Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie reisen auf schmaler Kapspur, dem Markenzeichen der südafrikanischen Eisenbahn.“
Wie lang ist das Schienennetz Südafrikas?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das südafrikanische Schienennetz ist nach dem CIA World Factbook rund 20.986 Kilometer lang (Stand 2014). Fast alles ist in schmaler Kapspur von 1067 Millimeter gebaut, womit Südafrika nach Japan das zweitlängste Schmalspurnetz der Welt besitzt.
Südafrika hat das längste und dichteste Schienennetz des gesamten afrikanischen Kontinents.
Seine Besonderheit ist eine schmale Spurweite, die den ganzen Betrieb prägt.
Über die Gleise rollen vor allem schwere Güterzüge zu den Häfen am Meer.

Die wichtigsten Zahlen
20.986 km
Gesamtlänge des Netzes
nach CIA World Factbook, Stand 2014
19.756 km
davon in Kapspur
schmale Spur von 1067 Millimeter
≈ 45 %
elektrifiziert
rund 9.467 Kilometer
1067 mm
Kapspur
zweitlängstes Schmalspurnetz der Welt
17 m/km²
Netzdichte
das dichteste Netz Afrikas
Quellen: CIA World Factbook und der Wikipedia-Artikel zum Schienenverkehr in Südafrika. Zahlen gerundet.
Die große Zahl
Das südafrikanische Schienennetz ist nach dem CIA World Factbook rund 20.986 Kilometer lang.
Der Wert stammt aus dem Jahr 2014.
Damit hat Südafrika das mit Abstand längste Netz des afrikanischen Kontinents.
Es ist zugleich das am dichtesten erschlossene Netz Afrikas.

Alles auf schmaler Kapspur
Rund 19.756 Kilometer des Netzes sind in Kapspur gebaut.
Diese schmale Spur misst nur 1067 Millimeter, deutlich weniger als die europäische Normalspur.
Südafrika besitzt damit nach Japan das zweitlängste Schmalspurnetz aller Länder.
Benannt ist die Kapspur nach der früheren britischen Kapkolonie.
Gut zu wissen
Die Kapspur ist nach der früheren britischen Kapkolonie benannt. Sie wurde zum Standard in weiten Teilen des südlichen und mittleren Afrikas.
Der Gautrain zwischen Johannesburg und Pretoria ist der große Sonderfall. Als eine der wenigen Strecken des Landes fährt er in europäischer Normalspur.
Wie viel davon elektrisch fährt
Rund 9.467 Kilometer des Netzes sind elektrifiziert.
Das sind etwa 45 Prozent der Strecken.
Vor allem die wichtigen Güterstrecken fahren unter Fahrdraht.
Auf vielen anderen Strecken sind Dieselloks im Einsatz.
Schwere Güterzüge zu den Häfen
Das Netz trägt vor allem schwere Massengüter.
Lange Züge bringen Kohle und Eisenerz zu den Exporthäfen am Meer.
Diese Güterstrecken gehören zu den leistungsstärksten der Welt.
Auf ihnen verkehren einige der längsten und schwersten Züge überhaupt.
Wer das Netz betreibt
Für den Güterverkehr ist das Unternehmen Transnet Freight Rail zuständig.
Den Regional- und Vorortverkehr führt die 2009 gegründete Passenger Rail Agency of South Africa, kurz Prasa.
Die Schiene ist damit zwischen Güter und Personen klar aufgeteilt.
Beide Bereiche nutzen dasselbe Kapspurnetz.
Die Ausnahme Gautrain
Rund um Johannesburg und Pretoria wurde um 2010 eine moderne Schnellbahn gebaut.
Sie heißt Gautrain und verbindet die beiden Städte mit dem Flughafen.
Anders als das übrige Netz ist der Gautrain in europäischer Normalspur ausgeführt.
Damit ist er der große Sonderfall im südafrikanischen Netz.
Anschluss an die Nachbarn
Das Kapspurnetz reicht über die Grenzen Südafrikas hinaus.
Es ist mit den Bahnen von Nachbarländern wie Sambia und Simbabwe verbunden.
Auch eine Strecke ins kleine Lesotho gehört dazu.
So entstand im südlichen Afrika ein zusammenhängendes Schmalspurnetz.
Warum eine schmale Spur
Im 19. Jahrhundert war die schmale Spur billiger und schneller zu bauen.
In bergigem Gelände ließ sie engere Kurven zu.
Südafrika entschied sich früh für diese Kapspur.
Von dort breitete sie sich über große Teile des südlichen Afrikas aus.
Der Vergleich mit Deutschland
Das deutsche Netz ist mit rund 39.773 Kilometern fast doppelt so lang.
Südafrika ist aber deutlich größer als Deutschland.
Auf einen Quadratkilometer kommen rund 17 Meter Strecke.
Für afrikanische Verhältnisse ist das sehr dicht, für europäische eher wenig.
Woher die Zahl kommt
Die Gesamtlänge geht auf das amerikanische CIA World Factbook zurück.
Die deutschsprachige Wikipedia fasst die Werte in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz zusammen.
Der Anteil der Kapspur stammt aus dem Artikel zum Schienenverkehr in Südafrika.
Der jüngste belastbare Stand ist das Jahr 2014.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Ein Netz, das über Grenzen reicht
Die schmale Kapspur endet nicht an den Grenzen Südafrikas.
Weil die Nachbarländer dieselbe Spur haben, lassen sich Güterzüge weit durch das südliche Afrika führen.
So wurde das Netz zum Rückgrat des Rohstoffverkehrs einer ganzen Region.
Erze und Kohle aus dem Binnenland erreichen über diese Gleise die Häfen am Meer.
Das macht die südafrikanische Bahn für den ganzen Kontinent bedeutsam.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Schienennetz Südafrikas?
Was ist die Kapspur?
Wer betreibt das südafrikanische Netz?
Was ist am Gautrain besonders?
Was transportiert die südafrikanische Bahn?
Weiterfahrt
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