Bahn-Slam · Ortstermin
„Sehr geehrte Fahrgäste, wir schweben über das Beketal – auf 24 Bögen aus Kalkstein.“
Ortstermin: Der Altenbekener Viadukt
→ 482 Meter, 24 Bögen, reiner Kalkstein: Europas längste Natursteinbrücke trägt die Bahn seit 1853.
Lesezeit: 7 Minuten · Ortstermin · Altenbeken
Kurz gesagt
Der Altenbekener Viadukt in Nordrhein-Westfalen ist die längste Kalksteinbrücke Europas: 482 Meter lang, bis zu 35 Meter hoch, getragen von 24 Bögen aus regionalem Kalkstein. Gebaut wurde er in nur zwei Jahren und 1853 eröffnet, für die Strecke Hamm–Warburg über das Beketal. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört, 1950 fuhren wieder Züge. Bis heute ist er das Wahrzeichen des Ortes Altenbeken – so sehr, dass er sogar im Gemeindewappen steht. Nachts sind 20 seiner 24 Bögen beleuchtet.
Mancher Viadukt beeindruckt durch Höhe, dieser durch Länge.
In sanftem Schwung zieht sich der Altenbekener Viadukt über das Beketal – Bogen um Bogen, 24 an der Zahl.
Und das Besondere: Er ist ganz aus Naturstein gemauert, aus Kalkstein der Region.
Damit ist er die längste Kalksteinbrücke Europas – und das seit über 170 Jahren.

Ein Rekord aus Stein
Der Viadukt ist 482 Meter lang und an der höchsten Stelle rund 35 Meter hoch.
24 Bögen aus Kalkstein tragen die Gleise über das Tal, jeder Pfeiler gut 15 Meter vom nächsten entfernt.
Gebaut wurde er erstaunlich schnell: Baubeginn 1851, fertig 1853 – für damalige Verhältnisse eine Meisterleistung.
573.000 Taler kostete das Bauwerk, viel Geld in einer Zeit, als die Eisenbahn gerade erst das Land eroberte.
Der Viadukt in Zahlen
482 m
Länge
Europas längste Kalksteinbrücke
24
Bögen
nachts sind 20 davon beleuchtet
35 m
Höhe
an der höchsten Stelle
1853
Eröffnung
nach nur zwei Jahren Bau
Kalkstein
Baumaterial
aus der Region gebrochen
1944 / 1950
zerstört und erneuert
im Krieg gesprengt, dann wieder aufgebaut
Quelle: Wikipedia „Altenbekener Viadukt“. Zahlen gerundet.

Zerstört und wieder aufgebaut
Wie viele große Brücken wurde auch der Altenbekener Viadukt im Zweiten Weltkrieg zum Ziel.
Im November 1944 zerstörten ihn alliierte Luftangriffe.
Schon 1946 rollten wieder erste Züge vorsichtig mit 20 Stundenkilometern über ein Provisorium.
1950 war der Wiederaufbau vollendet – der Viadukt stand wieder, als wäre nichts geschehen.

Das Wahrzeichen von Altenbeken
Für den kleinen Ort Altenbeken ist der Viadukt weit mehr als eine Brücke.
Er steht im Gemeindewappen, er ist das Motiv auf Postkarten, er ist der Stolz der Region.
Nachts werden 20 seiner 24 Bögen beleuchtet, dann schwebt er wie eine Lichterkette über dem Tal.
Wer mit dem Zug hinüberfährt, merkt von alldem wenig – der schönste Blick ist von unten, aus dem Tal.

Warum Kalkstein?
Man baute mit dem, was vor Ort war – und rund um Altenbeken gibt es reichlich Kalkstein.
Naturstein war damals der selbstverständliche Baustoff für große Brücken; Stahl und Beton kamen erst später.
Dass ein Natursteinbauwerk von 1853 noch heute schwere Züge trägt, zeigt, wie solide die Ingenieure der Gründerzeit arbeiteten.
Wenn Sie dort sind
Der beste Blick ist nicht von oben aus dem Zug, sondern von unten aus dem Beketal.
Kommen Sie bei Dämmerung: Wenn die Bögen beleuchtet werden, ist der Viadukt am schönsten.
Und zählen Sie die Bögen – es sind 24, von denen 20 im Licht stehen.
Häufige Fragen zum Altenbekener Viadukt
Was ist der Altenbekener Viadukt?
Wie groß ist er?
Wann wurde er gebaut?
Wurde er im Krieg zerstört?
Warum ist er aus Kalkstein?
Warum ist er so bekannt?
Quellen
Wikipedia: „Altenbekener Viadukt“ – Länge 482 Meter, 24 Bögen, Höhe bis 35 Meter, Bau 1851–1853, Kalkstein, Zerstörung 1944 und Wiederaufbau 1950, Beleuchtung, Wappen.
Stand: September 2026. Zahlen gerundet.
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