Zahlen, bitte!
„Willkommen auf einem Netz, das fast einen ganzen Subkontinent zusammenhält.“
Wie lang ist das Schienennetz Indiens?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das indische Schienennetz misst mehr als 67.000 Kilometer und ist damit das viertgrößte der Welt. Nur die USA, China und Russland haben ein noch längeres Netz.
Indien fährt Eisenbahn in einer Größenordnung, die sich kaum vorstellen lässt.
Über das ganze Land spannt sich ein Streckennetz, das viele Regionen erst erreichbar macht.
Die wichtigste Zahl dazu lässt sich klar benennen.

Die wichtigsten Zahlen
über 67.000 km
Streckenlänge
Stand März 2017
4.
Rang weltweit
hinter USA, China, Russland
35.000 km
Netz im Jahr 1901
seither mehr als verdoppelt
Von 35.000 Kilometern im Jahr 1901 wuchs das Netz auf über 67.000 Kilometer heute an.
Das viertgrößte Netz der Welt
Das landesweite Schienennetz umfasste im März 2017 mehr als 67.000 Kilometer Streckenlänge.
Damit liegt Indien hinter den USA, China und Russland auf dem vierten Platz der größten Eisenbahnnetze weltweit.
Für ein einzelnes Land ist das eine gewaltige Ausdehnung.
Kaum eine Region des Subkontinents bleibt ohne Gleisanschluss.

Drei Spurweiten nebeneinander
Von den über 67.000 Kilometern entfielen rund 61.700 Kilometer auf die indische Breitspur.
Weitere etwa 3.500 Kilometer waren in Meterspur ausgeführt und rund 2.200 Kilometer in Schmalspur.
Die breite Spur von 1.676 Millimetern ist deutlich größer als die europäische Normalspur.
Sie sorgt für ruhigen Lauf und viel Platz in den Wagen.
Gut zu wissen
Die Angaben zur Streckenlänge meinen die reine Route, also die Streckenkilometer ohne parallele Gleise.
Zählt man alle Gleise einzeln, liegt die Gesamtlänge noch einmal deutlich höher.
Der Anfang mit 33 Kilometern
Die erste Eisenbahnstrecke Indiens führte über 33 Kilometer von Bombay in das benachbarte Thane.
Aus dieser kurzen Verbindung wuchs in wenigen Jahrzehnten ein riesiges Netz.
Schon im Jahr 1901 hatte es eine Länge von 35.000 Kilometern erreicht.
Bis 1930 vergrößerte es sich weiter auf rund 52.000 Kilometer.
Wachstum bis in die Gegenwart
Im Jahr 2008 besaß Indien ein 63.028 Kilometer langes Schienennetz.
Bis 2017 kletterte die Streckenlänge auf mehr als 67.000 Kilometer.
Das Netz wächst also bis heute weiter.
Neue Strecken und Elektrifizierungen kommen laufend hinzu.
Ein Netz für gewaltige Fahrgastzahlen
Auf diesem Netz sind täglich Millionen Menschen unterwegs.
Die indische Bahn gilt als eines der wichtigsten Verkehrsmittel des Landes.
Sie verbindet Großstädte, Häfen und abgelegene Regionen miteinander.
Ohne sie wäre der Warenverkehr im Land kaum vorstellbar.
Warum die Breitspur gewählt wurde
Die Kolonialverwaltung entschied sich früh für eine besonders breite Spur.
Mit 1.676 Millimetern liegt sie weit über der Normalspur von 1.435 Millimetern.
Breitere Gleise erlauben schwerere Züge und höhere Kapazitäten.
Bis heute prägt diese Entscheidung den Charakter der indischen Bahn.
Vergleich mit den Größten
Die USA führen die Rangliste der längsten Netze an, gefolgt von China und Russland.
Indien folgt auf dem vierten Platz und liegt damit vor allen europäischen Ländern.
Das deutsche Streckennetz ist mit rund 33.000 Kilometern nur etwa halb so lang.
Der Abstand zeigt, in welcher Liga Indien hier spielt.
Elektrisch und vielfältig
Große Teile des Netzes sind inzwischen elektrifiziert.
Auf den Hauptstrecken verkehren schnelle Fernzüge über weite Entfernungen.
Daneben tragen unzählige Nahverkehrszüge die Last des Alltags.
Das Netz muss beides gleichzeitig bewältigen.
Ein Land auf Schienen
Kaum ein anderes Land verlässt sich so stark auf die Eisenbahn wie Indien.
Die Bahn ist dort mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist Teil des öffentlichen Lebens.
Bahnhöfe sind oft belebte Zentren mit eigenem Rhythmus.
Das Netz hält diesen Alltag buchstäblich zusammen.
Was die Zahl bedeutet
Über 67.000 Kilometer Gleis sind schwer zu begreifen.
Man könnte damit die Erde am Äquator mehr als anderthalb Mal umspannen.
Und trotzdem wächst dieses Netz von Jahr zu Jahr weiter.
Der vierte Platz in der Weltrangliste ist damit gut gesichert.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
