Zahlen, bitte!
„Dieser Tunnel war der erste große Durchstich durch die Alpen, und er ist bis heute in Betrieb.“
Wie lang ist der Mont-Cenis-Tunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Mont-Cenis-Tunnel ist 13,7 Kilometer lang. Er wurde am 19. September 1871 eröffnet und war bis 1882 der längste Tunnel der Welt.
Zwischen Frankreich und Italien liegt der Mont Cenis, ein Massiv in den Westalpen.
Unter ihm entstand im 19. Jahrhundert der erste große Eisenbahntunnel durch die Alpen.
Er gilt bis heute als Meilenstein der Technikgeschichte.

Die wichtigsten Zahlen
13,7 km
Länge
Modane bis Bardonecchia
19.9.1871
Eröffnung
ältester großer Alpentunnel
6904 m
in Frankreich
6753 m in Italien
Bis zur Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 war er der längste Tunnel der Erde.
13,7 Kilometer
Der Mont-Cenis-Tunnel ist 13,7 Kilometer lang.
Er verbindet Modane in Frankreich mit Bardonecchia in Italien.
Man nennt ihn auch Fréjus-Tunnel.
Er führt das Tal des Arc in der Maurienne mit dem italienischen Susatal zusammen.

Halb Frankreich, halb Italien
Etwa 6904 Meter des Tunnels liegen auf französischem Gebiet.
Die übrigen 6753 Meter liegen in Italien.
Die Grenze verläuft also fast genau in der Mitte.
Züge fahren hier mitten im Berg von einem Land ins andere.
Gut zu wissen
Der Mont-Cenis-Tunnel zwischen Modane und Bardonecchia ist 13,7 Kilometer lang, davon liegen 6904 Meter in Frankreich und 6753 Meter in Italien. Er wurde am 19. September 1871 eröffnet.
Er gilt als ältester großer Alpentunnel und war bis zur Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 der längste Tunnel der Welt. Heute entsteht ein neuer Basistunnel für die Strecke Lyon–Turin.
Eröffnet im September 1871
Am 19. September 1871 wurde der Tunnel eröffnet.
Er gilt als ältester großer Alpentunnel.
Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung war er ein technisches Meisterwerk.
Viele spätere Tunnel lernten von seinen Erfahrungen.
Der längste Tunnel der Welt
Bis 1882 war der Mont-Cenis-Tunnel der längste Tunnel der Erde.
Dann wurde der Gotthardtunnel in der Schweiz eröffnet, der mit 15 Kilometern noch länger ist.
Für elf Jahre hielt der Mont Cenis also den Weltrekord.
Das war im 19. Jahrhundert eine Sensation.
Bohrer für den Gotthard
Beim Bau am Mont Cenis kamen neue Bohrmaschinen zum Einsatz.
Sie trugen den Namen ihres Erfinders Sommeiller.
Später übernahm der Erbauer des Gotthardtunnels genau diese Maschinen.
So half der Mont Cenis auch beim nächsten großen Alpentunnel.
Teil der Achse Lyon–Turin
Der Tunnel ist ein wichtiger Teil der Bahnstrecke von Modane nach Turin.
Er liegt an der Transitachse von Lyon nach Turin durch die Alpen.
Über diese Achse fahren Reisezüge und Güterzüge zwischen Frankreich und Italien.
Für den Handel beider Länder ist sie sehr bedeutend.
An seinen Grenzen
Heute entspricht der Tunnel nicht mehr den Anforderungen des europäischen Schienenverkehrs.
Die Länge der Züge ist begrenzt, und der Raum im Tunnel ist knapp.
Auch die erlaubte Geschwindigkeit und das Stromsystem sind nicht mehr zeitgemäß.
Mehr Züge lassen sich auf den alten Bergstrecken kaum unterbringen.
Ein neuer Basistunnel
Deshalb bauen Frankreich und Italien eine neue Strecke von Lyon nach Turin.
Ihr Herzstück ist ein neuer Basistunnel unter dem Mont Cenis.
Er liegt viel tiefer und wird deutlich länger als der alte Tunnel.
Der alte Mont-Cenis-Tunnel wird damit eines Tages entlastet.
Ein Tunnel und ein Straßentunnel
Neben dem Eisenbahntunnel gibt es im Massiv auch den Fréjus-Straßentunnel.
Er ist ein wichtiger Übergang für Autos und Lastwagen.
Die Namen der Tunnel werden deshalb oft verwechselt.
Der Eisenbahntunnel ist aber viel älter.
Ein Meilenstein der Technik
Mit dem Mont-Cenis-Tunnel begann die Zeit der großen Alpentunnel.
Nach ihm folgten Gotthard, Arlberg, Simplon und viele andere.
Jeder dieser Tunnel baute auf den Erfahrungen der Vorgänger auf.
Der Mont Cenis steht am Anfang dieser Reihe.
Mit dem Zug nach Italien
Wer heute mit dem Zug von Frankreich nach Italien fährt, nutzt oft diesen Tunnel.
Hochgeschwindigkeitszüge von Paris nach Mailand fahren durch ihn hindurch.
Im Tunnel merkt man kaum, dass man eine Landesgrenze überquert.
Nach der Ausfahrt öffnet sich das Susatal in Italien.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
