Zahlen, bitte
„Sehr geehrte Fahrgäste, zusammengerechnet fahren wir auf unseren Reisen fast 600 Kilometer durch Tunnel.“
Wie viele Kilometer Tunnel hat die Bahn?
→ Rund 600 Kilometer Dunkelheit – verteilt auf über 700 Tunnel.
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Kurz gesagt
Die Deutsche Bahn hat über 700 Eisenbahntunnel mit einer Gesamtlänge von rund 600 Kilometern. Der längste ist der Landrückentunnel zwischen Hannover und Würzburg mit etwa 10,8 Kilometern.
Mal kurz dunkel, dann wieder hell: Tunnel gehören für Bahnreisende einfach dazu.
Aber wie viel Dunkelheit kommt da zusammen? Erstaunlich viel.
Zusammengerechnet summieren sich die Tunnel auf fast 600 Kilometer.
Ende 2019 zählte die Deutsche Bahn 745 Eisenbahntunnel.
Ihre Gesamtlänge betrug rund 593 Kilometer.
Die Zahl verändert sich mit jedem Neubau – gerade auf Schnellfahrstrecken kommen immer wieder lange Tunnel hinzu.
Tunnel in Zahlen
745
Tunnel
Stand Ende 2019
~593 km
Gesamtlänge
zusammengerechnet
10,8 km
längster
Landrückentunnel
Der Landrückentunnel liegt an der Strecke Hannover–Würzburg.
Quelle: Deutsche Bahn.

Über 700 Tunnel, rund 600 Kilometer
600 Kilometer Tunnel – das ist ungefähr die Strecke von Hamburg bis München, komplett unter der Erde.
Kein Wunder, in einem Land mit so vielen Mittelgebirgen muss die Bahn immer wieder durch den Berg statt über ihn.
Die meisten Tunnel sind kurz, nur wenige hundert Meter lang.
Sie durchqueren einen Hügel oder unterqueren eine Stadt.
Die wirklich langen Tunnel dagegen findet man auf den modernen Schnellfahrstrecken.
Denn schnelle Strecken müssen gerade und flach verlaufen.
Wo sich ein Berg in den Weg stellt, führt die Bahn nicht drumherum, sondern mitten hindurch.
Das spart Zeit, kostet aber viel Geld – ein Tunnelkilometer ist teuer.
Der längste: der Landrückentunnel
Der längste Eisenbahntunnel Deutschlands ist der Landrückentunnel an der Strecke Hannover–Würzburg.
Mit rund 10,8 Kilometern durchquert er den Landrücken zwischen Fulda und Würzburg – über zehn Kilometer am Stück im Dunkeln.
Bei Tempo 250 dauert die Durchfahrt trotzdem nur wenige Minuten.
Für die Fahrgäste ist es kaum mehr als ein längerer dunkler Moment.
Für die Bahn war der Bau ein gewaltiges Projekt der 1980er-Jahre.
Solche langen Tunnel stellen besondere Anforderungen: Belüftung, Fluchtwege, Brandschutz.
Ein moderner Bahntunnel ist eine Hightech-Röhre, in der im Notfall Menschen sicher ins Freie gelangen müssen.
Warum Tunnel wichtig sind
Tunnel machen schnelle, direkte Strecken erst möglich.
Ohne sie müsste sich die Bahn mühsam durch die Landschaft winden, mit vielen Kurven und Steigungen.
Der Tunnel ist der gerade Weg durch das Hindernis.
Sie schützen zudem die Landschaft.
Wo ein Tunnel den Berg durchquert, bleibt die Oberfläche unberührt – kein Einschnitt, kein Lärm im Tal.
Gerade in empfindlichen Gebieten ist das ein großer Vorteil.
So sind die rund 600 Kilometer Tunnel mehr als nur dunkle Momente einer Zugfahrt.
Sie sind das, was schnelle und direkte Bahnstrecken durch ein bergiges Land überhaupt erst möglich macht – ein unsichtbarer Teil des Netzes.
Wie viele Tunnel es gibt
Das deutsche Schienennetz führt durch hunderte Tunnel.
Die bundeseigene Infrastruktur betreibt rund 700 Eisenbahntunnel.
Zusammengerechnet ergeben sie eine Länge von deutlich über 500 Kilometern.
Das klingt nach viel, ist aber gemessen am gesamten Netz von rund 33.000 Kilometern nur ein kleiner Anteil.
Tunnel baut man eben nur dort, wo es sein muss – etwa wenn ein Berg im Weg steht oder eine schnelle Strecke möglichst gerade verlaufen soll.

Der längste Tunnel Deutschlands
Zu den längsten Eisenbahntunneln Deutschlands zählen die großen Röhren der Schnellfahrstrecken, etwa der Landrückentunnel auf der Strecke Hannover–Würzburg mit fast elf Kilometern.
Mit dem Ausbau des Netzes kommen immer neue, lange Tunnel hinzu.
International sind das dennoch keine Rekorde.
Der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz ist mit rund 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt.
Er zeigt, was im Tunnelbau möglich ist – und macht die deutschen Röhren im Vergleich fast bescheiden.
Warum Tunnel so teuer sind
Tunnel gehören zum Aufwendigsten, was der Bahnbau kennt.
Man muss sich durch Fels oder lockeres Gestein arbeiten, das Wasser fernhalten und die Röhre gegen Feuer und Rauch sichern.
Jeder Kilometer kostet ein Vielfaches einer normalen Strecke.
Dafür bringen Tunnel große Vorteile: Sie machen Strecken kürzer und gerader, sparen so Zeit und schützen die Landschaft an der Oberfläche.
Für schnelle Verbindungen sind sie oft unverzichtbar.
Neue Tunnel für schnelle Strecken
Viele der längsten deutschen Tunnel sind erst in den letzten Jahrzehnten entstanden.
Sie gehören zu den Schnellfahrstrecken, auf denen die Züge mit Tempo 250 oder 300 fahren.
Damit das möglich ist, müssen die Strecken möglichst gerade verlaufen.
Berge und Hügel werden nicht mehr umfahren, sondern durchbohrt.
So entstehen immer neue, lange Röhren – etwa auf den Strecken durch den Thüringer Wald.
Für die Reisenden ist davon wenig zu sehen.
Sie merken nur, dass es kurz dunkel wird und die Ohren knacken.
Doch ohne diese Tunnel wären viele schnelle Verbindungen gar nicht denkbar.
Zum Einordnen
Über 700 Eisenbahntunnel (Ende 2019: 745) mit rund 600 Kilometern Gesamtlänge.
Der längste ist der Landrückentunnel (rund 10,8 km) an der Strecke Hannover–Würzburg.
Lange Tunnel liegen vor allem auf Schnellfahrstrecken, die gerade und flach verlaufen müssen.
Häufige Fragen
Wie viele Tunnel hat die Bahn?
Welcher ist der längste?
Warum baut man Tunnel?
Sind Tunnel sicher?
Weiterfahrt
→ Wie groß ist der größte Rangierbahnhof? – noch eine Zahl
→ Was kostet ein Kilometer Strecke? – warum Tunnel teuer sind
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