Wie schnell fuhr der Taurus beim Weltrekord?

Zahlen, bitte!

„Diese Lok fuhr schneller als jede andere vor ihr, und danach zog sie wieder ganz normale Züge.“

Wie schnell fuhr der Taurus beim Weltrekord?

→ Ein Rekord in Zahlen.

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Kurz gesagt

Am 2. September 2006 erreichte eine Taurus-Lokomotive 357 km/h. Damit brach sie einen Rekord, der seit 1955 bei 331 km/h lag.

Hochgeschwindigkeitszüge sind schnell, weil sie leicht und windschnittig gebaut sind.

Eine einzelne Lokomotive, die normalerweise Züge zieht, gilt dagegen nicht als Rennmaschine.

Umso erstaunlicher ist, was eine Lok vom Typ Taurus im Jahr 2006 schaffte.

Praha Libeň, vlak s ÖBB 1216
Foto: cs:ŠJů, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

357 km/h

Rekordtempo

im zweiten Versuch

331 km/h

alter Rekord

aus dem Jahr 1955

6 MW

Dauerleistung

der Baureihe ES64U4

Aufgestellt am 2. September 2006 auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt.

357 km/h

Am 2. September 2006 fuhr die Lokomotive 1216 050 auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt einen Rekord.

Im ersten Versuch erreichte sie 344 km/h.

Im zweiten Versuch kam sie auf 357 km/h.

Beide Werte lagen über dem bisherigen Weltrekord für Lokomotiven.

ÖBB 1216 n°234 in Prague
Foto: Kevin.B, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Rekord aus dem Jahr 1955

Der alte Rekord stammte aus dem Jahr 1955.

Damals hatte die französische Lokomotive BB 9004 der SNCF 331 km/h erreicht.

Dieser Wert hatte über fünfzig Jahre Bestand.

Die Taurus übertraf ihn um 26 km/h.

Gut zu wissen

Am 2. September 2006 erreichte die Siemens-Lok 1216 050 auf der Strecke Nürnberg–Ingolstadt 357 km/h. Sie übertraf damit den Rekord der französischen BB 9004 von 331 km/h aus dem Jahr 1955.

Die Lok fährt heute als ÖBB 1216 025 in dunkelgrauer Lackierung mit Hinweis auf den Weltrekord. Die Bauart ES64U4 hat eine Dauerleistung von 6 Megawatt.

Die Lok hinter dem Rekord

Die Rekordlok gehörte zur Bauart ES64U4 von Siemens, einem Mitglied der EuroSprinter-Familie.

Diese Lokomotiven können mit mehreren Stromsystemen fahren und sind für den Verkehr über Grenzen gebaut.

Die erste Lok dieser Bauart wurde am 31. März 2005 im Siemens-Werk München-Allach vorgestellt.

Seit 2006 fahren die Maschinen im grenzüberschreitenden Planverkehr.

Sechs Megawatt

Die Lokomotiven der Bauart ES64U4 haben eine Dauerleistung von 6 Megawatt.

Kurzzeitig schaffen sie sogar 6,4 Megawatt.

Um Gewicht zu sparen, wurde ihr Transformator 2,5 Tonnen leichter gebaut als bei der Vorgängerbauart.

Deshalb ist ihre Leistung etwas geringer als bei den Vorgängern.

Warum Nürnberg–Ingolstadt

Die Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt war im Jahr 2006 ganz neu.

Sie ist auf langen Abschnitten für hohe Geschwindigkeiten gebaut.

Ihre Gleise liegen auf einer festen Fahrbahn, die bei hohem Tempo sehr ruhig ist.

Deshalb eignete sie sich gut für eine Rekordfahrt.

Von Siemens zur ÖBB

Zum Zeitpunkt des Rekords gehörte die Lok noch dem Hersteller Siemens.

Später übernahmen die Österreichischen Bundesbahnen sie und führten sie als 1216 025.

Die ÖBB besitzen mehrere Maschinen dieses Typs als Reihe 1216.

Die Rekordlok ist also bis heute im Einsatz.

Ein Rekord zum Anschauen

Nach der Rekordfahrt wurde die Lok neu lackiert.

Sie trägt seitdem ein dunkelgraues Farbkleid mit Aufschriften, die auf den Weltrekord hinweisen.

So fährt sie im Planverkehr durch Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien.

Wer sie sieht, erkennt sie sofort.

Taurus heißt Stier

Der Name Taurus ist Latein und bedeutet Stier.

Er passt zu einer kraftvollen Lokomotive, die schwere Züge über die Alpen zieht.

Die ersten Taurus-Loks fuhren ab dem Jahr 2000 für die ÖBB.

Die Bauart ES64U4 ist eine Weiterentwicklung dieser Familie.

Ein Rekord für Lokomotiven

Der Rekord von 357 km/h gilt für einzelne Lokomotiven.

Züge mit Triebköpfen und besonders leichten Wagen sind schon schneller gefahren.

Ein französischer TGV erreichte im Jahr 2007 sogar 574,8 km/h.

Für eine Lok, die im Alltag Güter- und Reisezüge zieht, ist das Taurus-Ergebnis trotzdem außergewöhnlich.

Im Alltag viel langsamer

Im normalen Betrieb fahren die Lokomotiven der Reihe 1216 deutlich langsamer.

Ihre zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h.

Mehr ist im Planverkehr auch gar nicht nötig.

Die Rekordfahrt war eine Demonstration dessen, was technisch möglich ist.

Was der Rekord zeigte

Die Fahrt bewies, wie stabil moderne Drehstromloks auch bei extremem Tempo laufen.

Sie war zugleich Werbung für den Hersteller und für die Technik.

Viele Eisenbahnfreunde verfolgten die Rekordversuche mit großer Begeisterung.

Bis heute gilt die Fahrt als ein Höhepunkt der Lokomotivgeschichte.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Häufige Fragen

Wie schnell fuhr der Taurus?
357 km/h, am 2. September 2006.
Wo fand die Rekordfahrt statt?
Auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt.
Welcher Rekord wurde gebrochen?
Der Lokomotiv-Rekord der französischen BB 9004 von 331 km/h aus dem Jahr 1955.
Fährt die Rekordlok noch?
Ja, als ÖBB 1216 025 im Planverkehr.
Ist das der schnellste Zug der Welt?
Nein, es ist ein Rekord für Lokomotiven, ein TGV fuhr 2007 574,8 km/h.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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