Zahlen, bitte!
„Wenn dieser Tunnel fertig ist, wird er die längste unterirdische Bahnverbindung der Welt sein.“
Wie lang wird der Brenner-Basistunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Brenner-Basistunnel wird zwischen Innsbruck und Franzensfeste 55 Kilometer lang. Zusammen mit der Umfahrung Innsbruck wären es 64 Kilometer.
Unter dem Brennerpass entsteht einer der größten Tunnel der Welt.
Er soll Österreich und Italien auf der Schiene neu verbinden.
Seine Zahlen sind gewaltig, und seine Geschichte ist lang.

Die wichtigsten Zahlen
55 km
Tunnellänge
Innsbruck bis Franzensfeste
64 km
mit Umfahrung Innsbruck
längste unterirdische Verbindung
2032
Eröffnung
frühestens
Früher geplant war die Eröffnung für 2028.
55 Kilometer unter dem Pass
Der Brenner-Basistunnel wird zwischen Innsbruck und Franzensfeste 55 Kilometer lang.
Er verläuft parallel zur heutigen Brennerbahn.
Doch er liegt tief unter den Bergen.
So müssen die Züge nicht mehr über den Pass klettern.

64 Kilometer mit Umfahrung
Bei Innsbruck gibt es bereits einen Bahntunnel, die Umfahrung Innsbruck.
Zusammen mit einem großen Teil davon kommt der Tunnel auf 64 Kilometer.
Das wäre die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt.
Selbst der Gotthard-Basistunnel wäre dann kürzer.
Gut zu wissen
Der Brenner-Basistunnel wird zwischen Innsbruck und Franzensfeste 55 Kilometer lang. Mit einem großen Teil der Umfahrung Innsbruck wären es 64 Kilometer, die längste unterirdische Bahnverbindung der Welt.
Die Eröffnung war einmal für 2028 geplant, seit Mai 2021 gilt frühestens 2032. Rund 40 Prozent des Alpentransits im zentralen Alpenbogen laufen über den Brenner.
Ein gemeinsames Projekt
Der Tunnel ist ein Gemeinschaftsprojekt von Österreich und Italien.
Er soll Personenzüge und Güterzüge aufnehmen.
Die Europäische Union unterstützt den Bau.
Er ist Teil der großen Achse von Berlin nach Palermo.
Frühestens 2032
Im Jahr 2019 war die Eröffnung noch für 2028 geplant.
Im Mai 2021 wurde bekannt, dass es länger dauert.
Nun soll der Tunnel frühestens im Jahr 2032 fertig werden.
Große Tunnelprojekte brauchen oft mehr Zeit als gedacht.
40 Prozent des Alpentransits
Über den Brenner läuft ein großer Teil des Güterverkehrs durch die Alpen.
Rund 40 Prozent des Transits im zentralen Alpenbogen nehmen diesen Weg.
Etwa drei Viertel davon fahren auf der Straße.
Der Tunnel soll mehr Güter auf die Schiene bringen.
25 Promille auf der alten Strecke
Die heutige Brennerbahn hat Steigungen von bis zu 25 Promille.
Dazu kommen enge Kurven.
Schwere Güterzüge brauchen deshalb bis zu drei Lokomotiven.
Im Basistunnel wird die Strecke viel flacher.
Die Grenze der Kapazität
Im Jahr 2010 fuhren zwischen Innsbruck und Steinach im Schnitt 242 Züge am Tag.
Damit war die alte Strecke fast voll ausgelastet.
Mehr Züge passen kaum noch über den Pass.
Der neue Tunnel soll hier Platz schaffen.
Hilfe für die Anwohner
Die vielen Lastwagen belasten die Menschen im Tal.
Lärm und Abgase sind seit Jahren ein großes Thema.
Anwohner kämpfen lange für eine Entlastung.
Viele setzen deshalb große Hoffnungen in den Tunnel.
Vorbild in der Schweiz
In den westlichen Alpen gibt es schon eine Flachbahn.
Der Gotthard-Basistunnel wurde 2016 eröffnet.
Der Ceneri-Basistunnel folgte im Jahr 2020.
Am Brenner soll nun etwas Ähnliches entstehen.
Zulaufstrecken fehlen noch
Ein Tunnel allein reicht nicht aus.
Auch die Strecken davor und dahinter müssen ausgebaut werden.
Dafür sind in Italien, Österreich und Deutschland weitere Bauten geplant.
Erst dann entfaltet der Tunnel seine volle Wirkung.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
