Zahlen, bitte!
„Auf dieser Strecke fährt der ICE neben der Autobahn her und ist doch viel schneller.“
Wie schnell fährt der ICE zwischen Nürnberg und Ingolstadt?
→ Eine Strecke in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Zwischen Nürnberg und Ingolstadt fährt der ICE bis zu 300 km/h. Seit Ende 2006 dauert die schnellste Fahrt von Nürnberg nach München nur noch 62 Minuten.
Zwischen Nürnberg und München liegt eine der schnellsten Bahnstrecken Deutschlands.
Ihr Herzstück ist die Neubaustrecke von Nürnberg nach Ingolstadt.
Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
300 km/h
Höchsttempo
auf 69,4 Kilometern
62 Minuten
Nürnberg–München
schnellste Fahrt
9 Tunnel
zusammen 27 km
fast ein Drittel der Trasse
Eingeweiht am 13. Mai 2006, voll in Betrieb seit dem 10. Dezember 2006.
300 km/h auf 69,4 Kilometern
Die Neubaustrecke ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h gebaut.
Dieses Tempo ist auf insgesamt 69,4 Kilometern möglich.
Damit gehört sie zu den schnellsten Strecken in Deutschland.
Nur wenige andere Strecken erlauben so hohe Geschwindigkeiten.

77,4 Kilometer neu gebaut
Der neu gebaute Abschnitt ist 77,4 Kilometer lang.
Er zweigt bei Nürnberg von der Strecke nach Regensburg ab.
In Ingolstadt Nord mündet er in die Strecke nach München.
Zusammen mit dem Ausbau bis München sind es 171 Kilometer.
Gut zu wissen
Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt ist auf 69,4 Kilometern für 300 km/h ausgelegt. Der Neubauabschnitt ist 77,4 Kilometer lang, neun Tunnel machen zusammen 27 Kilometer aus.
Eröffnet wurde sie am 13. Mai 2006, voll in Betrieb ist sie seit dem 10. Dezember 2006. Die schnellste Fahrt von Nürnberg nach München dauert 62 Minuten.
Immer an der Autobahn entlang
Die Trasse verläuft in weiten Teilen neben der Autobahn A 9.
So sollte möglichst wenig Landschaft zerschnitten werden.
Das hatte aber seinen Preis.
Denn die Autobahn folgt dem Gelände anders als eine Bahn.
Neun Tunnel mit 27 Kilometern
Wegen der Nähe zur Autobahn waren neun Tunnel nötig.
Zusammen sind sie 27 Kilometer lang.
Das ist fast ein Drittel der neuen Strecke.
Die Züge verschwinden also oft im Berg.
Die beiden längsten Tunnel
Der längste Tunnel ist der Euerwangtunnel mit 7,7 Kilometern.
Knapp dahinter folgt der Irlahülltunnel mit 7,3 Kilometern.
Beide zählen zu den längsten Eisenbahntunneln in Deutschland.
Sie führen die Strecke durch die Hügel der Fränkischen Alb.
82 Überführungen
Auf der Strecke wurden 82 Überführungen gebaut.
Dazu gehören fünf größere Eisenbahnbrücken.
Außerdem entstanden rund 80 kleine Durchlässe für Wasser.
Die längste Straßenbrücke misst 305 Meter.
Gleise auf fester Fahrbahn
Die Gleise liegen nicht auf Schotter, sondern auf einer festen Fahrbahn.
Das sorgt bei hohem Tempo für eine ruhige Fahrt.
Die Schienen wurden aus 120 Meter langen Stücken verschweißt.
So gibt es kaum Stöße, die man im Zug spürt.
Eröffnet im Jahr 2006
Feierlich eingeweiht wurde die Strecke am 13. Mai 2006.
Ab Ende Mai fuhren die ersten Fernzüge im Vorlaufbetrieb.
Voll in Betrieb ging sie am 10. Dezember 2006.
Gleichzeitig startete auch der Regionalverkehr.
Eine halbe Stunde gespart
Die Fahrt von Nürnberg nach München wurde um rund eine halbe Stunde kürzer.
Die schnellsten Fernzüge brauchen seitdem nur noch 62 Minuten.
Im Regionalverkehr sank die Fahrzeit um etwa eine Stunde.
Sie liegt dort bei rund 105 Minuten.
Teil einer großen Achse
Die Strecke verlängert eine lange Verbindung von Berlin über Leipzig und Erfurt nach Nürnberg.
Sie ist außerdem Teil eines europäischen Korridors von Skandinavien bis zum Mittelmeer.
So verbindet sie Norden und Süden Europas.
Für viele Reisende ist sie ein wichtiges Stück auf dem Weg in den Süden.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
