Ortstermin
„Hier teilt sich die Strecke wie ein Keil, links geht es nach Berlin und rechts nach Polen.“
Der Bahnhof Pasewalk, ein Keilbahnhof zwischen Stralsund und Stettin
→ Ein Ortstermin in Vorpommern.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Pasewalk ging am 16. März 1863 in Betrieb und ist als Keilbahnhof angelegt. Neben Stralsund ist er der wichtigste Knotenbahnhof in Vorpommern.
Am Rand von Vorpommern, nahe der Grenze zu Brandenburg und Polen, liegt die Kleinstadt Pasewalk.
Sie trägt den Beinamen Kürassierstadt, nach einem berühmten Reiterregiment.
Ihr Bahnhof ist ein Knoten, an dem sich die Wege nach Berlin, Stralsund und Stettin trennen.

Eröffnet im März 1863
Im Jahr 1863 bekam Pasewalk einen Bahnanschluss.
Die Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft eröffnete eine Bahn von Angermünde nach Stralsund.
Der Personen- und Güterverkehr begann offiziell am 16. März 1863.
Gleichzeitig ging eine Zweigbahn nach Stettin in Betrieb.

Ein Keilbahnhof
Der Bahnhof ist als sogenannter Keilbahnhof angelegt.
Das Empfangsgebäude liegt dabei zwischen zwei auseinanderlaufenden Strecken.
Die östliche Seite dient dem Verkehr in Richtung Stettin, die westliche dem Verkehr in Richtung Angermünde.
Im Norden sind beide Strecken miteinander verknüpft.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Pasewalk ging am 16. März 1863 mit der Strecke Angermünde–Stralsund und der Zweigbahn nach Stettin in Betrieb. Er ist ein Keilbahnhof und nach Stralsund der wichtigste Knoten in Vorpommern.
Hier halten Intercity-, Eurocity- und ICE-Züge. Die Stadt heißt wegen des früheren Kürassier-Regiments Königin auch Kürassierstadt.
Zwei Strecken kreuzen sich
In Pasewalk kreuzen sich die Strecke von Angermünde nach Stralsund und die Strecke von Bützow nach Stettin.
Neben dem Stralsunder Hauptbahnhof ist Pasewalk der wichtigste deutsche Knotenbahnhof in Vorpommern.
Hier halten Intercity-, Eurocity- und ICE-Züge.
Für eine Stadt mit knapp 10.000 Einwohnern ist das bemerkenswert.

Der verschwundene Rangierbahnhof
Im Norden des Bahnhofs lagen früher große Anlagen für den Güterverkehr.
Es gab einen zweiseitigen Rangierbahnhof, auf dem Güterzüge neu zusammengestellt wurden.
Seit den 1990er Jahren wurden diese Anlagen kaum noch genutzt.
Inzwischen sind sie abgerissen.

Die Kürassierstadt
Pasewalk war lange Garnisonsstadt des Kürassier-Regiments Königin.
Deshalb trägt die Stadt bis heute den Namen Kürassierstadt.
Der frühere Marstall der Kürassiere ist heute das Kulturforum Historisches U.
Dort finden Konzerte, Theater, Lesungen und Ausstellungen statt.

Zwei alte Kirchen
Die älteste Kirche der Stadt ist St. Nikolai, erstmals 1176 erwähnt.
Ihr achteckiger Turmaufsatz wurde im April 1945 zerstört und durch ein einfaches Spitzdach ersetzt.
Die Marienkirche ist eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert.
Ein Kunsthistoriker nannte sie eines der schönsten Denkmäler Pommerns.

Ein Museum im Stadttor
Das Museum der Stadt befindet sich im Prenzlauer Tor.
Es zeigt die Ur- und Frühgeschichte der Region zwischen Uecker und Randow.
Außerdem erzählt es von der Stadt- und Garnisonsgeschichte.
Eine Besonderheit ist die größte ausgestellte Sammlung zum pommerschen Zeichner Paul Holz.

Eine alte Poststation
Schon vor der Eisenbahn war Pasewalk ein Verkehrsknoten.
Ab 1825 zweigte hier von der Postlinie Berlin–Stralsund eine Linie nach Stettin ab.
Die Eisenbahn folgte später fast genau diesem Muster.
Pasewalk war also schon lange ein Ort, an dem sich Wege trennen.

Ankommen in Pasewalk
Der Bahnhof liegt am nördlichen Stadtrand.
Von dort erreicht man die Altstadt mit Kirchen und Stadttor in wenigen Minuten.
Die Uecker fließt durch die Stadt und lädt zu Spaziergängen ein.
Wer weiterreist, hat von hier Anschluss nach Berlin, an die Ostsee und nach Polen.

Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Seit wann hat Pasewalk einen Bahnhof?
Was ist ein Keilbahnhof?
Welche Strecken kreuzen sich hier?
Halten hier Fernzüge?
Warum Kürassierstadt?
Weiterfahrt
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