Wie viele Fahrgäste hat die Londoner U-Bahn?

Zahlen, bitte!

„Mind the gap: Diese Ansage hörten im Jahr 2011 an einem Werktag bis zu 3,7 Millionen Fahrgäste.“

Wie viele Fahrgäste hat die Londoner U-Bahn?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Im Geschäftsjahr 2011 wurden in der Londoner U-Bahn rund 1,171 Milliarden Fahrten gezählt. Täglich nutzten sie damals im Durchschnitt rund 3,2 Millionen Fahrgäste.

Die London Underground ist die älteste U-Bahn der Welt und fährt seit mehr als 160 Jahren.

Die Londoner nennen sie einfach Tube, nach dem englischen Wort für Röhre.

Wie viele Menschen sie befördert und wie groß ihr Netz ist, zeigen die Zahlen.

London Underground subsurface and tube trains
Foto: Chris McKenna, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

1,171 Mrd.

Fahrten im Geschäftsjahr 2011

damals ein Rekordwert

3,2 Mio.

Fahrgäste pro Tag

im Schnitt, werktags bis 3,7 Millionen

402 km

Streckennetz

mit 272 Stationen

Am ersten Betriebstag im Januar 1863 fuhren 40.000 Menschen mit der neuen Bahn.

Mehr als eine Milliarde Fahrten

Im Geschäftsjahr 2011 wurden in der Londoner U-Bahn insgesamt 1,171 Milliarden Fahrten unternommen.

Das war damals ein Rekordwert.

Im Durchschnitt nutzten täglich rund 3,2 Millionen Fahrgäste die Underground.

An Werktagen stieg die Zahl auf bis zu 3,7 Millionen Fahrgäste.

2009 Stock Underground Trains
Foto: Paul Burpitt, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Stunde der Pendler

In der Hauptverkehrszeit befördert die Underground auf den am stärksten genutzten Abschnitten 142.000 Fahrgäste pro Stunde.

Theoretisch läge die größte Kapazität sogar bei 315.000 Fahrgästen pro Stunde.

In den Spitzenzeiten fahren die Züge im Abstand von zwei Minuten, tagsüber im Schnitt alle vier Minuten.

Am späten Abend beträgt der Abstand bis zu zehn Minuten.

Gut zu wissen

Die Durchsage Mind the gap, auf Deutsch etwa Vorsicht Lücke, ist weltberühmt geworden. Sie gilt vielen als ebenso typisch für London wie die Doppeldeckerbusse.

Acht Linien werden inzwischen halbautomatisch betrieben. Dabei fährt der Zug selbstständig, während das Personal an Bord die Fahrt überwacht.

Fahrkarten tragen viel

Die Londoner U-Bahn finanziert einen vergleichsweise großen Teil ihrer Ausgaben aus dem Verkauf von Fahrkarten.

Im Jahr 2004 deckten die Fahrkarteneinnahmen etwa 62 Prozent der Ausgaben von knapp 2 Milliarden Pfund.

Der Zuschussbedarf lag damit bei 768 Millionen Pfund.

Im Jahr 2002 hatten Fahrkarten sogar fast 82 Prozent der Einnahmen ausgemacht.

402 Kilometer und 272 Stationen

Das Netz der Londoner U-Bahn ist 402 Kilometer lang und hat 272 Stationen auf elf Linien.

Fast 150 Jahre lang war die Underground die längste U-Bahn der Welt.

Nach dem Stand von 2020 ist sie die sechstlängste, aber die längste außerhalb Ostasiens.

14 Stationen liegen sogar außerhalb von Greater London, unter anderem in den Grafschaften Buckinghamshire, Hertfordshire und Essex.

Mehr Oberfläche als Tunnel

Trotz ihres Namens fährt die Underground außerhalb der Innenstadt meist an der Oberfläche.

Nur 45 Prozent des Streckennetzes liegen tatsächlich im Tunnel.

Komplett unterirdisch fahren lediglich die Victoria Line und die Waterloo and City Line mit nur zwei Stationen.

Die Züge fahren mit 630 Volt Gleichstrom.

Die älteste U-Bahn der Welt

Die Metropolitan Railway wurde am 7. August 1854 gegründet, gebaut wurde ab Februar 1860.

Am 10. Januar 1863 eröffnete sie die erste U-Bahn der Welt, die zunächst mit Dampflokomotiven fuhr.

Die Strecke führte von Paddington nach Farringdon Street, und die Gleise lagen im Schnitt etwa fünf Meter unter der Erdoberfläche.

Am ersten Betriebstag fuhren 40.000 Menschen mit der neuen Bahn.

40 Millionen schon im Jahr 1880

Im Jahr 1880 beförderte die Metropolitan Railway bereits 40 Millionen Fahrgäste pro Jahr.

Ab 1868 dehnte sie ihr Netz nach Nordwesten aus, 1880 erreichte sie Harrow.

Es folgten Rickmansworth im Jahr 1887, Chesham im Jahr 1889 und Aylesbury im Jahr 1892.

Vom Namen Metropolitan Railway leitet sich übrigens das Wort Metro ab, das heute weltweit für U-Bahnen steht.

Die erste Röhre

Am 2. August 1870 eröffnete mit der Tower Subway die erste Röhrenbahn der Welt.

Ein Kabel zog den einzigen Wagen durch die Röhre, angetrieben von zwei Dampfmaschinen mit je 4 PS.

Der Wagen bot allerdings nur 10 Personen Platz, und ein zweiter Wagen passte mangels Ausweichgleis nicht in den Tunnel.

Die Technik erwies sich deshalb als kaum brauchbar, doch der Schildvortrieb machte tiefe Tunnel möglich.

Die großen Tubes entstehen

Nach 1900 entstanden in kurzer Zeit mehrere tief liegende Röhrenbahnen.

Im Jahr 1900 eröffnete die Central London Railway, die heutige Central Line.

Im Jahr 1906 folgten die heutigen Linien Piccadilly und Bakerloo, im Jahr 1907 die heutige Northern Line.

Seit 2003 gehört die Underground zu Transport for London, das für fast alle öffentlichen Verkehrsmittel in Greater London zuständig ist.

Nachts am Wochenende

In den Nächten auf Samstag und Sonntag fahren einige Linien durchgehend.

Dazu gehören die Victoria Line, die Jubilee Line und Teile der Northern, Central und Piccadilly Line.

Ursprünglich sollte dieser Night Tube genannte Betrieb am 12. September 2015 beginnen.

Wegen eines Tarifkonflikts mit den Gewerkschaften wurde der Start jedoch verschoben.

Personal in jeder Station

Im Juni 2021 arbeiteten rund 19.000 Menschen für die Londoner U-Bahn.

Anders als in vielen anderen U-Bahn-Systemen sind alle Stationen durchgehend mit mehreren Angestellten besetzt.

Sie helfen an den Ticketsperren, verkaufen Fahrkarten, informieren Reisende und fertigen die Züge ab.

Werktags fahren die Züge etwa von 5 Uhr früh bis gegen 1 Uhr nachts, sonntags von etwa 7 Uhr bis Mitternacht.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Häufige Fragen

Wie viele Fahrgäste hat die Londoner U-Bahn?
Im Geschäftsjahr 2011 wurden 1,171 Milliarden Fahrten gezählt, täglich im Schnitt rund 3,2 Millionen Fahrgäste.
Wie lang ist das Netz der Londoner U-Bahn?
Das Netz ist 402 Kilometer lang und hat 272 Stationen auf elf Linien.
Seit wann gibt es die Londoner U-Bahn?
Seit dem 10. Januar 1863, damit ist sie die älteste U-Bahn der Welt.
Warum heißt sie Tube?
Tube ist das englische Wort für Röhre und bezieht sich auf die tief liegenden Röhrentunnel vieler Linien. Die erste solche Röhrenbahn der Welt war 1870 die Tower Subway.
Fährt die Tube auch nachts?
Ja, in den Nächten auf Samstag und Sonntag fahren einige Linien durchgehend, zum Beispiel die Victoria Line und die Jubilee Line.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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