Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: In Paris ist die nächste Métro-Station im Durchschnitt nur rund 500 Meter entfernt.“
Wie viele Stationen hat die Pariser Métro?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Pariser Métro hat 321 Stationen. Weil viele davon von mehreren Linien bedient werden, zählt man sogar 405 Haltepunkte.
Die Métro ist das U-Bahn-System der französischen Hauptstadt und eines der größten der Welt.
Ihr Name ist eine Kurzform von Chemin de fer métropolitain, also etwa großstädtische Eisenbahn.
Wie viele Stationen sie hat und was diese besonders macht, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
321
Stationen
mit 405 Haltepunkten
245,6 km
Streckennetz
auf 16 Linien
500 m
Abstand der Stationen
im Durchschnitt
Täglich benutzen etwa 4,3 Millionen Menschen die Pariser Métro.
321 Stationen, 405 Haltepunkte
Die Pariser Métro hat 321 Stationen.
Weil an vielen davon mehrere Linien halten, kommt man auf insgesamt 405 Haltepunkte.
Bedient werden sie von 16 voneinander unabhängigen Linien auf einem Netz von 245,6 Kilometern.
Damit gehört die Métro zu den größten U-Bahn-Netzen der Welt.

Alle 500 Meter eine Station
Typisch für Paris ist die hohe Dichte des Netzes innerhalb der Stadt.
Im Durchschnitt liegen zwei Stationen nur rund 500 Meter auseinander.
In der Innenstadt sind die Abstände oft sogar noch kürzer.
Die fünf Linien des RER-Netzes haben dagegen deutlich größere Abstände zwischen ihren Halten.
Gut zu wissen
Betrieben wird die Métro vom Verkehrsunternehmen RATP. Die Züge beziehen ihren Strom mit 750 Volt Gleichspannung aus einer Stromschiene. Außer auf den fünf Gummireifen-Linien fahren sie auf herkömmlichen Schienen in Normalspur.
Zum Nahverkehr der Hauptstadtregion gehören neben Métro und RER auch Vorortzüge, 15 Straßenbahnlinien und etwa 1500 Buslinien. In der Region Île-de-France leben rund 12,6 Millionen Menschen.
Umsteigen in Châtelet
Der größte Knoten ist der Bahnhof Châtelet-Les Halles im Zentrum der Stadt.
Dort kreuzen sich fünf Métrolinien und drei Linien des RER.
Er gilt als einer der größten unterirdischen Bahnhöfe der Welt.
Métro und RER halten auch am Gare du Nord, dem meistfrequentierten Bahnhof der Welt außerhalb Asiens.
Die Eingänge von Guimard
Berühmt ist die Pariser Métro für ihre Stationseingänge.
Die Eingänge der Anfangszeit gestaltete Hector Guimard im Stil des Art Nouveau aus verschlungenen Eisenträgern.
Heute sind noch 86 dieser Eingänge erhalten, und sie gelten als ein bekanntes Symbol der Stadt.
Später kamen Zugänge im Stil des Art déco hinzu.
Anderthalb Milliarden Fahrgäste
Im Jahr 2025 zählte die Pariser Métro rund 1,523 Milliarden Fahrgäste.
Täglich benutzen etwa 4,3 Millionen Menschen die Métro.
Im gleichen Jahr entfielen 34 Prozent aller Fahrgäste im Nahverkehr der Region Île-de-France auf die Métro.
Insgesamt waren dort 2025 rund 4,54 Milliarden Fahrgäste unterwegs, also etwa 12,4 Millionen pro Tag.
In der Stadt selbst macht die Métro rund 20 Prozent des gesamten Verkehrs aus, nach den Fußgängern der zweitgrößte Anteil.
Start zur Weltausstellung 1900
Die erste Linie der Pariser Métro wurde am 19. Juli 1900 zur Weltausstellung eröffnet.
Sie war nach London, Liverpool, Budapest und Glasgow die fünfte U-Bahn der Welt.
Zuvor war zwischen 1852 und 1869 bereits die Ringbahn Petite Ceinture entstanden, auf der auch Fahrgäste befördert wurden.
Schon bei der Weltausstellung 1889 hatte ein leistungsfähiges Nahverkehrsmittel gefehlt.
Für die Ausstellung im Jahr 1900 erhielt die Stadt Paris deshalb das Recht, ein eigenes U-Bahn-Netz einzurichten.
Züge auf Gummireifen
Die Pariser Métro war die erste U-Bahn der Welt, deren Züge auf gasgefüllten Gummireifen fahren.
Die Reifen sind mit Stickstoff gefüllt, damit bei einem blockierenden Rad kein Brand entsteht.
Auf der Linie 11 rollen solche Züge seit 1956, auf der Linie 1 seit 1964, auf der Linie 4 seit 1966 und auf der Linie 6 seit 1972.
Auch die Linie 14 nutzt das System seit ihrer Eröffnung im Jahr 1998.
Züge ohne Fahrer
Die erste fahrerlose Métrolinie war die neu gebaute Linie 14, deren erster Abschnitt 1998 in Betrieb ging.
In den Jahren 2011 und 2012 wurde auch die Linie 1 auf fahrerlosen Betrieb umgestellt.
Bis Januar 2024 folgte die Linie 4, deren 29 Stationen dafür Türen an den Bahnsteigen erhielten.
Schon 1993 hatte die Zubringerbahn Orlyval zum Flughafen Orly als erste fahrerlose Strecke des Betreibers RATP begonnen.
Alle zwei Minuten ein Zug
Die Züge fahren von etwa 5 Uhr morgens bis zwischen 0.30 und 1 Uhr nachts.
Seit Dezember 2007 fahren sie in den Nächten zum Samstag, zum Sonntag und vor Feiertagen bis 2.15 Uhr.
Einen klassischen Fahrplan gibt es nicht, die Métro fährt nach festen Takten.
In den Stoßzeiten kommt alle zwei Minuten ein Zug, auf den besonders vollen Linien 1 und 4 sogar etwa alle anderthalb Minuten.
Das Netz des RER
Seit den 1970er Jahren ergänzen die Linien des RER die Métro.
Sie fahren in der Stadt ebenfalls unterirdisch, führen aber vor allem in die Vororte.
Ihr Netz umfasste 2024 insgesamt 608 Kilometer mit 252 Haltepunkten.
Täglich befördern die RER-Züge etwa 2,7 Millionen Fahrgäste.
46 neue Stationen im Bau
Im Februar 2026 waren rund 162,5 neue Streckenkilometer im Bau.
Dazu gehören 46 neue Stationen.
Vorrang haben die Linien 15 bis 19 des Großprojekts Grand Paris Express.
Bis auf die Linie 19 sollen sie möglichst bis zum Jahr 2031 in Betrieb gehen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
