Zahlen, bitte
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Regionalexpress fährt schneller, als mancher denkt.“
Wie schnell fährt ein Regionalexpress?
→ Bis 160 km/h – der RE ist kein ICE, aber auch keine Bummelbahn.
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Kurz gesagt
Ein Regionalexpress (RE) fährt in der Regel bis zu 160 Stundenkilometer. Manche Fahrzeuge schaffen nur 120 oder 140. Ein besonderer RE, der München-Nürnberg-Express, erreicht sogar 200 km/h – so schnell wie mancher ICE.
Zwischen der gemütlichen Regionalbahn und dem rasenden ICE liegt der Regionalexpress.
Aber wie schnell ist er eigentlich? Schneller, als sein bodenständiges Image vermuten lässt.
Der klassische Regionalexpress fährt bis zu 160 Stundenkilometer.
Damit hält er auf vielen Strecken problemlos mit.
Nicht jeder RE schafft das: Ältere oder einfachere Fahrzeuge sind bei 120 oder 140 abgeriegelt.
RE-Tempo in Zahlen
160 km/h
Normalfall
typischer Regionalexpress
120–140
langsamere RE
je nach Fahrzeug
200 km/h
Spitzenreiter
München-Nürnberg-Express
Der RE liegt zwischen Regionalbahn und Fernverkehr.
Quelle: Branchenangaben, Fahrzeugdaten.

Meist Tempo 160
Tempo 160 ist die Messlatte des Regionalexpresses.
Auf gut ausgebauten Strecken kann er dieses Tempo über längere Abschnitte halten und verliert so kaum Zeit gegenüber schnelleren Zügen.
Der Unterschied zum ICE liegt weniger in der Höchstgeschwindigkeit als im Halteverhalten.
Der RE hält häufiger, verbindet also mehr Orte.
Das kostet Zeit, macht ihn aber zum Rückgrat des regionalen Verkehrs.
Zur Regionalbahn hin grenzt er sich ebenfalls ab: Diese hält an fast jeder Station, der RE lässt kleinere Halte aus.
So ist er der schnelle Bruder im Nahverkehr – zügig unterwegs, aber immer noch nah an der Fläche.
Warum nicht alle gleich schnell sind
Ob ein RE 140 oder 160 fährt, hängt vom Fahrzeug und von der Strecke ab.
Manche Regionen setzen ältere Züge ein, die technisch bei einem niedrigeren Tempo abgeriegelt sind.
Andere haben moderne Fahrzeuge für 160.
Auch die Strecke muss mitspielen.
Viele Regionalstrecken erlauben ohnehin kein hohes Tempo, weil sie kurvig sind oder viele Bahnübergänge haben.
Dort nützt der schnellste Zug wenig – die Strecke setzt die Grenze.
Deshalb ist das Höchsttempo oft gar nicht entscheidend.
Wichtiger ist, wie zügig der Zug beschleunigt und wie wenige Halte er hat.
Ein flotter RE mit wenigen Halten kann schneller ans Ziel bringen als ein selten haltender, aber langsamer Zug.
Der schnelle Ausreißer
Ein besonderer Fall ist der München-Nürnberg-Express.
Er fährt über die Schnellfahrstrecke zwischen den beiden Städten und erreicht dabei bis zu 200 Stundenkilometer – ein Tempo, das sonst dem Fernverkehr vorbehalten ist.
Er zeigt, dass die Grenze zwischen Nah- und Fernverkehr fließend ist.
Wo eine schnelle Strecke vorhanden ist, kann auch ein Regionalzug richtig Fahrt aufnehmen.
Für die Fahrgäste bedeutet das eine schnelle Verbindung zum Nahverkehrstarif.

Der RE im Netz der Zuggattungen
Um den Regionalexpress einzuordnen, hilft ein Blick auf die Gattungen.
Ganz oben steht der ICE für lange, schnelle Strecken.
Darunter der Intercity, dann der Regionalexpress, und schließlich die Regionalbahn und die S-Bahn für den Nahbereich.
Der RE ist damit das schnelle Rückgrat des Nahverkehrs.
Er verbindet Mittelzentren und größere Städte, überbrückt mittlere Entfernungen und ist für viele Pendler das wichtigste Verkehrsmittel im Alltag.
Anders als der Fernverkehr wird der RE von den Bundesländern bestellt und finanziert.
Sie legen fest, welche Strecken wie oft bedient werden.
Deshalb unterscheidet sich das Angebot von Region zu Region deutlich.
Was für die Reisezeit zählt
Für die tatsächliche Reisezeit ist das Höchsttempo oft weniger wichtig als gedacht.
Entscheidend ist, wie schnell der Zug beschleunigt und bremst und wie viele Halte er hat.
Ein flotter Antrieb bringt auf kurzen Abständen mehr als eine hohe Spitze.
Moderne Triebzüge beschleunigen kräftig und erreichen ihr Tempo schnell.
Das macht sie auf Strecken mit vielen Halten effizient – sie holen zwischen den Stationen zügig Fahrt auf, statt lange zu brauchen.
Deshalb kann ein moderner RE mit Tempo 160 auf einer gut ausgebauten Strecke fast so schnell sein wie ein selten haltender Fernzug.
Für die Fahrgäste zählt am Ende die Tür-zu-Tür-Zeit, nicht die Zahl auf dem Tacho.
So ist der Regionalexpress ein unterschätztes Arbeitstier: nicht das schnellste Fahrzeug auf der Schiene, aber ein verlässlicher, zügiger Verbinder, der das Land in der Fläche zusammenhält.
Ein weiterer Vorteil des RE ist sein Komfort.
Moderne Regionalexpresszüge bieten oft bequeme Sitze, Steckdosen und Fahrradabteile.
Für mittlere Strecken sind sie eine gute Alternative zum Auto – günstig und entspannt.
Auch der Takt zählt.
Auf gut ausgebauten Linien fährt der RE im Stundentakt oder öfter.
Wer die Verbindung kennt, kann sich darauf verlassen und braucht kaum einen Fahrplan – das macht ihn im Alltag so nützlich.
So schließt der Regionalexpress eine wichtige Lücke: Er ist schneller als die Bummelbahn, aber näher an der Fläche als der ICE. Für Millionen Pendler ist er der stille, zuverlässige Begleiter durch den Alltag.
Zum Einordnen
Ein Regionalexpress fährt meist bis zu 160 Stundenkilometer.
Ältere oder einfachere Fahrzeuge sind bei 120 oder 140 abgeriegelt.
Der München-Nürnberg-Express erreicht als Ausnahme bis zu 200 km/h.
Häufige Fragen
Wie schnell fährt ein Regionalexpress?
Was ist der schnellste RE?
Warum sind manche RE langsamer?
Was unterscheidet RE und Regionalbahn?
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