Ortstermin
„Dieser Bahnhof wurde 1875 ganz ohne Feier eröffnet, und trotzdem halten hier heute Intercitys.“
Der Bahnhof Elsterwerda, wo die Strecke aus Riesa auf die Dresdner Bahn trifft
→ Ein Ortstermin im Elbe-Elster-Land.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Elsterwerda wurde am 17. Juni 1875 mit der Strecke Berlin–Dresden eröffnet. Hier trifft die Strecke aus Riesa auf die Hauptbahn, und neben Regionalzügen hält auch der Intercity.
Im Süden Brandenburgs, nahe der Grenze zu Sachsen, liegt die Kleinstadt Elsterwerda.
Sie gehörte bis 1815 zu Kursachsen und trägt bis heute ein sächsisches Erbe mit sich.
Ihr Bahnhof ist ein kleiner Knoten, an dem Züge nach Berlin, Dresden, Chemnitz und Cottbus abfahren.

Eröffnet ohne Feier
Der Bahnhof Elsterwerda ging am 17. Juni 1875 in Betrieb.
An diesem Tag wurde die Bahnstrecke von Berlin nach Dresden eröffnet, allerdings ganz ohne öffentliche Feier.
Erster Bahnmeister der Station wurde ein Herr Bruttloff.
Schon im Juli 1875 fuhren Sonderzüge von Berlin zu einer Industrieausstellung nach Dresden.

Ein Gebäude in amerikanischer Bauweise
Das Bahnhofsgebäude errichtete der Elsterwerdaer Maurermeister Friedrich Jage.
Er baute es nach den Vorgaben der Berlin-Dresdener Eisenbahn-Gesellschaft in amerikanischer Holzbauweise.
Damals hatte das Gebäude drei Stockwerke.
Jage wurde später Ehrenbürger der Stadt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Elsterwerda wurde am 17. Juni 1875 mit der Strecke Berlin–Dresden eröffnet, im Oktober 1875 kam die Strecke aus Riesa hinzu. 1997 entgleiste hier ein Güterzug mit 22 Benzin-Kesselwagen und explodierte.
Nach dem Umbau bis Juli 2015 hat der Bahnhof zwei 55 Zentimeter hohe Bahnsteige. Neben Regionalzügen hält der Intercity der Linie IC 17.
Die Strecke aus Riesa
Am 15. Oktober 1875 wurde auch die 22 Kilometer lange Strecke von Riesa nach Elsterwerda eröffnet.
Seitdem ist der Bahnhof ein Knoten zwischen der Elbe und der Hauptstrecke nach Berlin.
Güterzüge und Reisezüge wechseln hier die Richtung.
Bis heute prägt diese Verbindung den Betrieb.

Intercity und Regionalzüge
In Elsterwerda hält der Intercity der Linie IC 17 zwischen Chemnitz, Dresden, Berlin und Rostock.
Dazu kommen der Regional-Express RE 8 nach Berlin und Wismar und werktags der RE 13 nach Cottbus.
Regionalbahnen fahren nach Dresden-Neustadt und nach Chemnitz.
Außerdem rollen tschechische Railjets und Intercitys ohne Halt durch den Bahnhof.

Das Unglück von 1997
Bekannt wurde der Bahnhof durch das Zugunglück von Elsterwerda im Jahr 1997.
Damals entgleiste auf dem Bahnhofsgelände ein Güterzug mit 22 Kesselwagen voller Benzin.
Die Wagen gerieten in Brand und explodierten.
Das Unglück ist bis heute vielen Menschen in der Region in Erinnerung.

Umbau bis 2015
Im Juli 2015 wurde ein großer Umbau des Bahnhofs abgeschlossen.
Seitdem gibt es einen Hausbahnsteig mit 292 Metern und einen Inselbahnsteig mit 320 Metern Länge.
Beide sind 55 Zentimeter hoch, was den Einstieg erleichtert.
Eine Unterführung verbindet die Bahnsteige miteinander.

Das Schloss von August dem Starken
Das Schloss Elsterwerda entstand Anfang des 18. Jahrhunderts als Jagdschloss.
An seiner Stelle stand vermutlich schon im 13. Jahrhundert eine Burg.
August der Starke erwarb das Schloss im Jahr 1727 und ließ es von seinem Hofbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann umbauen.
Pöppelmann ist vor allem als Baumeister des Dresdner Zwingers bekannt.

Am Rand des Schradens
Elsterwerda liegt am westlichen Rand des Schradens, einer Niederung der Schwarzen Elster.
Nördlich beginnt der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.
Die flache Landschaft eignet sich gut für Radtouren.
Wege führen entlang der Elster durch Wiesen und Wälder.

Ankommen in Elsterwerda
Vom Bahnhof ist es nicht weit ins Stadtzentrum mit dem Schloss.
Im April lockt ein großes Frühlingsfest viele Besucher in die Stadt.
Für Radfahrer ist Elsterwerda ein guter Startpunkt in die Niederlausitz.
Und wer weiter will, hat hier Züge in vier Himmelsrichtungen.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Häufige Fragen
Seit wann hat Elsterwerda einen Bahnhof?
Welche Strecken treffen sich hier?
Hält hier ein Intercity?
Was geschah 1997?
Wer baute das Schloss um?
Weiterfahrt
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