Wie viele Loks der Baureihe 103 gab es?

Zahlen, bitte!

„Achtung an Gleis 5, der Intercity fährt ein, gezogen von einer 103 mit 7440 Kilowatt.“

Wie viele Loks der Baureihe 103 gab es?

→ Eine Baureihe in Zahlen.

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Kurz gesagt

Von der Baureihe 103 gab es 149 Lokomotiven: vier Vorserienloks E 03 aus dem Jahr 1965 und 145 Serienloks, die von 1970 bis 1974 in Betrieb gingen.

Die E 03 und ihre Nachfolgerin, die Baureihe 103, galten lange als Flaggschiff der Deutschen Bundesbahn.

Mit ihrer windschnittigen Form zog sie Intercity- und TEE-Züge mit bis zu 200 km/h durch das Land.

Wie viele Exemplare es gab und welche Rekorde sie aufstellten, zeigen die Zahlen.

DB Baureihe 103 Vorserie E03 003
Foto: Anm256, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

149

Loks insgesamt

4 Vorserienloks, 145 Serienloks

7440 kW

Dauerleistung

das sind 10.116 PS

283 km/h

Rekord von 1985

gefahren von der 103 003

Die 103 157 fuhr im Juli 1972 an 31 Tagen 50.251 Kilometer.

4 plus 145 Lokomotiven

Ab 1965 setzte die Bundesbahn vier Vorserienloks der E 03 als Schnellfahrlokomotiven ein.

Im Jahr 1968 bekamen sie nach dem neuen Nummernschema die Bezeichnungen 103 001 bis 004.

Von 1970 bis 1974 folgten 145 Serienloks mit den Nummern 103 101 bis 245.

Zusammen gab es also 149 Lokomotiven dieser Baureihe.

103 mit Intercity in Andernach (Linke Rheinstrecke)
Foto: Joachim Seyferth, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die stärkste Lok ihrer Zeit

Die 103 hat eine Dauerleistung von 7440 Kilowatt, das entspricht 10.116 PS.

Bei ihrer Indienststellung war sie damit die stärkste einteilige Lokomotive der Welt.

Bis heute ist sie die leistungsstärkste Lok, die in Deutschland jemals planmäßig gefahren ist.

Neben der Diesellok V 200 gehört sie zu den bekanntesten deutschen Lokomotivbaureihen.

Gut zu wissen

Die Frontschürzen der Loks wurden 1981 und 1982 bei allen Maschinen abgebaut, weil sich dahinter im Winter Eis und Schnee festsetzten. Ab Mitte der 1970er Jahre bekamen die Loks außerdem neue Einholm-Stromabnehmer.

Vor dem Bau der Prototypen testete die Bundesbahn 1963 neue Drehgestelle in zwei Loks der Baureihe E 10. Mit ihnen konnten die Loks bis zu 200 km/h fahren, Versuchsfahrten gab es zwischen Bamberg und Forchheim.

Von der E 01 zur E 03

Schon in den 1950er Jahren wollte die Bundesbahn schneller fahren als die damals üblichen 160 km/h.

Im Jahr 1961 griff sie ältere Pläne für eine sechsachsige Lok wieder auf und verlangte nun 200 km/h bei höchstens 18 Tonnen Achsfahrmasse.

Die Henschel-Werke schlugen eine Lok mit zwei dreiachsigen Drehgestellen vor, deren Radsätze alle einzeln angetrieben wurden.

Daraus entstand die E 03, Henschel baute den mechanischen Teil und die Siemens-Schuckertwerke den elektrischen.

347 Fahrten mit 200 km/h

Die vier Prototypen wurden Anfang 1965 ausgeliefert und im Juni 1965 auf der Internationalen Verkehrsausstellung in München vorgestellt.

Während der Ausstellung fuhren sie planmäßig Schnellzüge zwischen München und Augsburg mit 200 km/h.

Damit erreichte in Deutschland zum ersten Mal ein fahrplanmäßiger Zug mit Reisenden diese Geschwindigkeit.

Insgesamt absolvierten die E 03 während der Ausstellung 347 Demonstrationsfahrten mit 200 km/h.

Stärker für die Serie

Für die Serienloks verlangte die Bundesbahn deutlich mehr Kraft als bei den Prototypen.

Sie sollten 480 Tonnen mit 200 km/h und 800 Tonnen schwere Schnellzüge mit 160 km/h ziehen können.

Später zogen die Loks im Intercity-Verkehr regelmäßig über 600 Tonnen schwere Züge mit 200 km/h.

Die letzte Serienlok, die 103 245, wurde am 11. Juli 1974 endgültig abgenommen.

Intercity, TEE und Bahnpost

Ab 1971 zogen die 103 vor allem die neuen Intercity-Züge, die anfangs nur eine Wagenklasse hatten.

Ab 1972 bespannten sie auch die komfortablen TEE-Züge, bis diese eingestellt oder ersetzt wurden.

Eine weitere wichtige Aufgabe waren Nachtzüge der Bahnpost auf der Nord-Süd-Achse.

Im Winter 1971/72 verursachten ihre Stromabnehmer allerdings Schäden an Oberleitungen in Deutschland und Österreich.

50.251 Kilometer in einem Monat

Die 103 war die Lok mit der höchsten Laufleistung in Deutschland.

Den Rekord hält bis heute die 103 157, die im Juli 1972 an 31 Betriebstagen 50.251 Kilometer zurücklegte.

Das sind im Schnitt mehr als 1600 Kilometer an jedem einzelnen Tag.

Über ihr ganzes Leben kamen die Loks oft auf Laufleistungen von zehn Millionen Kilometern.

252,9 km/h im Jahr 1973

Die 103 118 erhielt in den 1970er Jahren ein geändertes Getriebe und durfte danach bis zu 265 km/h fahren.

Sie absolvierte zahlreiche Testfahrten auf einem 28 Kilometer langen Versuchsabschnitt der Strecke Hamm–Minden.

Am 12. September 1973 erreichte sie dabei zwischen Gütersloh und Neubeckum 252,9 km/h.

Zum Vergleich waren die Loks im Plandienst höchstens 200 km/h schnell.

283 km/h im Jahr 1985

Am 14. Juni 1985 zog die 103 003 mit geänderter Getriebeübersetzung einen Versuchszug auf derselben Strecke.

Zwischen Brackwede und Neubeckum erreichte sie 283 km/h, einen Geschwindigkeitsrekord auf deutschen Schienen.

Kurzzeitig brachte die Lok dabei mehr als 10.000 Kilowatt Leistung auf.

Erst am 6. August 1993 fuhr der Prototyp des Eurosprinters mit 310 km/h noch schneller.

Abschied ab 1997

Ab 1997 musterte die Deutsche Bahn die 103 nach und nach aus und ersetzte sie durch die Baureihe 101.

Nach fast 30 Jahren vor schweren Intercity-Zügen mit bis zu 200 km/h waren die Loks verschlissen.

Im Jahr 2003 beschloss die Bahn, alle Fahrzeuge abzustellen.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 ist keine 103 mehr im Plandienst der Deutschen Bahn unterwegs.

Einige fahren noch

Der größte Teil der Loks wurde ausgemustert und verschrottet, doch mehrere Exemplare blieben erhalten.

Das DB Museum setzt bis heute die E 03 001 sowie die 103 113 und die 103 245 für Sonderzüge und Überführungen ein.

Die 103 222 kaufte im Jahr 2014 das Unternehmen RailAdventure.

Seit Februar 2023 ist sie allerdings ohne Hauptuntersuchung abgestellt.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Wie viele Loks der Baureihe 103 gab es?
Es gab 149 Loks: vier Vorserienloks E 03 und 145 Serienloks der Baureihe 103.
Wie schnell fuhr die Baureihe 103?
Im Plandienst 200 km/h. Bei einer Versuchsfahrt 1985 erreichte die 103 003 sogar 283 km/h.
Wie stark ist die 103?
Ihre Dauerleistung beträgt 7440 kW, also 10.116 PS.
Wann fuhr die letzte 103 im Plandienst?
Seit Dezember 2016 ist keine 103 mehr im Plandienst der Deutschen Bahn.
Kann man heute noch mit einer 103 fahren?
Ja, bei Sonderfahrten, denn das DB Museum setzt die E 03 001, die 103 113 und die 103 245 ein.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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