Ortstermin
„Bitte beachten: Der Amtrak Cascades nach Portland fährt von der King Street Station in Seattle.“
Ortstermin: Seattle King Street Station
→ Ein Ortstermin an der Pazifikküste der USA.
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Kurz gesagt
Die King Street Station in Seattle trägt einen Uhrturm nach dem Vorbild des Markusturms von Venedig. Nach Jahren des Verfalls wurde sie bis 2013 aufwendig restauriert.
Wer in Seattle mit dem Zug ankommt, sieht schon von Weitem einen hohen Uhrturm.
Er gehört zur King Street Station, dem ältesten großen Bahnhof der Stadt.
Sein Vorbild steht in Venedig, am Markusplatz.

Ein Turm nach venezianischem Vorbild
Das Wahrzeichen des Bahnhofs ist sein schlanker Uhrturm.
Er ist rund 74 Meter hoch und war bei seiner Eröffnung das höchste Gebäude der Stadt.
Sein Vorbild ist der berühmte Markusturm in Venedig.
Vier große Zifferblätter zeigen den Reisenden die Zeit.
So grüßt der Bahnhof seine Gäste schon aus der Ferne.

Gebaut von zwei Bahngesellschaften
Errichtet wurde der Bahnhof zwischen 1904 und 1906.
Bauherrinnen waren die Great Northern und die Northern Pacific Railway.
Beide gehörten dem Eisenbahnkönig James J. Hill.
Am 10. Mai 1906 wurde der Bahnhof eröffnet.
Den Entwurf lieferte das Büro Reed and Stem aus St. Paul.

Gut zu wissen
Die King Street Station wurde 1904 bis 1906 von der Great Northern und der Northern Pacific Railway erbaut und am 10. Mai 1906 eröffnet.
Ihr rund 74 Meter hoher Uhrturm ist dem Markusturm in Venedig nachempfunden.
Nach einer Sanierung für rund 55 Millionen Dollar wurde der Bahnhof 2013 wiedereröffnet und zählte 2024 gut 700.000 Amtrak-Reisende.
Der Compass Room
Die große Eingangshalle am Fuß des Turms heißt Compass Room.
Ihren Namen hat sie von einer Windrose im Marmorboden.
Über ihr spannt sich eine reich verzierte Decke.
Feine Stuckarbeiten schmücken die Wände des Saals.
Lange war all das jedoch verborgen.

Der erste große Bahnhof Seattles
Bis zum Jahr 1911 war die King Street Station der wichtigste Bahnhof der Stadt.
Dann öffnete gleich nebenan die Union Station als zweiter Bahnhof.
Beide zusammen machten Seattle zu einem großen Knoten im Nordwesten.
Von hier fuhren Züge quer durch den Kontinent.
Die Stadt wuchs in diesen Jahren rasch an.

Verfall und Wiederaufbau
1967 wurde eine abgehängte Decke unter die alte Zierdecke gezogen.
Stuck, Marmor und Mosaike verschwanden hinter schlichten Platten.
Jahrzehntelang wirkte die Halle dadurch nüchtern und grau.
2008 kaufte die Stadt Seattle den Bahnhof für nur einen symbolischen Betrag.
Nach einer Sanierung für rund 55 Millionen Dollar erstrahlte die Halle 2013 wieder im alten Glanz.

Amtrak und die Sounder-Züge
Heute ist die King Street Station wieder ein belebter Bahnhof.
Die Fernzüge der Amtrak halten hier, darunter der Cascades und der Coast Starlight.
Auch der Empire Builder aus dem Osten endet in Seattle.
Dazu kommen die Nahverkehrszüge der Sounder-Linien nach Tacoma und Everett.
Im Jahr 2024 zählte Amtrak hier gut 700.000 Reisende.
Damit gehört die King Street Station zu den belebtesten Bahnhöfen im Nordwesten der USA.
Für viele Pendler und Reisende beginnt und endet der Tag unter ihrem hohen Uhrturm.

Am Rand von Pioneer Square
Der Bahnhof liegt an der South Jackson Street am Südrand der Innenstadt.
Gleich nebenan beginnt das historische Viertel Pioneer Square.
Nur wenige Schritte entfernt stehen die großen Sportstadien der Stadt.
Auch das Chinatown von Seattle ist rasch erreicht.
So liegt der Bahnhof mitten im lebendigen Teil der Stadt.

Rund um den Bahnhof
In Pioneer Square reihen sich alte Backsteinhäuser und Galerien aneinander.
Nach Westen führt der Weg hinunter an die Ufer der Elliott Bay.
Etwas weiter nördlich wartet der berühmte Pike Place Market.
Von vielen Stellen aus sieht man die Hügel und das Wasser rund um die Stadt.
Seattle zeigt sich so gleich beim Aussteigen von seiner lebhaften Seite.

Ankommen in Seattle
Ankommen in Seattle heißt, unter dem hohen Uhrturm aus dem Zug zu steigen.
Durch den wiederhergestellten Compass Room gelangt man ins Freie.
Vor der Tür liegt das alte Pioneer Square mit seinen Backsteinfassaden.
Von dort führt der Weg schnell ans Wasser oder in die Innenstadt.
Der Bahnhof King Street bleibt dabei der wiedergewonnene Stolz der Stadt.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Häufige Fragen
Warum sieht der Turm wie in Venedig aus?
Wann wurde der Bahnhof gebaut?
Was geschah bei der Sanierung?
Welche Züge halten in der King Street Station?
Was liegt in der Nähe des Bahnhofs?
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