Zahlen, bitte
„Was Sie hier vorbeirollen sehen, ersetzt eine ganze Lkw-Kolonne auf der Autobahn.“
Wie viele Güter transportiert die Bahn?
→ Hunderte Millionen Tonnen pro Jahr – wir ordnen die Zahl ein.
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Kurz gesagt
Der Güterverkehr ist die stille Kraft der Bahn. Weitgehend unbemerkt rollen jedes Jahr gewaltige Mengen über die Schiene – vom Rohstoff bis zum fertigen Auto.
Wenn von der Bahn die Rede ist, denken die meisten an Reisezüge.
Dabei ist der Güterverkehr mindestens so wichtig.
Er transportiert das, was unsere Wirtschaft am Laufen hält – oft nachts und fast unsichtbar.

Hunderte Millionen Tonnen
In Deutschland transportiert die Schiene jedes Jahr rund 350 bis 400 Millionen Tonnen Güter.
Das ist eine kaum vorstellbare Menge – gestapelt ergäbe sie einen Berg, der jede Stadt überragen würde.
Gemessen an der gesamten Transportleistung übernimmt die Bahn dabei knapp ein Fünftel des deutschen Güterverkehrs.
Der große Rest rollt bis heute über die Straße.
Güterverkehr in Zahlen
350–400 Mio. t
pro Jahr
auf der Schiene
~19 %
Anteil am Güterverkehr
der Rest fährt auf der Straße
1 Zug
ersetzt viele Lkw
bis zu 50 und mehr
Was auf der Schiene rollt
Die Bandbreite ist riesig.
Klassisch sind Massengüter wie Kohle, Erz, Stahl und Baustoffe.
Sie sind schwer und werden in großen Mengen gebraucht – ideal für die Bahn.
Dazu kommen immer mehr Container.
In ihnen stecken Waren aus aller Welt, die vom Hafen ins Land verteilt werden.
Auch fertige Autos reisen oft per Bahn vom Werk zum Händler.
Warum die Bahn hier stark ist
Beim schweren Transport über lange Strecken ist die Schiene kaum zu schlagen.
Ein einziger Güterzug ersetzt Dutzende Lastwagen und verbraucht dabei viel weniger Energie pro Tonne.
Das entlastet die Straßen und schont das Klima.
Jede Tonne, die auf der Schiene statt auf der Autobahn fährt, spart Staus, Lärm und Abgase.
Wo es noch hakt
Trotzdem wächst der Anteil der Bahn nur langsam.
Der Güterverkehr braucht freie Gleise, doch die sind oft durch Personenzüge belegt.
Auch das Umladen zwischen Lkw und Zug kostet Zeit und Geld.
Die Politik will den Anteil der Schiene deutlich steigern.
Dafür braucht es mehr Gleise, schnellere Abläufe und moderne Technik.
Das Ziel ist klar: mehr Güter auf die umweltfreundliche Schiene.
Ganze Züge für einen Kunden
Ein Teil des Güterverkehrs läuft in sogenannten Ganzzügen.
Dabei fährt ein kompletter Zug ohne Zwischenhalt von einem Werk zum anderen – etwa vom Hafen zum Stahlwerk.
Das ist besonders effizient.
Andere Güter reisen im Einzelwagenverkehr.
Hier werden einzelne Wagen gesammelt, in Rangierbahnhöfen neu sortiert und zu neuen Zügen zusammengestellt.
Das ist aufwendiger, aber flexibler.
Der Wettlauf mit dem Lastwagen
Auf der Straße ist der Lkw der große Konkurrent.
Er ist flexibel und fährt von Tür zu Tür.
Die Bahn dagegen braucht Gleise und Umschlagplätze, punktet aber bei langen Strecken und großen Mengen.
Oft ist die Kombination am klügsten: Der Lkw übernimmt die kurze Strecke bis zum Terminal, die Bahn die lange Fahrt quer durchs Land.
So spielt jeder seine Stärke aus.

Ein Container erobert die Welt
Kaum etwas hat den Güterverkehr so verändert wie der Container.
Er lässt sich einfach vom Schiff auf die Bahn und weiter auf den Lkw heben, ohne dass der Inhalt umgeladen werden muss.
Auf der Schiene rollen ganze Züge voller Container.
Sie verbinden die großen Seehäfen mit dem Binnenland und sind das Rückgrat des modernen Warenverkehrs.
Die Nacht gehört den Gütern
Wenn die Reisezüge seltener werden, kommt die große Zeit des Güterverkehrs.
In der Nacht sind viele Strecken frei, und die schweren Züge können ungestört rollen.
So arbeitet die Bahn rund um die Uhr.
Während die meisten Menschen schlafen, wandern Kohle, Container und Autos quer durchs Land – bereit, am Morgen gebraucht zu werden.
Ein Beitrag zum Klima
Jede Tonne, die auf der Schiene statt auf der Straße fährt, spart Abgase.
Der Bahn-Güterverkehr ist deshalb ein wichtiger Baustein, um den Verkehr klimafreundlicher zu machen.
Genau deshalb ist das Ziel, mehr Güter auf die Schiene zu bringen.
Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um sauberere Luft und weniger Lastwagen auf den Autobahnen.
Mehr als nur Zahlen
Hinter den Millionen Tonnen stehen ganz konkrete Dinge des Alltags.
Das Baumaterial für neue Häuser, das Getreide für das Brot, die Autos vor der Haustür – vieles davon ist irgendwann mit der Bahn gereist.
So gesehen berührt der Güterverkehr jeden von uns, auch wenn wir ihn selten bemerken.
Er ist ein stilles, aber unverzichtbares Rückgrat unserer Wirtschaft und unseres täglichen Lebens.
Wer das nächste Mal einen langen Güterzug sieht, kann sich diese gewaltige Leistung vor Augen führen: Hunderte Millionen Tonnen im Jahr, leise und zuverlässig auf der Schiene bewegt.
Kurz erklärt
Die Bahn transportiert in Deutschland jährlich rund 350 bis 400 Millionen Tonnen Güter.
Ihr Anteil am gesamten Güterverkehr liegt bei knapp einem Fünftel.
Auf der Schiene rollen Massengüter, Container und fertige Autos.
Ein Güterzug ersetzt Dutzende Lastwagen und spart viel Energie.
Häufige Fragen
Wie viele Güter transportiert die Bahn pro Jahr?
Was wird per Bahn transportiert?
Warum nicht noch mehr?
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