Zahlen, bitte!
„Auf 38 Kilometern fährt dieser Zug unter dem Meer, und niemand an Bord wird nass.“
Wie lang ist der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Eurotunnel ist 50,45 Kilometer lang. 38 Kilometer davon liegen unter der Straße von Dover, das ist Weltrekord für einen Unterwassertunnel.
Zwischen England und Frankreich liegt der Ärmelkanal.
Seit 1994 fahren Züge unter ihm hindurch.
Der Tunnel ist eines der berühmtesten Bauwerke der Eisenbahngeschichte.

Die wichtigsten Zahlen
50,45 km
Gesamtlänge
Folkestone bis Coquelles
38 km
unter dem Meer
längster Unterwassertunnel
15 Mrd. €
Baukosten
doppelt so viel wie geplant
Offiziell eröffnet im Mai 1994.
50,45 Kilometer lang
Der Eurotunnel ist 50,45 Kilometer lang.
Er verbindet Folkestone in der englischen Grafschaft Kent mit Coquelles bei Calais in Frankreich.
Im Englischen heißt er Channel Tunnel, im Französischen Tunnel sous la Manche.
Der deutsche Name geht auf die frühere Betreibergesellschaft zurück.

38 Kilometer unter dem Meer
Rund 38 Kilometer des Tunnels liegen unter der Straße von Dover.
Kein anderer Tunnel der Welt verläuft auf einer so langen Strecke unter Wasser.
Damit ist er der längste Unterwassertunnel der Erde.
Der Rest liegt unter dem Festland auf beiden Seiten.
Gut zu wissen
Der Eurotunnel ist 50,45 Kilometer lang, davon verlaufen 38 Kilometer unter der Straße von Dover. Er besteht aus zwei eingleisigen Fahrtunneln und einem Servicetunnel.
Die Bauarbeiten begannen 1988, der Durchstich gelang im Dezember 1990. Im Mai 1994 wurde der Tunnel eröffnet, die Baukosten lagen bei rund 15 Milliarden Euro.
Platz drei in der Welt
Unter allen Eisenbahntunneln der Welt liegt der Eurotunnel auf Platz drei.
U-Bahn-Tunnel sind dabei nicht mitgezählt.
Nur der Gotthard-Basistunnel und der Seikan-Tunnel in Japan sind länger.
Stand dieser Rangliste ist Dezember 2023.
Drei Röhren
Der Tunnel besteht eigentlich aus drei Röhren.
Zwei davon sind eingleisige Fahrtunnel, je einer für jede Richtung.
Dazwischen liegt ein Servicetunnel für schmale Straßenfahrzeuge.
Er dient auch als Fluchtweg im Notfall.
Züge wechseln die Röhre
Im Tunnel gibt es große Überkreuzungshallen.
Dort können Züge von einer Hauptröhre in die andere wechseln.
So lassen sich Abschnitte für Wartungsarbeiten sperren.
Der Betrieb kann trotzdem weiterlaufen.
Baubeginn im Jahr 1988
Im September 1988 begannen die Arbeiten auf französischer Seite.
Von beiden Küsten aus bohrten sich Mannschaften aufeinander zu.
Im Dezember 1990 trafen sie sich am Grund des Kanals.
Der Treffpunkt lag 15,6 Kilometer von Frankreich und 22,3 Kilometer von Großbritannien entfernt.
Eröffnet im Mai 1994
Im Mai 1994 wurde der Tunnel offiziell eröffnet.
Seitdem gibt es eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Frankreich und Großbritannien.
Davor gab es viele Pläne, die alle gescheitert waren.
Manche Ideen für einen Tunnel sind über 200 Jahre alt.
15 Milliarden Euro
Die Baukosten lagen bei rund 15 Milliarden Euro.
Das war doppelt so viel wie ursprünglich geplant.
Im Jahr 1965 hatte man noch mit 1,8 Milliarden D-Mark gerechnet.
Die Schulden belasteten die Betreibergesellschaft viele Jahre lang.
Autos auf dem Zug
Durch den Tunnel fahren nicht nur Reisezüge.
Pendelzüge nehmen Autos, Busse und Lastwagen mit.
Die Fahrzeuge fahren dazu direkt auf die Waggons.
Heute heißt dieser Dienst Le Shuttle.
Mit dem Eurostar nach London
Hochgeschwindigkeitszüge des Eurostar fahren durch den Tunnel.
Sie verbinden London mit Paris, Brüssel und weiteren Städten.
Die Reise ist oft schneller als mit dem Flugzeug, wenn man die Wege zum Flughafen mitrechnet.
Für viele Reisende ist der Tunnel deshalb selbstverständlich geworden.
Wer den Tunnel betreibt
Die Infrastruktur betreibt die Gesellschaft Getlink.
Bis November 2017 hieß sie Eurotunnel.
Sie überwacht den Tunnel und sorgt für seine Instandhaltung.
Die Eurostar-Züge gehören dagegen einem eigenen Unternehmen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
