Ortstermin
„Hier fährt der Zug seit 2009 bis ans Wasser, auf einem alten Gleis zum Hafen.“
Der Bahnhof Ueckermünde, Endstation direkt am Stadthafen
→ Ein Ortstermin am Stettiner Haff.
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Kurz gesagt
Die Bahn erreichte Ueckermünde am 15. September 1884. Seit 2009 fahren die Züge auf einem alten Hafengleis weiter bis zum Stadthafen, direkt an der Altstadt.
Im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, dort wo die Uecker ins Stettiner Haff mündet, liegt Ueckermünde.
Die kleine Hafenstadt ist bekannt für ihren Tierpark, ihre Altstadt und ein Schloss der pommerschen Herzöge.
Und für eine Bahnstrecke, die vor wenigen Jahren noch einmal verlängert wurde.

Eröffnet im Jahr 1884
Am 15. September 1884 wurde die Bahnstrecke von Jatznick nach Ueckermünde eröffnet.
Der alte Bahnhof lag südöstlich des Stadtzentrums.
Er befand sich bei Kilometer 162,3, gezählt von Berlin aus.
Von hier führte außerdem ein Anschlussgleis zum Hafen der Stadt.

Die erste Dienstvorsteherin
Im Jahr 1952 arbeitete im Bahnhof Ueckermünde die erste weibliche Dienstvorsteherin der Deutschen Reichsbahn.
Das war damals eine kleine Sensation.
Frauen in leitenden Positionen bei der Bahn waren noch sehr selten.
Der kleine Bahnhof am Haff schrieb damit ein Stück Bahngeschichte.

Gut zu wissen
Die Bahnstrecke Jatznick–Ueckermünde wurde am 15. September 1884 eröffnet. Seit 2009 fahren die Züge auf dem alten Hafengleis weiter bis zum neuen Haltepunkt Ueckermünde Stadthafen, der alte Bahnhof wurde aufgegeben und steht unter Denkmalschutz.
Im Jahr 1952 arbeitete in Ueckermünde die erste weibliche Dienstvorsteherin der Deutschen Reichsbahn. Der Südflügel des Herzogsschlosses stammt von 1546.
Verlängert bis zum Hafen
Im Jahr 2009 wurde der Personenverkehr auf der alten Anschlussstrecke zum Hafen aufgenommen.
Seitdem enden die Züge am neuen Haltepunkt Ueckermünde Stadthafen.
Ein weiterer neuer Halt entstand am Busbahnhof, etwa 700 Meter nordwestlich des alten Bahnhofs.
So wurde aus einer Endstation am Stadtrand eine Endstation mitten im Leben.

Der alte Bahnhof
Der alte Bahnhof Ueckermünde wurde für Reisende aufgegeben.
Sein Empfangsgebäude und einige Nebengebäude stehen heute unter Denkmalschutz.
Sie erinnern an die Zeit, als der Bahnhof das Tor zur Stadt war.
Heute steigen die Reisenden an den neuen Halten näher an der Altstadt aus.

Eine seltene Neubaustrecke
Die Verlängerung zum Stadthafen gilt als eine der wenigen neuen Strecken im Nahverkehr der letzten Jahrzehnte.
Meist wurden Bahnen in kleinen Städten eher stillgelegt.
In Ueckermünde ging man den umgekehrten Weg.
Das hat die Bahn für Einheimische und Gäste deutlich attraktiver gemacht.

Das Schloss der Herzöge
Der Südflügel des ehemaligen pommerschen Herzogsschlosses wurde 1546 errichtet.
Dabei wurde der Turm eines älteren Baus mit einbezogen.
Heute befinden sich darin ein Museum und die Stadtverwaltung.
Vom Schloss sind es nur wenige Schritte bis zum Hafen.

Die Marienkirche
Die barocke Marienkirche stammt aus dem Jahr 1766.
Im Innern gibt es eine Empore und einen sehenswerten Kanzelaltar von 1775.
Der neugotische Westturm wurde 1863 ergänzt.
Rund um Kirche und Markt stehen viele Fachwerk- und Giebelhäuser.

Eine Stadt mit schwerer Geschichte
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Ueckermünde fast vollständig zerstört.
Von rund 1600 Einwohnern überlebten nur 15.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden viele Gebäude, die die Altstadt bis heute prägen.
Der Verlauf der alten Stadtmauer ist im Stadtgrundriss noch zu erkennen.

Ankommen am Haff
Wer am Stadthafen aussteigt, steht fast schon am Wasser.
Das Alte Bollwerk, die Altstadt und das Schloss liegen direkt nebenan.
Ein Strandbad am Stettiner Haff lädt im Sommer zum Baden ein.
Und der Tierpark ist ein beliebtes Ziel für Familien.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Seit wann fährt die Bahn nach Ueckermünde?
Wo halten die Züge heute?
Seit wann fahren die Züge bis zum Hafen?
Was geschah 1952 am Bahnhof?
Was ist im Schloss?
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