Ortstermin
„Im Frühling ist dieser Bahnhof voll, weil halb Berlin zur Baumblüte fährt.“
Der Bahnhof Werder, Ankunft in der Stadt der Obstbaumblüte
→ Ein Ortstermin an der Havel.
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Kurz gesagt
Werder liegt an der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg. Mit dem Regional-Express RE 1 ist man in etwa 40 Minuten am Berliner Hauptbahnhof.
Westlich von Potsdam, mitten in einer Landschaft aus Wasser und Obstgärten, liegt Werder an der Havel.
Die Stadt mit rund 27.000 Einwohnern ist das Zentrum des Obstanbaus im Havelland.
Jedes Frühjahr, wenn die Bäume blühen, kommen die Besucher in Scharen, viele von ihnen mit der Bahn.

An der Strecke Berlin–Magdeburg
Werder liegt an der Bahnstrecke von Berlin nach Magdeburg.
Ihr Abschnitt über Potsdam hinaus nach Westen wurde bis 1846 eröffnet.
Damit gehört Werder zu den frühen Bahnorten in Brandenburg.
Bis heute ist die Strecke eine der wichtigsten Verbindungen westlich von Berlin.

In 40 Minuten nach Berlin
Der Regional-Express RE 1 verbindet Werder mit Berlin, Brandenburg an der Havel und Magdeburg.
Bis zum Berliner Hauptbahnhof braucht er etwa 40 Minuten.
In der anderen Richtung fährt er bis Frankfurt an der Oder und Eisenhüttenstadt.
Für viele Pendler ist Werder deshalb ein attraktiver Wohnort.

Gut zu wissen
Werder liegt an der Strecke Berlin–Magdeburg, der RE 1 fährt in etwa 40 Minuten zum Berliner Hauptbahnhof. Für eine geplante S-Bahn-Verlängerung wurden bereits Brückenköpfe an der Havelbrücke gebaut.
Werder ist das Zentrum des havelländischen Obstanbaus, im April und Mai findet das Baumblütenfest statt. Das Obstbaumuseum auf der Insel gibt es seit 1994.
Die S-Bahn, die noch nicht kam
Es gab Planungen, die Berliner S-Bahn von Potsdam bis nach Werder zu verlängern.
Als Vorleistung wurden bereits Brückenköpfe neben der Havelbrücke vor dem Bahnhof gebaut.
Die S-Bahn fährt bisher trotzdem nicht bis Werder.
Die Idee taucht in Debatten über den Nahverkehr immer wieder auf.

Die Stadt der Obstbaumblüte
Werder ist bekannt als Zentrum des havelländischen Obstanbaus.
Im April und Mai blühen hier unzählige Obstbäume.
Zu diesem Anlass findet jedes Jahr das Baumblütenfest statt, ein viel besuchtes Volksfest.
Dann sind die Züge aus Berlin besonders voll.

Ein Museum für das Obst
Auf der Insel informiert das Obstbaumuseum über die Geschichte des Obstanbaus in Werder.
Es befindet sich seit 1994 im ehemaligen Stadtgefängnis.
Das Gebäude war 1896 aus dem alten Leichenhaus am Friedhof entstanden.
So erzählt schon das Haus selbst eine ungewöhnliche Geschichte.

Die Inselstadt
Der historische Kern von Werder liegt auf einer Insel in der Havel.
Ihre höchste Erhebung ist der Mühlenberg.
Dort steht das Alte Rathaus, das 1879 aus einer alten Fachwerkschule umgebaut wurde.
Es wurde zwischen 1992 und 1995 saniert.

Obstwein aus dem Lendelhaus
Am Markt steht das Lendelhaus, das 1789 als Stadtpalais gebaut wurde.
Ab 1916 produzierte dort der Unternehmer F. W. Lendel Obstwein, Säfte und Marmeladen.
Die Ziegelbauten der Fabrik stammen aus dem 19. Jahrhundert.
Sie zeigen, wie eng Werder mit seinem Obst verbunden ist.

Ziegel aus Glindow
Im Ortsteil Glindow gibt es ein Ziegeleimuseum.
Dort steht ein Ringofen, der mit Kohlenstaub befeuert wird.
Er wird bis heute zum Brennen von Kunstwerken und besonderen Ziegeln genutzt.
Glindower Ziegel wurden früher auch für viele Bauten in Berlin verwendet.

Ankommen in Werder
Vom Bahnhof ist es nur ein kurzer Weg über die Havel bis zur Inselstadt.
Dort warten Gassen, Cafés und der Blick aufs Wasser.
Im Frühling locken die blühenden Obstplantagen rund um die Stadt.
So beginnt ein Ausflug ins Grüne direkt am Bahnsteig.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Häufige Fragen
Wie schnell ist man in Berlin?
Fährt die S-Bahn nach Werder?
Wann blühen die Obstbäume?
Was zeigt das Obstbaumuseum?
Wo liegt die Altstadt?
Weiterfahrt
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→ Ortstermin: Der Bahnhof Berlin Potsdamer Platz – die Havelstadt im Westen
