Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie reisen durch ein Land, in dem fast nur noch Güterzüge rollen.“
Wie lang ist das Schienennetz Mexikos?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das mexikanische Schienennetz ist nach dem CIA World Factbook rund 15.389 Kilometer lang (Stand 2014). Nur etwa 27 Kilometer davon sind elektrifiziert, und das Netz dient heute fast ausschließlich dem Güterverkehr.
Mexiko hat ein großes Land zu erschließen, von der Grenze zu den USA bis fast nach Mittelamerika.
Seine Eisenbahn war einst wichtig für Reisende, heute zählt fast nur die Fracht.
Und elektrisch fährt davon so gut wie nichts.

Die wichtigsten Zahlen
15.389 km
Gesamtlänge des Netzes
nach CIA World Factbook, Stand 2014
27 km
davon elektrifiziert
nur ein winziger Bruchteil
≈ 20.000 km
Höchststand um 1910
kurz vor der mexikanischen Revolution
1435 mm
Spurweite
heute überwiegend Normalspur
8 m/km²
Netzdichte
dünn für ein großes Land
Quellen: CIA World Factbook und der Wikipedia-Artikel zum Schienenverkehr in Mexiko. Zahlen gerundet.
Die große Zahl
Das mexikanische Schienennetz ist nach dem CIA World Factbook rund 15.389 Kilometer lang.
Der Wert stammt aus dem Jahr 2014.
Verteilt über ein großes Land ergibt das ein eher dünnes Netz.
Betrieben wird es heute von mehreren großen privaten Gesellschaften.

Fast kein Fahrdraht
Nur rund 27 Kilometer des Netzes sind elektrifiziert.
Das ist ein verschwindend kleiner Bruchteil der gesamten Länge.
So gut wie alle Züge in Mexiko fahren mit Dieselloks.
Darin unterscheidet sich das Land stark von Europa.
Gut zu wissen
Um 1910 waren in Mexiko rund 20.000 Kilometer in Betrieb, knapp ein Viertel davon in Schmalspur. 1937 wurden die privaten Anteile der Bahn verstaatlicht.
In den 1990er Jahren wurde die Bahn wieder an private Betreiber vergeben. Seitdem steht der Güterverkehr im Mittelpunkt.
Eine Bahn für Güter
In den 1990er Jahren wurde die mexikanische Bahn an private Betreiber vergeben.
Seitdem dient das Netz fast ausschließlich dem Güterverkehr.
Lange Personenzüge über große Entfernungen gibt es kaum noch.
Die Fracht füllt die Gleise, die Reisenden sind selten geworden.
Wer das Netz betreibt
Heute fahren mehrere große private Eisenbahngesellschaften auf dem Netz.
Die größte unter ihnen ist Ferromex.
Sie teilen sich die wichtigen Strecken des Landes auf.
Der Staat gibt die Rahmenbedingungen vor, der Betrieb liegt bei den Firmen.
Der Höchststand um 1910
Kurz vor der mexikanischen Revolution waren rund 20.000 Kilometer in Betrieb.
Knapp ein Viertel davon war damals Schmalspur mit 914 Millimeter Spurweite.
Die Bahn galt als Zeichen des Fortschritts im Land.
In den Jahrzehnten danach änderte sich ihre Rolle grundlegend.
Von der Schmalspur zur Normalspur
Früher war das Netz eine Mischung aus verschiedenen Spurweiten.
Nach und nach setzte sich die europäische Normalspur von 1435 Millimeter durch.
Das war günstig für den Austausch mit den Vereinigten Staaten.
Heute ist das Netz überwiegend in Normalspur gebaut.
Anschluss an die USA
Mexiko und die Vereinigten Staaten sind über die Schiene eng verbunden.
Güterzüge rollen über die Grenze und machen Mexiko zum Teil eines großen nordamerikanischen Güternetzes.
Diese Verbindung ist einer der wichtigsten Gründe für den heutigen Betrieb.
Autoteile, Getreide und Industriegüter nutzen diesen Weg.
Der Vergleich mit Deutschland
Das deutsche Netz ist mit rund 39.773 Kilometern mehr als doppelt so lang.
Mexiko ist dabei flächenmäßig deutlich größer als Deutschland.
Auf einen Quadratkilometer kommen nur rund 8 Meter Strecke.
Das ist eine geringe Netzdichte.
Die Rückkehr der Personenzüge
Lange war der Personenverkehr auf wenige Ausnahmen beschränkt.
Dazu zählt die berühmte Touristenbahn durch die Kupfercanyon-Schlucht.
In jüngerer Zeit baute der Staat wieder einzelne Strecken für Fahrgäste.
Ob daraus ein größeres Personennetz wird, ist noch offen.
Woher die Zahl kommt
Die Gesamtlänge geht auf das amerikanische CIA World Factbook zurück.
Die deutschsprachige Wikipedia fasst die Werte in der Liste der Länder nach Eisenbahnnetz zusammen.
Der jüngste belastbare Stand ist dort das Jahr 2014.
Angaben zu einzelnen Betreibern können davon leicht abweichen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was die niedrige Zahl bedeutet
Ein Netz von rund 15.000 Kilometern klingt für ein so großes Land wenig.
Tatsächlich hat Mexiko weniger Schiene als das viel kleinere Deutschland.
Viele Regionen werden gar nicht von der Bahn erreicht.
Wo Gleise liegen, dienen sie fast immer der Fracht und nicht den Reisenden.
Die Zahl zeigt damit vor allem, wie stark sich Mexikos Bahn auf den Güterverkehr konzentriert hat.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Schienennetz Mexikos?
Warum ist fast nichts elektrifiziert?
Fahren in Mexiko Personenzüge?
Wer betreibt das mexikanische Netz?
War das Netz früher größer?
Weiterfahrt
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