Zahlen, bitte!
„Nächster Halt 14th Street–Union Square, Umsteigen zu den Linien 4, 5, 6, N, Q, R und W.“
Wie viele Stationen hat die New Yorker U-Bahn?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die New Yorker U-Bahn hat 472 Stationen. Damit gehört sie zu den größten und kompliziertesten U-Bahn-Netzen der Welt.
Die New York City Subway, meist einfach Subway genannt, fährt seit dem Jahr 1904.
Im 20. Jahrhundert wurde sie zum größten einheitlichen städtischen Verkehrssystem der Welt.
Wie viele Stationen sie heute hat und was das Netz so besonders macht, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
472
Stationen
281 davon im Tunnel
380 km
Streckennetz
mit 28 Linien
1,76 Mrd.
Fahrgäste im Jahr 2015
höchster Wert seit 1948
Die Subway fährt seit ihrer Gründung rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.
472 Stationen
Die New Yorker U-Bahn bedient 472 Stationen.
Damit bleibt sie eines der größten U-Bahn-Netze der Welt.
Mit ihren vielen Verzweigungen und ihren drei- und viergleisigen Abschnitten gilt sie zugleich als eines der kompliziertesten.
Die erste Strecke hatte bei ihrer Eröffnung im Jahr 1904 gerade einmal 28 U-Bahnhöfe.

Tunnel, Hochbahn und Damm
Von den 472 Stationen liegen 281 im Tunnel.
Weitere 153 Stationen befinden sich auf Hochbahnstrecken über den Straßen.
Dazu kommen 29 Stationen auf einem Bahndamm und neun in einem Einschnitt.
Die höchstgelegene Station ist Smith–9 Streets in Brooklyn auf einer Brücke über den Gowanus-Kanal.
Gut zu wissen
Die Subway fährt auf Normalspur, es gibt aber zwei verschiedene Lichtraumprofile. Die Strecken der früheren IRT sind schmaler, deshalb können die breiteren Wagen der anderen Netzteile dort nicht fahren.
Viele Stationen wurden in wenigen Jahren nach einheitlichen Plänen gebaut. Gleichzeitig entstandene Stationen unterscheiden sich deshalb oft nur durch ihre Namen, Kennfarben und künstlerischen Details.
Stützen im Abstand von 15 Metern
Die meisten Hochbahnstrecken stammen aus der Zeit der großen Ausbauverträge ab 1913.
Sie bestehen meist aus Stahl und sind überwiegend blaugrün gestrichen.
Alle 50 Fuß, also alle 15,24 Meter, stehen links und rechts der Trasse Stützen im Boden.
Darüber spannt sich jeweils ein massiver Querträger, der gut 1,83 Meter hoch ist.
28 Linien auf 380 Kilometern
Das Streckennetz der Subway ist 380 Kilometer lang.
Darauf fahren 28 Linien, sieben davon mit Ziffern und fünfzehn mit Buchstaben bezeichnet.
Hinzu kommen drei kurze Pendellinien, die sogenannten Shuttles.
Außerdem fahren in den Hauptverkehrszeiten drei Linien, die als Varianten anderer Linien gekennzeichnet sind.
Vier Gleise für Expresszüge
Eine New Yorker Besonderheit sind Strecken mit mehr als zwei Gleisen, vor allem im Stadtzentrum.
Auf viergleisigen Abschnitten halten Züge auf den äußeren Gleisen an jeder Station.
Auf dem inneren Gleispaar fahren Expresszüge und überholen die langsameren Züge.
Auf dreigleisigen Abschnitten wird das mittlere Gleis je nach Tageszeit nur in der Hauptlastrichtung genutzt.
Rund um die Uhr
Die New Yorker U-Bahn gehört zu den wenigen U-Bahnen der Welt, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr fahren.
Ausnahmen gibt es nur bei Ereignissen wie Streiks, Stromausfällen oder Unwettern.
Die Hauptverkehrszeiten dauern von 6.30 bis 9.30 Uhr und von 15.30 bis 20 Uhr.
Für jeden dieser Zeiträume gelten eigene Taktfolgen.
Die Ansagen im Zug nennen beim Halt die Fahrtrichtung und die nächste Station, kurz vor der Ankunft dann die Umsteigemöglichkeiten.
Der Start im Oktober 1904
Im Jahr 1899 wurde der Bau der ersten Strecke für 35 Millionen US-Dollar vergeben.
Das entspricht nach heutigem Geldwert, bezogen auf das Jahr 2020, knapp 1,6 Milliarden Dollar.
Der erste Spatenstich folgte am 26. März 1900.
Am 27. Oktober 1904 wurde die erste Strecke mit 28 U-Bahnhöfen eröffnet, beginnend an der Station City Hall.
Drei Netze werden eins
In den ersten Jahrzehnten konkurrierten zwei private Unternehmen und eine städtische Gesellschaft miteinander.
So entstanden drei weitgehend getrennte Netze, bekannt unter den Kürzeln IRT, BMT und IND.
Im Jahr 1940 kaufte die Stadt die beiden privaten Netze für 151 und 175 Millionen US-Dollar.
Weil es zwischen den drei Teilnetzen kaum Gleisverbindungen gab, blieb ihre Einteilung auch nach der Vereinigung zunächst erhalten.
Seit 1953 betreibt eine öffentliche Verkehrsbehörde die Subway, die seit 1968 zur Metropolitan Transportation Authority gehört.
1,76 Milliarden Fahrgäste
Im Jahr 2015 beförderte die New Yorker U-Bahn rund 1,76 Milliarden Fahrgäste.
Das war der höchste Wert seit dem Jahr 1948.
Rechnerisch sind das an jedem Tag des Jahres rund 4,8 Millionen Fahrten.
Neben Manhattan sind vor allem Brooklyn und die Bronx fast flächendeckend erschlossen.
Staten Island fehlt
Von den fünf Bezirken New Yorks ist einer nicht an die Subway angeschlossen, nämlich Staten Island.
Frühere Pläne für einen Anschluss wurden nie umgesetzt.
Stattdessen betreibt die Verkehrsbehörde dort die Staten Island Railway, eine Eisenbahnlinie mit umgebauten U-Bahn-Wagen.
Queens wird vor allem von drei Strecken erschlossen, dazu kommen Anschlussstrecken nach Brooklyn und zum Flughafen John F. Kennedy.
Ein Zug ohne Fahrer schon 1962
Am 4. Januar 1962 setzte die Verkehrsbehörde erstmals einen führerlosen U-Bahn-Zug ein.
Er pendelte auf dem kurzen Shuttle zwischen Times Square und Grand Central.
Der automatische Zug fuhr dort täglich bis zu einem Brand am 21. April 1964.
Danach wurden die zerstörten Fahrzeuge wieder durch herkömmliche Züge mit Fahrer ersetzt.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
