Zahlen, bitte!
„Nachts rollen hier fast alle Güterzüge durch den Berg, und die Dörfer oben schlafen ruhiger.“
Wie lang ist der Katzenbergtunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Katzenbergtunnel ist 9385 Meter lang. Er besteht aus zwei eingleisigen Röhren und ist seit Dezember 2012 in Betrieb.
Im Süden Badens, kurz vor Basel, verschwindet die Rheintalbahn in einem langen Tunnel.
Er entlastet die Dörfer an der alten Strecke vom Lärm der Güterzüge.
Seine Zahlen gehören zu den eindrucksvollsten im deutschen Tunnelbau.

Die wichtigsten Zahlen
9385 m
Länge
zwei eingleisige Röhren
250 km/h
Höchstgeschwindigkeit
in beiden Röhren
610 Mio. €
Kosten
mit Anbindung an das Netz
Eröffnet am 4. Dezember 2012, Regelbetrieb seit dem 9. Dezember 2012.
9385 Meter durch den Berg
Der Katzenbergtunnel ist 9385 Meter lang.
Er liegt zwischen Bad Bellingen und Efringen-Kirchen im Markgräflerland.
Seinen Namen hat er vom Katzenberg, einem 397 Meter hohen Hügel in der Nähe.
Der Tunnel unterquert dabei mehrere Gemeinden.

Zwei Röhren für zwei Richtungen
Der Tunnel besteht aus zwei parallelen Röhren.
In jeder Röhre liegt ein Gleis.
So fahren die Züge in jeder Richtung in einer eigenen Röhre.
Das erhöht die Sicherheit im Notfall.
Gut zu wissen
Der Katzenbergtunnel ist 9385 Meter lang und besteht aus zwei eingleisigen Röhren, befahrbar mit bis zu 250 km/h. Er ist der längste Zweiröhrentunnel Deutschlands.
Eröffnet wurde er am 4. Dezember 2012, die Kosten lagen bei rund 610 Millionen Euro. Nachts sollen fast alle Güterzüge durch den Tunnel fahren.
Ein Rekord in Deutschland
Der Katzenbergtunnel ist der längste Zweiröhrentunnel Deutschlands.
Insgesamt liegt er auf Platz drei der längsten Tunnel im Land.
Länger sind nur der Landrückentunnel und der Mündener Tunnel.
Nach der Fertigstellung des Fildertunnels rutscht er auf Platz vier.
Bis zu 250 km/h
In beiden Röhren dürfen Züge bis zu 250 km/h fahren.
Die Strecke ist Teil des Ausbaus zwischen Karlsruhe und Basel.
Sie soll mehr Platz und mehr Tempo auf der Rheintalbahn schaffen.
Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten Güterstrecken Europas.
Nachts für die Güterzüge
In der Nacht sollen fast alle Güterzüge durch den Tunnel fahren.
Tagsüber sollen es möglichst viele sein.
So wird es in den Dörfern an der alten Strecke leiser.
Das war einer der wichtigsten Gründe für den Bau.
Zwei Minuten und später mehr
Für Fernzüge zwischen Freiburg und Basel brachte der Tunnel zunächst zwei Minuten.
Das klingt wenig.
Wenn der ganze Streckenabschnitt fertig ist, sollen es rund 15 Minuten sein.
Der Tunnel ist also ein Baustein in einem größeren Plan.
Teil eines neuen Abschnitts
Der Tunnel gehört zu einem 17,6 Kilometer langen Neubauabschnitt.
Er liegt zwischen den Streckenkilometern 245,4 und 254,8 der Rheintalbahn.
Das Nordportal liegt bei Bad Bellingen.
Das Südportal liegt bei Efringen-Kirchen.
610 Millionen Euro
Tunnel und Anbindung an das Netz kosteten zusammen rund 610 Millionen Euro.
Für ein Bauwerk dieser Größe ist das eine übliche Summe.
Ein großer Teil ging in die aufwendige Technik.
Dazu gehören Sicherheitseinrichtungen und Querverbindungen zwischen den Röhren.
Eröffnet im Dezember 2012
Am 4. Dezember 2012 gab das Eisenbahn-Bundesamt den Tunnel frei.
Am selben Tag wurde er feierlich eröffnet.
Der Regelbetrieb begann am 9. Dezember 2012.
Seitdem fahren täglich viele Züge hindurch.
Durch das Markgräfler Hügelland
Der Tunnel führt durch den Rand des Markgräfler Hügellands.
Oben wachsen Wein und Obst.
Die Menschen dort merken von den Zügen tief unter ihnen kaum etwas.
Das ist das Ziel eines solchen Tunnels.
Ein Nadelöhr weniger
Zwischen Karlsruhe und Basel fahren sehr viele Güterzüge.
Sie kommen aus den Nordseehäfen und fahren weiter in die Schweiz und nach Italien.
Jeder neue Abschnitt mit zusätzlichen Gleisen hilft.
Der Katzenbergtunnel war einer der ersten großen Schritte.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
