich.
„Zeit ist das knappere Gut“, sagt Kundenchefin Sabine Wartebonus. Also rabattieren wir Zeit.
Rabattiert wird nicht der Preis, sondern das Warten. 25 Prozent weniger, im Stehen.
Umgesetzt wird das über die Reihenfolge beim Einsteigen. Karteninhaber gehen zuerst.
Damit sitzen sie früher. Der Zug fährt zur selben Zeit.
Die gesparte Zeit entsteht also im Stehen. Rechnerisch ist sie trotzdem da.
Rechnerisch, nicht auf der Uhr. Der Zug wartet nicht länger, nur die Reihenfolge ändert sich.
Herr Steeg hat die Karte und steigt zuerst ein. Er sitzt zehn Minuten früher, ankommen tut er gleich spät.
Sein Rabatt ist ein Platz in der Schlange, weiter vorne. Bezahlt hat er ihn wie einen Preisnachlass.
Fahrgastverbände nennen die Umstellung eine Verhöhnung. Bezahlt habe man für einen Preisnachlass.
Der Vorstand nennt die Karte ein innovatives Zeitprodukt. Innovativ ist, Warten zu verkaufen.
Eine Karte, die Wartezeit rabattiert, verspricht, was sie nicht ändern kann. Der Zug kommt, wann er kommt.
Der Minister lobt die kundenorientierte Weiterentwicklung der BahnCard. Orientiert ist sie am Warten, nicht am Fahren.
Gemessen wird die rabattierte Wartezeit, nicht die Ankunft. Gespart sind zehn Minuten Stehen, gewonnen nichts.
Für den halben Preis gäbe es die alte BahnCard 25. Sie senkte den Fahrpreis, nicht die Geduld.
Für die BahnCard 50 ist ein größerer Wartebonus geplant. 20 Minuten weniger Stehen, bei gleicher Abfahrt.
So verkauft die Bahn einen Rabatt, der aus einem Platz in der Schlange besteht. Die Zeit spart man im Stehen.
25 Prozent auf die Wartezeit, null auf den Preis, dieselbe Abfahrt. Das ist die neue Karte.
Die BahnCard 25 rabattiert künftig die Wartezeit statt des Preises, Karteninhaber steigen zuerst ein, der Zug fährt zur selben Zeit. Herr Steeg sitzt zehn Minuten früher und kommt gleich spät an, gespart hat er im Stehen.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Karte 62,90 Euro, rechnet sich ab 251,60 – die mittlere Nutzung liegt bei 210 Euro im Jahr +++
+++ Der Sparpreis ist auf 41 Prozent der Verbindungen verfügbar +++
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