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Bahn eröffnet virtuellen Bahnhof, auch dort kommt nichts
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Ein Reisender im virtuellen Bahnhof. Der Zug kommt auch hier nicht. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Deutsche Bahn hat einen Bahnhof im Metaverse eröffnet. Reisende können ihn als Avatar besuchen.
Der virtuelle Bahnhof hat virtuelle Züge. Sie sind ebenfalls verspätet.
„Wir bilden die Realität ab“, sagt Digitalchef Malte Datenraum. Abgebildet ist der Betrieb.
Trainiert wurde die Simulation mit echten Daten. Aus zehn Jahren.
In zehn Jahren war viel Verspätung. Die Simulation hat sie gelernt.
Gelernt hat sie auch den Ausfall. Jeder dritte Zug erscheint nicht.
Der Avatar wartet dann. Er wartet schöner als der Mensch.
Schöner ist die Grafik. Die Bank ist sauber, das Licht warm.
Kalt ist nur die Auskunft. Sie sagt: bitte Geduld.
Betreten wird der Bahnhof mit einer Brille. Die Brille kostet 400 Euro.
Für 400 Euro wartet man virtuell. Real wartet man kostenlos.
Der Konzern nennt das ein Erlebnis. Erlebt wird das Bekannte.
Bekannt ist die Anzeigetafel. Sie zeigt auch hier Prozente.
Entwickelt wurde die Welt für 22 Millionen. Beteiligt war eine Agentur.
Die Agentur kannte den Bahnbetrieb nicht. Sie kannte das Metaverse.
Beides zusammen ergab den Bahnhof. Er funktioniert wie das Original.
Wie das Original fällt auch das Netz aus. Dann steht der Avatar still.
Steht er still, lädt die Welt nach. Das dauert acht Minuten.
Acht Minuten kennt man. Sie sind der Konzernstandard.
Für Kinder gibt es einen Modus. Dort fährt der Zug immer.
Der Modus heißt Fantasie. Er ist als solcher gekennzeichnet.
Herr Sommer setzte die Brille im September auf. Sein Avatar verpasste den Anschluss, wie er selbst.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Simulation mit zehn Jahren echten Verspätungsdaten trainiert +++
+++ VR-Brille 400 Euro, real wartet man kostenlos +++
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