Wie lang ist der Mündener Tunnel?

Zahlen, bitte!

„Zwischen Göttingen und Kassel fährt der ICE über zehn Kilometer durch den Kaufunger Wald, ohne ihn zu sehen.“

Wie lang ist der Mündener Tunnel?

→ Ein Tunnel in Zahlen.

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Kurz gesagt

Der Mündener Tunnel ist 10.525 Meter lang. Er ist der zweitlängste Eisenbahntunnel Deutschlands in Betrieb, nur der Landrückentunnel ist länger.

Auf der Schnellfahrstrecke von Hannover nach Würzburg verschwinden die ICE immer wieder im Berg.

Zwischen Göttingen und Kassel liegt einer der längsten Tunnel des Landes.

Seine Zahlen erzählen viel über den Bau der ersten deutschen Schnellfahrstrecken.

Mündener Tunnel Notausgang 2010 09 11a
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

10.525 m

Länge

zweitlängster Bahntunnel Deutschlands

250 km/h

Höchstgeschwindigkeit

im Tunnel

1,7 Mio. m³

Ausbruch

beim Hauptvortrieb

Gebaut von Juli 1983 bis Juli 1989.

10.525 Meter lang

Der Mündener Tunnel ist 10.525 Meter lang.

Er ist der zweitlängste Eisenbahntunnel in Betrieb in Deutschland.

Länger ist nur der Landrückentunnel auf derselben Strecke.

In Niedersachsen ist er der mit Abstand längste Tunnel.

Mündener Tunnel Notausgang 2010 09 11b
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

An der Strecke Hannover–Würzburg

Der Tunnel liegt an der Schnellfahrstrecke von Hannover nach Würzburg.

Genauer liegt er zwischen Göttingen und Kassel-Wilhelmshöhe.

Die Strecke war eine der ersten Schnellfahrstrecken in Deutschland.

Sie ging in ihrer ganzen Länge im Jahr 1991 in Betrieb.

Gut zu wissen

Der Mündener Tunnel ist 10.525 Meter lang, der zweitlängste Eisenbahntunnel Deutschlands in Betrieb und der längste in Niedersachsen. Er liegt auf der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg zwischen Göttingen und Kassel.

Gebaut wurde er von Juli 1983 bis Juli 1989, dabei wurden 1,7 Millionen Kubikmeter Gestein bewegt. Die Züge dürfen im Tunnel bis zu 250 km/h fahren.

Unter dem Kaufunger Wald

Der Tunnel liegt im Landkreis Göttingen im Nordwesten des Kaufunger Walds.

Er verläuft zwischen den Flüssen Fulda und Werra, den Quellflüssen der Weser.

Über ihm liegen große Staatsforste.

Von der Landschaft sieht man im Zug deshalb nichts.

Vom Tunnel auf die Brücke

Aus Richtung Göttingen kommen die Züge aus dem Rauhebergtunnel.

Dann überqueren sie auf der Werratalbrücke Hedemünden die Werra.

Rund 700 Meter weiter erreichen sie das Nordostportal des Mündener Tunnels.

Unter der Erde kreuzt der Tunnel zweimal die Autobahn A 7.

Gebaut von 1983 bis 1989

Die Bauarbeiten dauerten von Juli 1983 bis Juli 1989.

Der Hauptvortrieb war 7,98 Kilometer lang.

Dabei wurden 1,7 Millionen Kubikmeter Gestein bewegt.

Das Material wurde in einem Seitental abgelagert.

Stahl und Beton

Für den Tunnel wurden 12.000 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

Dazu kamen 200.000 Kubikmeter Spritzbeton.

Und weitere 270.000 Kubikmeter Beton für die Innenschale.

Diese Mengen zeigen, wie gewaltig ein solches Bauwerk ist.

Wasser für die Stadt

Eine besondere Schwierigkeit war die Wasserversorgung der Stadt Hann. Münden.

Ihre Brunnen lagen im Bereich des Tunnelbaus.

Deshalb musste die Wasserversorgung vor Baubeginn neu geregelt werden.

Das machte den Tunnel zu einem kritischen Punkt für die Eröffnung der Strecke.

Ein Notausgang in der Mitte

Etwa in der Mitte des Tunnels gibt es einen Notausgang im Tal des Wandersteinbachs.

Er führt über einen 15 Meter hohen Treppenschacht nach oben.

In der Nähe wurde später ein Rettungsplatz angelegt.

So können Einsatzkräfte im Notfall schnell helfen.

250 km/h im Berg

Im Mündener Tunnel dürfen Züge bis zu 250 km/h fahren.

Ein ICE durchquert ihn damit in weniger als drei Minuten.

Für die Reisenden ist er nur ein kurzer dunkler Moment.

Für die Strecke ist er ein entscheidendes Bauwerk.

Viele Tunnel auf einer Strecke

Die Strecke Hannover–Würzburg hat besonders viele Tunnel.

Sie führt durch die Mittelgebirge zwischen Niedersachsen, Hessen und Bayern.

Um die Steigungen gering zu halten, wurden viele Berge unterquert.

Der Mündener Tunnel ist einer der längsten davon.

Eine Vorstellung der Größe

Zehneinhalb Kilometer entsprechen ungefähr der Länge von 100 Fußballfeldern hintereinander.

Zu Fuß bräuchte man für die Strecke mehr als zwei Stunden.

Der ICE schafft sie in wenigen Minuten.

Das zeigt, was moderne Schnellfahrstrecken leisten.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Häufige Fragen

Wie lang ist der Mündener Tunnel?
10.525 Meter.
Ist er der längste Tunnel Deutschlands?
Nein, der zweitlängste in Betrieb, länger ist der Landrückentunnel.
Wo liegt er?
An der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg zwischen Göttingen und Kassel.
Wann wurde er gebaut?
Von Juli 1983 bis Juli 1989.
Wie schnell dürfen Züge fahren?
Bis zu 250 km/h.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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