Wie viele Gleise hat Grand Central Terminal?

Zahlen, bitte!

„Willkommen in Grand Central, dem Bahnhof mit 67 Gleisen auf zwei Etagen.“

Wie viele Gleise hat Grand Central Terminal?

→ Ein Bahnhof in Zahlen.

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Kurz gesagt

Grand Central Terminal in New York hat 67 Gleise an 44 Bahnsteigen. Kein anderer Bahnhof der Welt kommt auf so viele Gleise und Bahnsteige.

Grand Central Terminal in Manhattan ist einer der berühmtesten Bahnhöfe der Welt.

Er wurde 1913 eingeweiht und hält seitdem einen Rekord, den bis heute kein anderer Bahnhof gebrochen hat.

Wie viele Gleise er hat und was hinter seinen Mauern steckt, zeigen die Zahlen.

Grand Central Terminal Main Concourse 2015
Foto: Steven Lek, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

67

Gleise

Weltrekord seit 1913

44

Bahnsteige

so viele wie nirgends sonst

über 500.000

Menschen pro Tag

meistbesuchtes Gebäude New Yorks

Eingeweiht wurde der Bahnhof am 2. Februar 1913 nach zehn Jahren Bauzeit.

67 Gleise an 44 Bahnsteigen

Grand Central Terminal in New York hat 67 Gleise, die an 44 Bahnsteigen enden.

Damit ist er seit seiner Einweihung im Jahr 1913 der Bahnhof mit den meisten Gleisen der Welt.

Auch mit seinen 44 Bahnsteigen hält er den Weltrekord.

Gebaut ist er als Kopfbahnhof, die Züge enden hier also und fahren von hier wieder hinaus.

In the main concourse of Grand Central Terminal
Foto: Dquai, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof mit zwei Etagen

Die Gleise verteilen sich auf zwei Ebenen, die übereinander liegen.

Auf der oberen Ebene liegen gut 40 Gleise, auf der unteren gut 25.

Zehn Gleise der oberen Ebene dienen nur zum Abstellen von Zügen.

Oben führt ein Gleis als Kehrschleife um 40 Bahnsteige herum, unten umschließen gleich mehrere solcher Schleifen die Gleise.

Gut zu wissen

Offiziell heißt der Bahnhof Grand Central Terminal, im Alltag sagen viele aber Grand Central Station. Diesen Namen trug ab 1900 der Vorgängerbau.

Seit Dezember 1976 ist der Bahnhof ein National Historic Landmark. Zum 100. Geburtstag im Februar 2013 wurde er außerdem als historisches Ingenieurbauwerk ausgezeichnet.

Mitten in Manhattan

Der Bahnhof liegt in Manhattan an der Ecke von 42nd Street und Park Avenue.

Hier enden die Pendlerzüge der Metro-North aus den Countys Westchester, Putnam und Dutchess sowie aus Fairfield und New Haven.

Der Name bedeutet übrigens nicht, dass Grand Central der Hauptbahnhof der Stadt ist.

Er geht auf die Bahngesellschaft New York Central Railroad zurück, die den Bahnhof baute und ihm lange gehörte.

Die Vorgänger von 1871 und 1900

An derselben Stelle standen schon vorher Bahnhofsgebäude mit der gleichen Aufgabe.

Das Grand Central Depot wurde 1871 fertig und führte die Züge von drei Bahngesellschaften an einem gemeinsamen Bahnhof zusammen.

Neu für den amerikanischen Kontinent waren damals Bahnsteige auf Einstiegshöhe und ein Dachgewölbe über allen Gleisen.

Zwischen 1899 und 1900 wurde das Gebäude von drei auf sechs Geschosse aufgestockt und hieß danach Grand Central Station.

Zehn Jahre Bauzeit

Zwischen 1903 und 1913 wurde der alte Bau in Abschnitten abgerissen und durch das heutige Grand Central Terminal ersetzt.

Die Architekturbüros Warren & Wetmore und Reed & Stem entwarfen den Neubau im Stil der Beaux-Arts.

Gleichzeitig wurden die drei dort endenden Eisenbahnlinien elektrifiziert.

Am 2. Februar 1913 wurde der neue Bahnhof schließlich eingeweiht.

Mehr als 500.000 Menschen am Tag

Heute nutzen täglich mehr als 500.000 Menschen den Bahnhof.

Damit ist Grand Central das meistbesuchte Gebäude von New York.

Die riesige Eisenbahn-Kathedrale wurde schon bald nach der Eröffnung zu einem der bekanntesten Bauwerke der Stadt.

Direkt angeschlossen ist die U-Bahn-Station Grand Central–42 Street, an der unter anderem der Shuttle zum Times Square hält.

Der Sternenhimmel in der Haupthalle

Berühmt ist die Decke der Haupthalle, die in dunklem Blaugrün als Sternenhimmel bemalt ist.

Den Entwurf mit den Tierkreiszeichen schuf der Maler Paul César Helleu, beraten vom Astronomieprofessor Harold Jacoby.

Als Vorlage diente die Sternkarte Uranometria von Johann Bayer, die Helleu allerdings recht frei umsetzte.

Nach der Eröffnung machte ein Hobby-Astronom die Fehler bekannt, was in der New York Times für eine Kontroverse sorgte.

Gerettet vor dem Abriss

Im Jahr 1968 wurden Pläne bekannt, den Bahnhof für neue Hochhäuser abzureißen.

Die Denkmalbehörde der Stadt hatte ihn jedoch schon 1967 unter Schutz gestellt und verbot den Abriss.

Der folgende Rechtsstreit ging bis vor den Obersten Gerichtshof der USA, der 1978 der Denkmalbehörde recht gab.

Für den Erhalt des Bahnhofs hatte sich unter anderem Jacqueline Kennedy Onassis eingesetzt.

Heute nur noch Pendlerzüge

Nach der Gründung der Bahngesellschaft Amtrak im Jahr 1971 wurden die ersten Fernzüge aus dem Bahnhof abgezogen.

Seit 1991 fahren hier gar keine Fernzüge mehr, weil eine neue Zufahrt zur Penn Station gebaut worden war.

Für drei Linien der Metro-North Railroad ist Grand Central heute der südliche Endpunkt.

Seit dem 25. Januar 2023 ist außerdem der unterirdische Bahnhof Grand Central Madison mit acht Gleisen für die Long Island Rail Road angeschlossen.

Ein eigener Bahnsteig für ein Hotel

Das Hotel Waldorf Astoria hat im Bahnhof einen eigenen Bahnsteig mit der Nummer 61.

Zu ihm führen ein eigener Aufzug und ein unterirdischer Gang, den sogar Autos benutzen können.

Genutzt haben ihn unter anderem General Pershing im Jahr 1938 und Präsident Franklin D. Roosevelt.

Mitten in der Haupthalle steht außerdem ein zentraler Kiosk mit vier Uhren.

Restauriert, gekauft, gefilmt

In den späten 1990er Jahren wurde der Bahnhof umfassend restauriert.

Dabei reinigten Fachleute das Deckengemälde sechs Monate lang von Hand und ließen einen kleinen Fleck mit dem alten Ruß als Studienobjekt stehen.

Im November 2018 stimmte die Verkehrsbehörde MTA dem Kauf von Bahnhof und Zulaufstrecken für 35 Millionen Dollar zu.

Für den Flashmob Frozen Grand Central erstarrten im Winter 2007/08 in der Halle 207 Menschen für fünf Minuten.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie viele Gleise hat Grand Central Terminal?
Der Bahnhof hat 67 Gleise, die an 44 Bahnsteigen enden. Das ist Weltrekord.
Wie viele Menschen nutzen den Bahnhof?
Täglich sind es mehr als 500.000 Menschen, so viele wie in keinem anderen Gebäude New Yorks.
Wann wurde Grand Central Terminal eröffnet?
Eingeweiht wurde der Bahnhof am 2. Februar 1913, gebaut wurde er ab 1903.
Fahren in Grand Central Fernzüge?
Nein, seit 1991 nicht mehr. Heute enden dort Pendlerzüge der Metro-North, dazu kommt die Long Island Rail Road in Grand Central Madison.
Warum heißt der Bahnhof Grand Central?
Der Name geht auf die Bahngesellschaft New York Central Railroad zurück, die den Bahnhof gebaut hat.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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