Ortstermin: Dresden Hauptbahnhof

Ortstermin

„Blicken Sie nach oben: Das lichte Dach über den Bahnsteigen ist ein Werk von Weltrang.“

Dresden Hauptbahnhof: Foster-Dach und zwei Bahnhöfe in einem

→ Ein Membrandach von Norman Foster und eine seltene Bauform – wir sehen es uns an.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Der Dresdner Hauptbahnhof ist eine Besonderheit: Er ist Kopf- und Durchgangsbahnhof zugleich, überspannt von einem lichtdurchlässigen Membrandach des Stararchitekten Norman Foster. Wir haben ihn besucht.

Dresden, die sächsische Landeshauptstadt, leistet sich einen besonders schönen Hauptbahnhof. Der prächtige Bau stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts und war schon damals ein Schmuckstück.

Seine größte Besonderheit sieht man erst auf den zweiten Blick. Über den Bahnsteigen spannt sich ein lichtdurchlässiges Dach, das den Bahnhof in ein weiches, helles Licht taucht.

Bahnsteighalle des Dresdner Hauptbahnhofs mit Membrandach
Foto: Slyronit, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Fassade des Dresdner Hauptbahnhofs
Foto: AsdrenJonuzi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Die wiederaufgebaute Frauenkirche in der Dresdner Altstadt
Foto: Ronny Kreutel – Kausalkette, Public domain, via Wikimedia Commons

Ein Dach von Norman Foster

Dieses Dach ist ein Werk von Weltrang. Der berühmte britische Architekt Norman Foster gestaltete es bei der großen Sanierung des Bahnhofs. Statt schwerer Ziegel oder Glasplatten wählte er eine leichte Membran.

Das Material ist ein mit Teflon beschichtetes Glasgewebe. Es lässt viel Tageslicht herein, ist aber leicht und witterungsbeständig. So wirkt die große Halle hell und freundlich, fast wie unter freiem Himmel.

Von außen ist der Bahnhof ein historischer Prachtbau, von innen ein modernes Lichtspiel. Diese Verbindung von alter Substanz und neuer Architektur macht seinen besonderen Reiz aus.

Halle des Dresdner Hauptbahnhofs
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Steuerwagen eines Regionalzuges im Dresdner Hauptbahnhof
Foto: Falk2, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Kopf- und Durchgangsbahnhof zugleich

Noch eine Besonderheit macht Dresden einzigartig: Er ist Kopf- und Durchgangsbahnhof in einem. Einige Gleise enden hier wie an einem Kopfbahnhof, andere führen durch den Bahnhof hindurch.

Diese Mischung ist selten. Sie entstand aus der Lage der Stadt und den Strecken, die hier zusammentreffen. Für die Reisenden bedeutet sie kurze Wege, egal ob ihr Zug endet oder weiterfährt.

Bahnsteige im Dresdner Hauptbahnhof
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Der Dresdner Hauptbahnhof um 1900
Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons
Innenansicht des Dresdner Hauptbahnhofs
Foto: Christian Alexander Tietgen, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten für Sachsen

Der Bahnhof ist ein wichtiger Knoten. Fernzüge Richtung Berlin, Leipzig und Prag halten hier, dazu Regionalzüge und die S-Bahn. Für ganz Sachsen ist Dresden ein zentraler Umsteigepunkt.

Unter dem hellen Dach mischen sich so ICE, Regionalbahnen und S-Bahnen. Das rege Treiben zeigt, dass der schöne Bahnhof kein Museum ist, sondern ein lebendiger Verkehrsort.

S-Bahn im Dresdner Hauptbahnhof
Foto: Pedalito, CC0, via Wikimedia Commons
Der Glockenspielpavillon im Dresdner Zwinger
Foto: CEphoto, Uwe Aranas, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Aufwendig saniert

Der Bahnhof, den wir heute sehen, ist das Ergebnis einer jahrelangen Sanierung. Anfang der 2000er Jahre wurde er von Grund auf erneuert. Das Foster-Dach war der spektakulärste Teil dieser Arbeiten.

Ein Hochwasser der Elbe setzte dem Bahnhof während der Bauzeit schwer zu. Doch die Arbeiten wurden fortgesetzt, und am Ende stand ein Bahnhof, der Geschichte und Moderne auf schönste Weise vereint.

Unser Ortstermin zeigt: Der Dresdner Hauptbahnhof ist ein architektonisches Juwel. Das lichte Foster-Dach und die seltene Mischung aus Kopf- und Durchgangsbahnhof machen ihn zu einem der schönsten Bahnhöfe Deutschlands.

Dresden Hauptbahnhof von außen
Foto: Stefan Kühn, CC0, via Wikimedia Commons
Umbau des Dresdner Hauptbahnhofs mit der neuen Dachmembran im Jahr 2004
Foto: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Wiener Platz vor dem Dresdner Hauptbahnhof
Foto: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof, der Geschichte sah

Der Dresdner Hauptbahnhof hat viel erlebt. Er wurde im Krieg schwer beschädigt und danach wieder aufgebaut. Zu DDR-Zeiten war er ein wichtiger Knoten, wenn auch in die Jahre gekommen.

Erst die große Sanierung nach der Jahrtausendwende gab ihm sein heutiges Gesicht. Das Foster-Dach machte aus dem alten Bau ein modernes Wahrzeichen, ohne seine Geschichte zu verleugnen.

Der Triebwagen VT 18.16 im Dresdner Hauptbahnhof, aufgenommen 1967
Foto: Bybbisch94, Christian Gebhardt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Historische Ansicht von Dresden um 1900
Foto: Detroit Publishing Co., Public domain, via Wikimedia Commons

Tor zur schönen Stadt

Für viele Besucher ist der Bahnhof der erste Eindruck von Dresden. Wer die weltberühmte Altstadt mit Frauenkirche und Zwinger sehen will, kommt oft hier an. Der schöne Bahnhof stimmt schon auf die Pracht der Stadt ein.

Vom Hauptbahnhof führt die berühmte Prager Straße direkt ins Zentrum. So verbindet der Bahnhof den Fernverkehr nahtlos mit dem Herzen der sächsischen Landeshauptstadt.

So bleibt der Eindruck eines Bahnhofs, der Mut zur Moderne beweist. Das lichte Foster-Dach zeigt, dass sich ein historischer Bau und kühne Architektur nicht ausschließen, sondern wunderbar ergänzen können.

Wer unter diesem Dach steht und das Licht auf sich wirken lässt, versteht schnell, warum der Dresdner Hauptbahnhof zu den schönsten des Landes zählt.

Für Dresden ist der Bahnhof damit weit mehr als ein Verkehrsknoten: Er ist ein Aushängeschild der Stadt und ein würdiger Auftakt für alle, die die Elbmetropole besuchen.

So verbindet der Dresdner Hauptbahnhof auf einzigartige Weise das 19. und das 21. Jahrhundert – ein prächtiger Altbau unter einem Dach von morgen.

Kurz erklärt

Dresden Hauptbahnhof: prächtiger Bau vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Über den Bahnsteigen ein lichtdurchlässiges Membrandach von Norman Foster.

Seltene Bauform: Kopf- und Durchgangsbahnhof in einem.

Anfang der 2000er Jahre aufwendig saniert, trotz eines Elbe-Hochwassers.

Häufige Fragen zum Dresdner Hauptbahnhof

Was ist das Besondere am Dach?
Es ist ein lichtdurchlässiges Membrandach des Architekten Norman Foster aus teflonbeschichtetem Glasgewebe. Es lässt viel Tageslicht herein und taucht die Halle in helles Licht.
Warum ist Dresden Kopf- und Durchgangsbahnhof zugleich?
Einige Gleise enden hier wie an einem Kopfbahnhof, andere führen hindurch. Diese seltene Mischung entstand aus der Lage der Stadt und der zusammentreffenden Strecken.
Wann wurde der Bahnhof saniert?
Anfang der 2000er Jahre wurde er von Grund auf erneuert. Das Foster-Dach war der spektakulärste Teil dieser Arbeiten.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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