Zahlen, bitte!
„Nächster Halt Dresden Hauptbahnhof, hier halten alle vier S-Bahn-Linien.“
Wie lang ist das Netz der S-Bahn Dresden?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die S-Bahn Dresden fährt auf einem Streckennetz von 166 Kilometern. Vier Linien verbinden die Landeshauptstadt mit Orten wie Pirna, Meißen, Freiberg und Kamenz.
Rund um Dresden ist die S-Bahn ein wichtiger Teil des Nahverkehrs.
Sie fährt mit Doppelstockzügen, die ungewöhnlich für eine S-Bahn sind.
Wie groß ihr Netz ist und wohin es reicht, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
166 km
Streckennetz
vier Linien
49.124
Fahrgäste pro Werktag
Stand 2022
1974
S-Bahn-Tarif
seit 29. September
Pro Jahr fahren die Züge rund 3,1 Millionen Zugkilometer.
166 Kilometer Netz
Die S-Bahn Dresden fährt auf einem Streckennetz von 166 Kilometern Länge.
Betrieben wird sie von DB Regio Südost im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe.
Auf dem Netz fahren vier Linien, die alle den Dresdner Hauptbahnhof bedienen.
Zusammen kommen sie auf eine jährliche Leistung von 3,1 Millionen Zugkilometern.

Vier Linien, vier Richtungen
Die S 1 verbindet Meißen über Dresden mit Schöna in der Sächsischen Schweiz.
Die S 2 fährt von Pirna über Dresden zum Flughafen.
Die S 3 führt vom Hauptbahnhof durch den Plauenschen Grund nach Freital und Tharandt.
Die S 8 fährt seit dem 12. Dezember 2021 über Dresden-Neustadt nach Kamenz, vorher hieß diese Verbindung RB 34.
Gut zu wissen
Die S-Bahn Dresden fährt auf 166 Kilometern mit den vier Linien S 1, S 2, S 3 und S 8. Montags bis freitags nutzen sie rund 49.000 Fahrgäste am Tag (Stand 2022).
Der S-Bahn-Tarif gilt seit 1974, den Namen S-Bahn trägt das System seit 1992. Seit 2007 fährt sie bis Freiberg, seit 2021 bis Kamenz.
Vom SV-Verkehr zur S-Bahn
Am 29. September 1974 wurde auf einer Reihe von Vorortstrecken rund um Dresden der S-Bahn-Tarif eingeführt.
Damals sprach man noch vom Stadt- und Vorortverkehr, kurz SV-Verkehr.
Offiziell heißt das System erst seit dem 31. Mai 1992 S-Bahn.
Seit dem 24. Mai 1998 gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Oberelbe.
Von der Sächsischen Schweiz bis Meißen
Die S 1 ist die älteste und wichtigste Linie der S-Bahn Dresden.
Sie fährt von Schöna an der Elbe entlang durch das Elbsandsteingebirge, über Bad Schandau und an der Festung Königstein vorbei nach Pirna.
Hinter dem Hauptbahnhof überquert sie die Elbe auf der Marienbrücke und fährt über Radebeul und Coswig nach Meißen.
Manche Wandergebiete sind mit ihr besser zu erreichen als mit dem Bus oder dem Auto.
Doppelstock statt Triebwagen
Auf den Linien S 1 bis S 3 fahren Doppelstockzüge, die von einer Lokomotive gezogen oder geschoben werden.
Für eine S-Bahn ist das ungewöhnlich, weil das Ein- und Aussteigen bei einstöckigen Wagen meist etwas schneller geht.
Ein Zug der S 1 besteht in der Regel aus vier Doppelstockwagen und einer Elektrolok.
Bei großen Veranstaltungen und zwischen Ostern und Pfingsten wird ein fünfter Wagen angehängt.
53 neue Wagen für 72 Millionen Euro
Ab dem 16. Juli 2007 lieferte das Bombardier-Werk in Görlitz 53 neue Doppelstockwagen.
Die bis zu 160 km/h schnellen Wagen kosteten zusammen 72 Millionen Euro.
Ein Steuerwagen ist 27,27 Meter lang und hat 82 Sitzplätze, ein Mittelwagen misst 26,8 Meter und bietet 128 Sitzplätze.
Sie haben eine Klimaanlage und elektronische Anzeigen, bis zum 9. Dezember 2007 wurde die ganze S 1 auf sie umgestellt.
Eigene Gleise bis Pirna
Zwischen Dresden und Pirna wurde die Strecke in einer ersten Ausbaustufe für die S-Bahn hergerichtet.
Die vorhandenen Gleise wurden für die S-Bahn auf bis zu 120 km/h ertüchtigt.
Daneben entstanden zwei neue Gleise für den Fernverkehr mit bis zu 160 km/h.
Am 12. Dezember 2004 waren diese Arbeiten abgeschlossen.
Die Flughafen-S-Bahn
Die S 2 verbindet Pirna, Heidenau und den Dresdner Süden mit dem Flughafen Dresden.
Unterwegs erreicht sie auch die großen Mikroelektronikunternehmen im Norden der Stadt.
Zwischen Dresden-Neustadt und Pirna teilen sich S 1 und S 2 die Gleise, dort ergibt sich werktags etwa ein 10/20-Minuten-Takt.
Ein Zug der S 2 besteht aus zwei Doppelstockwagen und einer Lok, die für den Tunnel am Flughafen besonders ausgerüstet ist.
Nach der Flut von 2002
Die S 3 fährt durch den Plauenschen Grund nach Freital und weiter im Tal der Wilden Weißeritz bis Tharandt.
Beim Augusthochwasser 2002 wurde ihre Strecke fast vollständig zerstört.
Ende 2003 ging sie nach der Reparatur wieder in Betrieb.
Innerhalb Dresdens hält die S 3 außer am Hauptbahnhof nur in Dresden-Plauen.
Fast 50.000 Fahrgäste am Tag
Montags bis freitags waren 2022 täglich 49.124 Fahrgäste mit der S-Bahn Dresden unterwegs.
Im November 2013 hatte die Deutsche Bahn noch rund 36.000 Fahrgäste pro Tag angegeben.
Allein die S 1 zählte 2022 im Schnitt 32.659 Fahrgäste am Tag und rund 11,9 Millionen im ganzen Jahr.
Laut Deutscher Bahn hatte die S-Bahn Dresden 2011 die höchste Kundenzufriedenheit aller S-Bahnen in Deutschland.
Bis Freiberg und Kamenz
Seit dem 9. Dezember 2007 fährt die S-Bahn Dresden auch bis nach Freiberg.
Seit dem 12. Dezember 2021 erreicht sie außerdem Radeberg, Pulsnitz und Kamenz.
Auf dieser Strecke wird der Stundentakt in der Hauptverkehrszeit zu einem Halbstundentakt verdichtet.
Einzelne Fahrten in der Hauptverkehrszeit reichen auch in das Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen.
Bis 2042 bei der Deutschen Bahn
Im Dezember 2021 wurde der Betrieb der Linien S 1, S 2, S 3 und S 11 für 15 Jahre ab Dezember 2027 ausgeschrieben.
Als S 11 werden dabei die Verstärkerfahrten der S 1 zwischen Pirna und Meißen bezeichnet.
Im Dezember 2024 entschied der Verkehrsverbund, dass die Deutsche Bahn das Netz bis 2042 weiter betreibt.
Alle 81 Doppelstockwagen sollen dafür modernisiert werden und Steckdosen sowie WLAN bekommen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
