Wie viele Fahrgäste hat die Moskauer Metro?

Zahlen, bitte!

„Nächste Station Komsomolskaja, hier warten drei Fernbahnhöfe und 72 Marmorpfeiler.“

Wie viele Fahrgäste hat die Moskauer Metro?

→ Eine U-Bahn in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Moskauer Metro beförderte im Jahr 2020 rund 2,8 Milliarden Fahrgäste. An einem einzigen Tag nutzen sie bis zu neun Millionen Menschen.

Die Moskauer Metro ist für ihre prachtvollen Stationen bekannt, die oft unterirdische Paläste genannt werden.

Zugleich ist sie eine der am stärksten genutzten U-Bahnen der Welt.

Wie viele Menschen sie befördert und wie groß ihr Netz ist, zeigen die Zahlen.

Retro train of Moscow Metro
Foto: A.Savin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

2,8 Mrd.

Fahrgäste pro Jahr

Stand 2020

bis zu 9 Mio.

Fahrgäste pro Tag

an starken Tagen

472 km

Streckenlänge

größtes Netz Europas

Die Station Park Pobedy liegt 84 Meter unter der Oberfläche.

2,8 Milliarden Fahrgäste im Jahr

Im Jahr 2020 beförderte die Moskauer Metro rund 2,8 Milliarden Fahrgäste.

An einem Tag nutzen sie bis zu neun Millionen Menschen.

Damit gehört sie zu den am stärksten genutzten U-Bahnen der Welt.

Betrieben wird sie von einem staatlichen Unternehmen mit dem Namen Moskauer Metro.

Moscow metro Salarevo frist day ()
Foto: Artem Svetlov, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Alle anderthalb bis drei Minuten

Die Züge fahren von 5.30 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts.

In den Hauptverkehrszeiten von 7 bis 10 Uhr und von 17 bis 20 Uhr folgen sie auf den meisten Linien im Abstand von anderthalb bis drei Minuten.

Sonst kommt alle zwei bis vier Minuten ein Zug, nach Mitternacht alle fünf bis zehn Minuten.

Die Eingänge der Stationen öffnen gegen 5.30 Uhr und schließen um 1 Uhr nachts.

Gut zu wissen

Die Moskauer Metro beförderte 2020 rund 2,8 Milliarden Fahrgäste, an einem Tag sind es bis zu neun Millionen. Mit 472 Kilometern hat sie das größte U-Bahn-Netz Europas.

Die erste Linie wurde am 15. Mai 1935 eröffnet. Die Station Park Pobedy liegt 84 Meter tief und hat 126 Meter lange Rolltreppen.

Das größte Netz Europas

Mit einer Streckenlänge von 472 Kilometern hat die Moskauer Metro das größte U-Bahn-Netz Europas.

Die Londoner U-Bahn folgt mit 402 Kilometern.

Für das Jahr 2017 wurde ein 466 Kilometer langes Netz mit 263 Stationen angegeben.

Die unterschiedlichen Werte stammen aus verschiedenen Jahren, denn das Netz wird fortlaufend erweitert.

Die längste und die kürzeste Linie

Die längste Linie ist die Linie 11, der Große Ring, mit 57,5 Kilometern.

Die kürzeste ist die Linie 10 mit 10,0 Kilometern.

Die Nummern der Linien folgen im Wesentlichen der Reihenfolge, in der ihre ersten Abschnitte eröffnet wurden.

Ein Teil des Großen Rings war früher eine eigene kurze Linie, die 2019 geschlossen und 2023 als Teil des Rings wiedereröffnet wurde.

Start am 15. Mai 1935

Am 15. Mai 1935 wurde die erste Linie zwischen Sokolniki und Park Kultury eröffnet.

Dazu kam eine Abzweigung in Richtung Smolenskaja.

Der erste Abschnitt war 11,2 Kilometer lang und hatte 13 Stationen, auf ihm fuhren zwölf Zugpaare mit je vier Wagen.

Schon damals nutzten ihn rund 177.000 Fahrgäste am Tag.

Gebaut mit Freiwilligen

Für den Bau wurden Freiwillige aus der ganzen Sowjetunion angeworben, auch mit massiver Propaganda.

Die Bauleitung hatte Lasar Kaganowitsch, damals Verkehrsminister der Sowjetunion.

Zeitweise flossen 21 Prozent des laufenden Moskauer Stadthaushalts in den Bau der Metro.

Viele Menschen kamen zur Eröffnung nur, um die neuen Stationen mit Rolltreppen, Kronleuchtern und Marmor zu bestaunen.

Unterirdische Paläste

Viele Stationen aus der Stalinzeit sind im Stil des sozialistischen Klassizismus prunkvoll ausgestattet.

Die meisten Stationen außerhalb des Zentrums sind dagegen schlicht und sachlich gestaltet.

Als schönste Station gilt oft Komsomolskaja an der Ringlinie, eröffnet 1952 direkt an drei Fernbahnhöfen.

Sie hat 72 achteckige Pfeiler mit hellem Marmor und acht große Mosaike aus jeweils 300.000 Einzelteilen.

Der Ring um das Zentrum

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Ringlinie gebaut, um die zentralen Umsteigestationen zu entlasten.

Das erste Teilstück zwischen Park Kultury und Kurskaja ging am 1. Januar 1950 in Betrieb.

Weil die Pläne geändert wurden, verläuft die Linie teils bis zu 1,5 Kilometer außerhalb des Gartenrings.

So verbindet sie die wichtigsten Fernbahnhöfe Moskaus, geschlossen wurde der Ring am 14. März 1954.

Im Krieg Schutzraum und Stützpunkt

Ab Juni 1941 wurden rund 30 Prozent der Metro-Beschäftigten zum Kriegsdienst abgezogen.

Alle Pläne für neue Strecken wurden auf unbestimmte Zeit verschoben.

Ab 1941 wurden in einigen Stationen Soldaten und Regierungsstellen untergebracht.

In der Station Kirowskaja, die heute Tschistyje Prudy heißt, arbeiteten sogar Abteilungen des Generalstabs der Roten Armee.

84 Meter unter der Erde

Die Moskauer Metro gehört zu den U-Bahnen mit den tiefsten Tunneln und Stationen der Welt.

Die Station Park Pobedy an der Linie 3 liegt 84 Meter unter der Oberfläche.

Ihre Rolltreppen sind 126 Meter lang und haben 740 Stufen.

Nach Angaben der Metro waren sie die längsten der Welt, bis 2011 in Sankt Petersburg 137 Meter lange Rolltreppen eröffnet wurden.

Züge aus Mytischtschi

Fast alle Züge der Moskauer Metro stammen aus russischer Produktion.

Gebaut und modernisiert werden sie vor allem vom Werk Metrowagonmasch in Mytischtschi bei Moskau.

Im Oktober 2020 wurde die Baureihe Moskau-2020 vorgestellt, von der 168 Züge ausgeliefert wurden.

Sie haben breitere Übergänge zwischen den Wagen, gläserne Türen und farbige Leuchtstreifen, die das Schließen der Türen anzeigen.

Viele Menschen, viele Linien

Die erste Linie von 1935 ist heute nur noch ein kleiner Teil eines riesigen Netzes.

Aus 13 Stationen wurden mehrere Hundert.

Aus rund 177.000 Fahrgästen am Tag wurden bis zu neun Millionen.

Auch in den kommenden Jahren sind weitere Strecken im Bau oder in Planung.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie viele Fahrgäste hat die Moskauer Metro?
Rund 2,8 Milliarden im Jahr (Stand 2020), an einem Tag bis zu neun Millionen.
Wie lang ist das Netz der Moskauer Metro?
Rund 472 Kilometer, das größte U-Bahn-Netz Europas. Für 2017 wurden 466 Kilometer mit 263 Stationen angegeben.
Wann wurde die Moskauer Metro eröffnet?
Am 15. Mai 1935, mit einem 11,2 Kilometer langen Abschnitt und 13 Stationen.
Wie tief liegt die Station Park Pobedy?
84 Meter unter der Oberfläche. Ihre Rolltreppen sind 126 Meter lang.
Welche Station gilt als die schönste?
Oft wird die 1952 eröffnete Station Komsomolskaja an der Ringlinie genannt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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