Berlins stille Güter- und Sonderbahnhöfe: Vom Postbahnhof bis zum Auswandererlager

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Berlins stille Güter- und Sonderbahnhöfe: Vom Postbahnhof bis zum Auswandererlager

Berlin hatte nicht nur Fernbahnhöfe: Es gab Güterbahnhöfe, Postbahnhöfe, einen Militärbahnhof, ein Auswandererlager und einen Rangierbahnhof. Dieser Beitrag erzählt, was von ihnen blieb.

VORHER · 1986

Der ehemalige Anhalter Güterbahnhof, Blick von der Monumentenbrücke Richtung Kreuzberg.

Der ehemalige Anhalter Güterbahnhof, Blick von der Monumentenbrücke Richtung Kreuzberg. Foto: Lothar Weber, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
NACHHER · 2007

Der Anhalter Güterbahnhof von der Monumentenbrücke Richtung Norden, links die Anbindung zum Deutschen Technikmuseum.

Der Anhalter Güterbahnhof von der Monumentenbrücke Richtung Norden, links die Anbindung zum Deutschen Technikmuseum. Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1874
Anhalter Güterbahnhof gebaut
1891
Auswandererbahnhof Ruhleben eröffnet
1980
S-Bahn Siemensstadt-Fürstenbrunn eingestellt
1997
Postbahnhof Luckenwalder Straße stillgelegt

Lage: Berlin, verteilt auf mehrere Bezirke. Status: Alle behandelten Anlagen sind für den Bahnbetrieb stillgelegt. Heute: Park, Museum, Bürocampus, Veranstaltungsort, Naturschutzgebiet oder Abrissfläche.

Berlin hatte nicht nur große Fernbahnhöfe, sondern auch Anlagen, die kaum ein Reisender sah: Güterbahnhöfe, Postbahnhöfe, einen Militärbahnhof, ein Auswandererlager und einen Rangierbahnhof.

Dieser Beitrag geht neun solcher Orte der Reihe nach durch, von Kreuzberg bis Biesdorf.

Der Rangierbahnhof Tempelhof hat bereits einen eigenen Beitrag, hier steht dazu nur ein Verweis.

Alte freie Fotos aus der Betriebszeit gibt es nur zu einigen der Orte, wo sie fehlen, ist das im jeweiligen Abschnitt vermerkt.

Anhalter Güterbahnhof: Speicher, Brücken und Museum

Der Anhalter Güterbahnhof lag südlich des Fernbahnhofs auf einem Areal, das vom Potsdamer Güterbahnhof, dem Gleisdreieck, der Möckernstraße und der Yorckstraße begrenzt wird.

Die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft ließ die Gebäude von 1871 bis 1874 nach Plänen des Architekten Franz Schwechten errichten, der auch den Fernbahnhof entworfen hatte.

Zur Anlage gehörten zwei dreigeschossige Kopfbauten und zwei rund 320 Meter lange Lager- und Versandspeicher.

Eine Brücke auf drei gemauerten Bögen verband die beiden Kopfbauten.

Der Entwurf von Franz Schwechten für den Anhalter Güterbahnhof, 1874.
Der Entwurf von Franz Schwechten für den Anhalter Güterbahnhof, 1874. Foto: Franz Schwechten, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Anlagen erheblich beschädigt.

Die Ruine des westlichen Kopfbaus war bis 1959 abgebrochen, der Verbindungsbau verschwand 1963 beim Bau der heutigen U-Bahn-Linie U7 zwischen Möckernbrücke und Yorckstraße.

Der östliche Kopfbau blieb als Torso erhalten.

Bis Ende der 1980er Jahre wurden noch wenige Gleise genutzt, danach lag das Gelände brach.

An die Bedeutung des Güterbahnhofs erinnern bis heute die Yorckbrücken, rund 45 stählerne Brücken auf einer Länge von etwa 500 Metern.

Nördlich davon eröffnete 1982 auf dem Gelände des früheren Bahnbetriebswerks das Museum für Verkehr und Technik, heute Deutsches Technikmuseum.

In den östlichen Kopfbau des Güterbahnhofs zog das Science Center Spectrum des Museums.

Das Gelände des Anhalter und des Potsdamer Güterbahnhofs wurde seit dem 26. August 2006 zum 26 Hektar großen Park am Gleisdreieck umgestaltet, der Ostteil öffnete am 2. September 2011, der Westteil am 31. Mai 2013.

Der Wasserturm auf dem Gelände des Anhalter Güterbahnhofs im Jahr 1981.
Der Wasserturm auf dem Gelände des Anhalter Güterbahnhofs im Jahr 1981. Foto: — GerhardSchuhmacher, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Ringlokschuppen des Anhalter Güterbahnhofs, Aufnahme von 2008.
Der Ringlokschuppen des Anhalter Güterbahnhofs, Aufnahme von 2008. Foto: Huhu Uet, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Postbahnhof Luckenwalder Straße: Das größte Paketpostamt

Der Postbahnhof Luckenwalder Straße in Kreuzberg entstand zwischen 1907 und 1915 auf dem Gelände des 1882 als Personenbahnhof stillgelegten Dresdener Bahnhofs.

Er wurde 1913 eröffnet, weil die Personenbahnhöfe den wachsenden Paketumschlag nicht mehr bewältigen konnten.

Die Post betrieb ihn als eigene Einheit mit Elektrolokomotiven, in Spitzenzeiten gab es bis zu 400 Rangierfahrten am Tag.

Das zugehörige Postamt SW 77 galt vor dem Zweiten Weltkrieg als das größte deutsche Paketumschlagspostamt.

Eine von Mix & Genest zwischen 1931 und 1940 gebaute Paketförderanlage konnte 200.000 bis 400.000 Sendungen pro Tag bewältigen.

Mehr als die Hälfte des gesamten Berliner Paketaufkommens lief über den Postbahnhof.

Während der deutschen Teilung war er der einzige Postbahnhof West-Berlins mit Verbindung zum Bundesgebiet.

Der elektrische Rangierdienst endete 1967, 1997 wurde der Postbahnhof stillgelegt.

Teile der Anlage dienten danach als Dresdener Bahnhof für Ausstellungen, 2005 wechselten die Eigentümer, es entstand das Veranstaltungszentrum STATION Berlin.

Das südliche Stellwerk Plw wurde in den Park am Gleisdreieck integriert und beherbergt heute einen Kiosk und ein Café.

Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Der Postbahnhof Luckenwalder Straße mit dem Stellwerk Plw, Aufnahme von 1986.
Der Postbahnhof Luckenwalder Straße mit dem Stellwerk Plw, Aufnahme von 1986. Foto: Roehrensee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Postbahnhof in Kreuzberg im Jahr 1987.
Der Postbahnhof in Kreuzberg im Jahr 1987. Foto: Lothar Weber, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Postbahnhof am Ostbahnhof: Packkammern in Friedrichshain

Der Postbahnhof am Ostbahnhof in Friedrichshain war ab 1907 ein wichtiger Knotenpunkt des Bahnpostverkehrs in Preußen und im östlichen Deutschland.

Die Kaiserliche Oberpostdirektion hatte den Bau eines zentralen Brief- und Paketverladepostamtes in Auftrag gegeben, die Hallen von Ankunfts- und Abgangs-Packkammer sind je etwa 100 Meter lang.

Genutzt wurde die Anlage bis weit nach 1945, auch in der DDR-Zeit.

Zum 30. Juni 1995 wurde der Bahnpostverkehr hier aufgegeben.

Die Gesamtanlage steht seit den späten 1990er Jahren unter Denkmalschutz, Packkammer, Wasserturm und Lokbrücke sind zusätzlich als Einzelbaudenkmale ausgewiesen.

2021 erwarb die Patrizia AG den Postbahnhof, die Hallen sollen zu Büroflächen umgenutzt werden, die Bauarbeiten begannen 2023.

Der Postbahnhof am Ostbahnhof in Friedrichshain, Aufnahme von 2009.
Der Postbahnhof am Ostbahnhof in Friedrichshain, Aufnahme von 2009. Foto: Photo: Andreas Praefcke, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der ehemalige Postbahnhof am Stralauer Platz, 2012.
Der ehemalige Postbahnhof am Stralauer Platz, 2012. Foto: Angela M. Arnold (44 penguins), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Rangierbahnhof Tempelhof: Wildnis im Südgelände

Der Rangierbahnhof Tempelhof ist heute als Natur-Park Südgelände bekannt.

Seine Geschichte erzählt der eigene Beitrag Der Rangierbahnhof Tempelhof.

Militärbahnhof Schöneberg: Die Bahn der Eisenbahntruppen

Der Bau des Militärbahnhofs Schöneberg begann 1873, kurz nach der Gründung des Eisenbahn-Bataillons, das in Kasernen in der damaligen Fiskalstraße, heute Kesselsdorfstraße, untergebracht war.

Zum Bahnhof im wilhelminischen Stil gehörten mehrere Schuppen und Werkstätten und ein Kriegsdepot mit Feldausrüstung für das Bataillon.

Südlich des Bahnhofs lag der Übungsplatz der Eisenbahntruppen.

Wenige Monate nach der Eröffnung der Berlin-Dresdner Bahn 1875 nahm die parallel verlaufende Militärbahn den Betrieb auf, sie führte zum Schießplatz Kummersdorf und nach Jüterbog.

1888 wurde die Militärbahn für die Allgemeinheit zugänglich.

Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Preußische Militäreisenbahn in zivile Verwaltung über, das Gleisnetz wurde für den Güterverkehr genutzt.

Das Bahnhofsgebäude an der Kolonnenstraße wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, die Ruine 1955 abgerissen.

Erhalten sind das frühere Verwaltungsgebäude an der Kolonnenstraße, heute die Havelland-Schule, und ein Lagergebäude in der Wilhelm-Kabus-Straße 39.

Das Gebäude der früheren Magazinverwaltung des Militärbahnhofs von 1899, 2013.
Das Gebäude der früheren Magazinverwaltung des Militärbahnhofs von 1899, 2013. Foto: A.fiedler, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das frühere Geschäftshaus der Eisenbahnbrigade von 1893, heute ein Gebäude der Havelland-Grundschule, 2013.
Das frühere Geschäftshaus der Eisenbahnbrigade von 1893, heute ein Gebäude der Havelland-Grundschule, 2013. Foto: A.fiedler, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das Gelände des früheren Militärbahnhofs mit der Trasse des Verbindungsgleises zur Dresdner Bahn, 2013.
Das Gelände des früheren Militärbahnhofs mit der Trasse des Verbindungsgleises zur Dresdner Bahn, 2013. Foto: A.fiedler, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Auswandererbahnhof Ruhleben: Kontrolle auf dem Weg nach Amerika

Der Auswandererbahnhof Ruhleben war zwischen 1891 und 1914 eine Durchgangs- und Kontrollstation für Emigranten an der Berlin-Hamburger Bahn.

Hier mussten sich die aus dem Osten kommenden Auswanderer registrieren, desinfizieren und ärztlich untersuchen lassen, bevor sie zu den Häfen in Bremerhaven und Hamburg weiterreisen durften.

Betrieben wurde er von den Transportgesellschaften HAPAG und Norddeutscher Lloyd, die so die Auswandererströme besser kontrollieren wollten.

Der Betrieb begann am 11. November 1891.

Auf dem Gelände standen drei Unterkunftsbaracken für jeweils ungefähr 200 Personen, dazu kamen eine Desinfektionsanstalt mit Duschräumen, eine Isolierstation mit 24 Betten und eine Kantine.

Die Desinfektionsanstalt wurde wegen der großen Hamburger Choleraepidemie von 1892 eingerichtet.

Allein 1913 durchliefen mehr als 193.000 sogenannte Durchwanderer den Bahnhof.

1914 wurde der Auswandererbahnhof geschlossen, der geplante Umzug nach Wustermark fand wegen des Ersten Weltkriegs nicht mehr statt.

Die verbliebene Unterkunftsbaracke wurde nach Aufhebung des Denkmalschutzes im August 2012 abgerissen.

Der Lageplan des Auswandererbahnhofs Ruhleben aus dem Centralblatt der Bauverwaltung, 1893.
Der Lageplan des Auswandererbahnhofs Ruhleben aus dem Centralblatt der Bauverwaltung, 1893. Foto: Unknown author Unknown author, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Aufnahme vom Gelände des Auswandererbahnhofs Ruhleben aus dem Jahr 2010.
Aufnahme vom Gelände des Auswandererbahnhofs Ruhleben aus dem Jahr 2010. Foto: Alexrk2, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Eine weitere Aufnahme vom Gelände des Auswandererbahnhofs Ruhleben, 2010.
Eine weitere Aufnahme vom Gelände des Auswandererbahnhofs Ruhleben, 2010. Foto: Alexrk2, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Siemensstadt-Fürstenbrunn: Der Bahnhof der Siemens-Arbeiter

Der Bahnhof Siemensstadt-Fürstenbrunn lag an der Hamburger Bahn, nicht an der Siemensbahn.

Siemens finanzierte den Bau, am 1. Juni 1905 wurde er zunächst als Haltepunkt unter dem Namen Fürstenbrunn eröffnet.

Zu Schichtwechselzeiten war er stark besucht und bekam 1906 und 1907 ein zweites Gleis und eine Kehranlage, den Namenszusatz Siemensstadt erhielt er am 1. April 1925.

Mit der Inbetriebnahme der Siemensbahn am 18. Dezember 1929 ging die Fahrgastzahl deutlich zurück.

Als Folge von Mauerbau und S-Bahn-Boykott sank sie ab 1961 stark, 1976 lag sie bei durchschnittlich 67 Personen am Tag.

Nach dem Eisenbahnerstreik von 1980 wurde der S-Bahn-Betrieb zwischen Jungfernheide und Spandau am 17. September 1980 nicht mehr aufgenommen.

Das Empfangsgebäude wurde im März 1987 abgerissen, der Bahnsteig im November 1996, beim Bau der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin wurden die Reste beseitigt.

VORHER · 1905

Der Bahnhof Fürstenbrunn an der Berlin-Lehrter Eisenbahn auf einer Postkarte.

Der Bahnhof Fürstenbrunn an der Berlin-Lehrter Eisenbahn auf einer Postkarte. Foto: Ludwig Pechner, Charlottenburg, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
NACHHER · 1986

Der Bahnhof Siemensstadt-Fürstenbrunn, sechs Jahre nach der Schließung.

Der Bahnhof Siemensstadt-Fürstenbrunn, sechs Jahre nach der Schließung. Foto: Roehrensee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Eine weitere Aufnahme des Bahnhofs Siemensstadt-Fürstenbrunn aus dem Jahr 1986.
Eine weitere Aufnahme des Bahnhofs Siemensstadt-Fürstenbrunn aus dem Jahr 1986. Foto: Roehrensee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Berlin-Rudow: Das Ende der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn

Der Bahnhof Rudow wurde am 27. September 1900 von der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn eröffnet, später hieß sie Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn.

Während der Berlin-Blockade wurde die Strecke 1948 an der Stadtgrenze unterbrochen, Rudow wurde dadurch Endbahnhof für den Güterverkehr.

Der Personenverkehr endete am 1. Mai 1955, der Güterverkehr 1982, danach wurde die Strecke im Bereich des Bahnhofs abgebaut.

Das Bahnhofsgebäude wurde bis 2025 gewerblich genutzt und im April 2026 abgerissen.

Wuhlheide: Ein Rangierbahnhof, der nie fertig wurde

Am 14. Mai 1938 begannen beim Bahnhof Wuhlheide umfangreiche Erdarbeiten für einen neuen Verschiebebahnhof, der die Rangierbahnhöfe Rummelsburg und Lichtenberg-Friedrichsfelde ersetzen sollte.

Geplant war eine tägliche Leistung von 5000 Wagen, mit einer Einfahrgruppe von 23 Gleisen und einer Ausfahrgruppe von 28 Gleisen.

Am 21. Januar 1942 wurde der Bau wegen fehlender Arbeitskräfte eingestellt, an der Straße Alt-Friedrichsfelde blieben Brückenwiderlager für die geplante Einfahrgruppe bis heute erhalten.

Ab 1951 entstand ein deutlich bescheidenerer Rangierbahnhof, der am 1. Oktober 1953 in Betrieb ging.

Er war etwa vier Kilometer lang und wurde 1985 an das elektrifizierte Netz der Reichsbahn angeschlossen.

Am 10. Januar 1994 wurde der Betrieb eingestellt, die Ausfahrgruppe wurde 2003 stillgelegt.

Heute liegt auf dem Gelände das Naturschutzgebiet Biesenhorster Sand, wenige Gleise und eine Wagenausbesserungshalle sind erhalten.

Das alte Brückenwiderlager an der Straße Alt-Friedrichsfelde für die geplante Einfahrgruppe des Rangierbahnhofs Wuhlheide, 2009.
Das alte Brückenwiderlager an der Straße Alt-Friedrichsfelde für die geplante Einfahrgruppe des Rangierbahnhofs Wuhlheide, 2009. Foto: Angela Monika Arnold, Berlin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Güterzug am ehemaligen Rangierbahnhof Wuhlheide, Aufnahme von 2010.
Güterzug am ehemaligen Rangierbahnhof Wuhlheide, Aufnahme von 2010. Foto: kaffeeeinstein, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Die Geschichte in Daten

1871 bis 1874: Bau der Gebäude des Anhalter Güterbahnhofs.

1891: Der Auswandererbahnhof Ruhleben nimmt den Betrieb auf.

1900: Der Bahnhof Rudow wird eröffnet.

1905: Eröffnung des Haltepunkts Fürstenbrunn.

1913: Eröffnung des Postbahnhofs Luckenwalder Straße.

1914: Der Auswandererbahnhof Ruhleben wird geschlossen.

1953: Der Rangierbahnhof Wuhlheide geht in Betrieb.

1955: Der Militärbahnhof Schöneberg wird als Ruine abgerissen.

1980: S-Bahn-Verkehr in Siemensstadt-Fürstenbrunn endet.

1994: Der Rangierbahnhof Wuhlheide wird stillgelegt.

1995: Der Bahnpostverkehr am Ostbahnhof endet.

1997: Der Postbahnhof Luckenwalder Straße wird stillgelegt.

2026: Das Bahnhofsgebäude Rudow wird abgerissen.

Häufige Fragen

Welche Orte behandelt dieser Beitrag?
Den Anhalter Güterbahnhof, die Postbahnhöfe Luckenwalder Straße und Ostbahnhof, den Militärbahnhof Schöneberg, den Auswandererbahnhof Ruhleben, Siemensstadt-Fürstenbrunn, Rudow und den Rangierbahnhof Wuhlheide.
Liegt Siemensstadt-Fürstenbrunn an der Siemensbahn?
Nein, der Bahnhof lag an der Hamburger Bahn.
Was ist aus dem Anhalter Güterbahnhof geworden?
Ein Teil gehört zum Park am Gleisdreieck, im östlichen Kopfbau sitzt das Science Center Spectrum des Technikmuseums.
Wofür diente der Auswandererbahnhof Ruhleben?
Als Durchgangs- und Kontrollstation für Auswanderer aus Osteuropa auf dem Weg zu den Häfen in Bremerhaven und Hamburg.
Wann wurde das Bahnhofsgebäude Rudow abgerissen?
Im April 2026.

Diese neun Orte zeigen, wie viel Bahn in Berlin außerhalb der Fernbahnhöfe stattfand und wie unterschiedlich ihre Nachnutzung ausfiel: als Park, Museum, Veranstaltungsort, Naturschutzgebiet oder Brache.

Quellen und Bildrechte

Wikipedia: Berlin Anhalter Bahnhof · Wikipedia: Postbahnhof Luckenwalder Straße · Wikipedia: Postbahnhof am Ostbahnhof · Inseltour Berlin: Militärbahnhof Schöneberg · Wikipedia: Auswandererbahnhof Ruhleben · Wikipedia: Bahnhof Siemensstadt-Fürstenbrunn · Wikipedia: Bahnhof Berlin-Rudow · Wikipedia: Berlin Wuhlheide Rangierbahnhof

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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