Zahlen, bitte!
„Einsteigen bitte, dieser Zug fährt ohne Fahrer: Auf der U2 und der U3 in Nürnberg ist das seit Jahren Alltag.“
Wie viele Stationen hat die Nürnberger U-Bahn?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Nürnberger U-Bahn hat 49 Bahnhöfe. Sieben davon liegen ganz oder teilweise in Fürth, 42 unter der Erde.
Die U-Bahn ist das Rückgrat des Nahverkehrs auf der Schiene in Nürnberg und Fürth.
Seit 1972 ist ihr Netz Stück für Stück gewachsen, und seit 2008 fahren hier sogar Züge ohne Fahrer.
Wie viele Stationen sie hat und was diese auszeichnet, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
49
Bahnhöfe
davon 42 im Tunnel
38 km
Streckennetz
mit drei Linien
114,4 Mio.
Fahrgäste im Jahr 2025
werktags über 440.000 (Stand 2023)
Sieben der 49 Bahnhöfe liegen ganz oder teilweise auf dem Gebiet der Stadt Fürth.
49 Bahnhöfe
Die Nürnberger U-Bahn verfügt über 49 Bahnhöfe.
Sieben davon liegen ganz oder teilweise im Gebiet der Nachbarstadt Fürth.
Die große Mehrheit von 42 Bahnhöfen befindet sich im Tunnel, fünf liegen an der Oberfläche.
Die beiden übrigen Bahnhöfe Muggenhof und Stadtgrenze liegen auf einer Hochbahn über der Fürther Straße.

Pro Linie gezählt sind es mehr
Zählt man die Bahnhöfe für jede Linie einzeln, kommt die U1 auf 27, die U2 auf 16 und die U3 auf 14 Stationen.
Zusammen ergibt das 57, also mehr als die 49 tatsächlich vorhandenen Bahnhöfe.
Der Grund ist, dass sich die U2 und die U3 einen Abschnitt teilen.
Auf dieser gemeinsamen Strecke halten beide Linien unter anderem am Plärrer, am Hauptbahnhof und am Rathenauplatz.
Gut zu wissen
Betrieben wird die U-Bahn in Nürnberg von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg und in Fürth von der infra fürth verkehr gmbh. Auch deren Anteil fährt allerdings die VAG.
Planung, Bau und Erneuerung der Anlagen übernimmt das U-Bahn-Bauamt der Stadt Nürnberg. Die Instandhaltung liegt bei den Städten Nürnberg und Fürth.
Die U1 ist die längste Linie
Die U1 verbindet den Nürnberger Stadtteil Langwasser mit der Nachbarstadt Fürth.
Für ihren 18,5 Kilometer langen Linienweg mit 27 Bahnhöfen braucht sie 35 Minuten.
Sie ist die am stärksten genutzte U-Bahn-Linie der Stadt.
Am vollsten ist der Abschnitt vom Aufseßplatz durch die Altstadt zum Plärrer, besonders zur Zeit des Christkindlesmarkts.
U2 und U3
Die U2 bedient auf ihrem 13,2 Kilometer langen Weg 16 Bahnhöfe und braucht dafür 22 Minuten.
Die Liniennummer U2 gibt es seit dem 28. Januar 1984, als der erste Abschnitt vom Plärrer nach Schweinau eröffnet wurde.
Die U3 ist 9,2 Kilometer lang, hält an 14 Bahnhöfen und braucht 19 Minuten.
Sie bindet unter anderem Wohngebiete in Wetzendorf und das Gewerbegebiet Tillypark an die Innenstadt an.
Jeder Bahnsteig 90 Meter
Alle Bahnsteige der Nürnberger U-Bahn sind 90 Meter lang.
Ihre Kanten liegen einen Meter über der Schienenoberkante.
Fast überall sind es Mittelbahnsteige, an denen die Züge in beiden Richtungen halten.
Nur die beiden Hochbahnhöfe Muggenhof und Stadtgrenze haben Seitenbahnsteige.
Ein Aufzug in jedem Bahnhof
Heute hat jeder U-Bahnhof in Nürnberg und Fürth einen Aufzug.
In den bis 1975 eröffneten Bahnhöfen gab es anfangs keinen, sie wurden zwischen 1982 und 1987 nachgerüstet.
Umsteigebahnhöfe wie Plärrer, Hauptbahnhof und Flughafen haben sogar zwei Aufzüge.
Die Bahnhöfe Flughafen und Opernhaus besitzen drei Aufgänge, andere wie Messe oder Hasenbuck nur einen.
Orange Kacheln als Wegweiser
Bei der Planung des Grundnetzes waren mehr Stammstrecken vorgesehen als später gebaut wurden.
Bahnhöfe, an denen man zwischen Hauptlinien umsteigen sollte, erhielten deshalb orange Kacheln.
Als erster Bahnhof wurde der Aufseßplatz so gestaltet, an dem heute aber nur die U1 hält.
An acht Bahnhöfen, darunter der Hauptbahnhof und der Plärrer, gibt es außerdem insgesamt 34 große Leinwände.
Start am 1. März 1972
Der Bau begann am 20. März 1967 mit dem ersten Rammschlag am späteren Bahnhof Bauernfeindstraße.
Am 1. März 1972 wurde die Nürnberger U-Bahn eröffnet, zunächst zwischen Langwasser Süd und Bauernfeindstraße.
Das war etwa dreieinhalb Monate nach dem Start der U-Bahn in München.
Die Bahnhöfe Flughafen und Ziegelstein folgten erst am 27. November 1999.
Die erste fahrerlose Linie Deutschlands
Am 14. Juni 2008 ging die U3 als erste dauerhaft fahrerlose U-Bahn-Linie Deutschlands in Betrieb.
Auf dem gemeinsamen Abschnitt fuhren automatische Züge der U3 und konventionelle Züge der U2 zusammen.
Das war weltweit der erste Mischbetrieb dieser Art auf derselben Strecke.
Anfang 2010 wurde auch die U2 auf automatischen Betrieb umgestellt.
Ein Projekt für 610 Millionen Euro
Das Projekt zur Automatisierung hieß RUBIN und kostete insgesamt 610 Millionen Euro.
Eine Studie war 1999 zu dem Ergebnis gekommen, dass ein automatischer Betrieb machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Den Auftrag für Fahrzeuge und Streckentechnik erhielt Siemens am 16. November 2001.
Eigentlich sollte die U3 schon im Frühjahr 2006 vor der Fußball-Weltmeisterschaft fahren, doch technische Schwierigkeiten verzögerten den Start.
Über 440.000 Fahrgäste am Tag
Im Jahr 2025 beförderte die Nürnberger U-Bahn 114,4 Millionen Menschen.
An Werktagen zählte sie im Jahr 2023 mehr als 440.000 Fahrgäste.
Seit der Erweiterung der U3 im Dezember 2011 wohnen 66 Prozent der Nürnberger in der Nähe einer U-Bahn-Station.
Das gesamte Streckennetz ist dabei nur rund 38 Kilometer lang.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
