Zahlen, bitte!
„Dank dieses Tunnels fährt man von Locarno nach Lugano in 22 statt in 55 Minuten.“
Wie lang ist der Ceneri-Basistunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Ceneri-Basistunnel ist 15,4 Kilometer lang. Er wurde am 4. September 2020 eröffnet und ist seit dem 13. Dezember 2020 regulär in Betrieb.
Im Schweizer Kanton Tessin liegt einer der jüngsten großen Bahntunnel Europas.
Der Ceneri-Basistunnel ist der kleine Bruder des Gotthard-Basistunnels.
Seine Zahlen zeigen, wie viel ein vergleichsweise kurzer Tunnel verändern kann.

Die wichtigsten Zahlen
15,4 km
Länge
zweigleisige Verbindung
250 km/h
ausgelegt für
Güterzüge bis 160 km/h
22 Minuten
Locarno–Lugano
vorher 55 Minuten
Eröffnet am 4. September 2020, regulär in Betrieb seit dem 13. Dezember 2020.
15,4 Kilometer lang
Der Ceneri-Basistunnel ist 15,4 Kilometer lang.
Er verbindet den nördlichen und den südlichen Teil des Tessins.
Er beginnt bei Camorino in der Magadinoebene.
Er endet bei Vezia, kurz vor Lugano.

Teil der NEAT
Der Tunnel gehört zum großen Schweizer Bahnprojekt NEAT.
Die Abkürzung steht für Neue Eisenbahn-Alpentransversale.
Er ist der südliche Zubringer zum Gotthard-Basistunnel.
Erst mit ihm ist die Flachbahn durch die Alpen vollständig.
Gut zu wissen
Der Ceneri-Basistunnel ist 15,4 Kilometer lang und verbindet Camorino mit Vezia im Tessin. Er wurde am 4. September 2020 eröffnet und ist für 250 km/h ausgelegt.
Mit ihm liegt der höchste Punkt der Gotthardachse auf nur 550 Metern. Die Fahrt von Locarno nach Lugano dauert jetzt 22 statt 55 Minuten.
Eine Flachbahn durch die Alpen
Der höchste Punkt der neuen Gotthardachse liegt auf nur 550 Metern über dem Meer.
Früher mussten die Züge viel höher hinauf.
Die alte Gotthardbahn von 1882 hatte viele Kurven und Kehren.
Die neue Strecke ist dagegen fast eben.
112,5 Meter bergauf
Das Nordportal Vigana liegt auf 216,5 Metern über dem Meer.
Das Südportal Vezia liegt auf 329 Metern.
Im Tunnel steigt die Strecke also um 112,5 Meter.
Die Steigung liegt meist unter 7 Promille.
Bis zu 800 Meter Fels
Über dem Tunnel liegen 500 bis 800 Meter Gestein.
Die Bauarbeiter mussten sich durch hartes Gebirge arbeiten.
Der offizielle Spatenstich war im Jahr 2006.
Eigentlich sollte der Tunnel schon 2019 fertig sein.
Eröffnet im Jahr 2020
Im Jahr 2015 wurde die Eröffnung auf Ende 2020 verschoben.
Am 4. September 2020 wurde der Tunnel feierlich eröffnet.
Seit dem 13. Dezember 2020 fahren hier regelmäßig Züge.
Damit war die NEAT im Kern vollendet.
Gebaut für 250 km/h
Der Tunnel ist für Geschwindigkeiten bis 250 km/h ausgelegt.
Güterzüge dürfen hier bis zu 160 km/h fahren.
Im Fernverkehr bringt der Tunnel einen Zeitgewinn von zehn Minuten.
Das klingt wenig, macht aber im Fahrplan viel aus.
Von 55 auf 22 Minuten
Am meisten profitiert der Verkehr innerhalb des Tessins.
Eine neue Verbindungskurve bei Camorino verbindet Locarno direkt mit Lugano.
Die Fahrt dauert jetzt 22 statt 55 Minuten.
Für Pendler ist das eine enorme Erleichterung.
Eine S-Bahn für das Tessin
Der Tunnel macht auch die S-Bahn im Tessin attraktiver.
Sie verbindet Bellinzona, Locarno, Lugano und Chiasso.
Manche Linien fahren sogar bis nach Varese in Italien.
So wächst die Region auf der Schiene zusammen.
Klein, aber wichtig
Im Vergleich zum Gotthard-Basistunnel wirkt der Ceneri kurz.
Doch ohne ihn wäre die Flachbahn nicht vollständig.
Er schließt die letzte große Lücke auf der Strecke nach Süden.
Deshalb ist er für den Verkehr durch die Alpen sehr wichtig.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
