Zahlen, bitte!
„Nächste Station People’s Square, hier treffen sich die Linien 1, 2 und 8.“
Wie lang ist das Netz der Metro Shanghai?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Netz der Metro Shanghai war Ende 2025 920 Kilometer lang. Damit wechselt sich Shanghai mit Peking als größtes U-Bahn-Netz der Welt ab.
Shanghai ist eine der größten Städte der Welt, und ihre Metro ist entsprechend riesig.
Dabei fuhr der erste Zug erst in den 1990er Jahren.
Wie lang das Netz heute ist und wie es so schnell wachsen konnte, zeigen die Zahlen.

Die wichtigsten Zahlen
920 km
Netzlänge
Ende 2025
2,276 Mrd.
Fahrgäste
im Jahr 2012
1993
Start der Linie 1
Testbetrieb
Shanghai und Peking wechseln sich als größtes U-Bahn-Netz der Welt ab.
920 Kilometer Ende 2025
Ende 2025 erreichte das Netz der Metro Shanghai eine Länge von 920 Kilometern.
Wegen des massiven Ausbaus wechselt sich Shanghai mit Peking als größtes U-Bahn-Netz der Welt ab.
Alle Linien fahren auf Normalspur mit 1435 Millimetern.
Jede Linie hat eine eigene Farbe, mit der auch alle ihre Stationen gekennzeichnet sind.

Milliarden Fahrgäste
Im Jahr 2012 beförderte die Metro Shanghai 2,276 Milliarden Fahrgäste.
Das waren nur 184 Millionen weniger als in Peking.
Einer der größten Umsteigeknoten ist die Station People’s Square, an der sich die Linien 1, 2 und 8 treffen.
Vor der Weltausstellung 2010 entstanden mehrere große Umsteigebahnhöfe, die auch mit den Buslinien verzahnt sind.
Gut zu wissen
Das Netz der Metro Shanghai war Ende 2025 920 Kilometer lang. Shanghai und Peking wechseln sich als größtes U-Bahn-Netz der Welt ab.
Der Testbetrieb der Linie 1 begann 1993, die Linie 2 folgte 1999. Schon 2010 waren elf Linien mit 400 Kilometern in Betrieb.
Weicher Boden, langer Anlauf
Schon 1958 wurde in Shanghai der Boden für eine mögliche Schnellbahn untersucht.
Der weiche Untergrund erwies sich als große Herausforderung.
Deshalb wurden zunächst in verschiedenen Stadtteilen Versuchstunnel gebaut.
Aus wirtschaftlichen und politischen Gründen kam es danach aber lange nicht zum Bau.
Technik aus Deutschland
1989 wurde ein Abkommen mit einem deutschen Konsortium um die Firma Siemens geschlossen.
1990 begann der Bau der Linie 1.
Die Linien 1 und 2 wurden von einem Konsortium aus Siemens und Adtranz gebaut.
Die Linie 3 errichtete dagegen der französische Hersteller Alstom.
Start im Jahr 1993
1993 begann auf dem ersten Abschnitt der Linie 1 der Testbetrieb.
1995 wurde die Strecke vom Jinjiang Park bis zum Hauptbahnhof in Betrieb genommen.
Am 28. Oktober 1999 folgte die Linie 2.
Seit 2007 fahren auf den Linien 1 und 2 verstärkt Züge mit acht Wagen.
Die Linie 1
Die Linie 1 führt von Fujin Road im nördlichen Bezirk Baoshan über den Hauptbahnhof nach Süden bis Xinzhuang.
Sie ist heute 36,39 Kilometer lang.
Am 28. Dezember 2004 kamen mit einer Verlängerung 12,4 Kilometer und neun Bahnhöfe hinzu, großteils als Hochbahn.
Im Dezember 2007 folgten noch einmal vier Kilometer mit drei neuen Stationen.
Die Linie 2 verbindet zwei Flughäfen
Die Linie 2 ist heute 60 Kilometer lang und reicht bis zum Flughafen Pudong im Osten.
An der Station Longyang Road kann man in den Transrapid umsteigen, der ebenfalls zum Flughafen Pudong fährt.
Seit März 2010 verbindet die Linie 2 die beiden Flughäfen der Stadt miteinander.
Die Linie 3 entstand dagegen aus Teilen einer alten Ringeisenbahn und fährt überwiegend auf Viadukten.
Schub durch die Expo 2010
Ein Fünfjahresplan aus dem Jahr 2000 sah bis 2020 ein Schnellbahnnetz von 540 Kilometern vor.
Ein Meilenstein wurde die Weltausstellung Expo 2010 in Shanghai.
Schon 2010 waren elf Linien mit zusammen 400 Kilometern in Betrieb.
In der Kernstadt soll es etwa alle 900 Meter eine Schnellbahnhaltestelle geben.
Strom von oben
Für eine U-Bahn ungewöhnlich beziehen die meisten Züge in Shanghai ihren Strom aus einer Oberleitung.
Die Linien werden mit 1500 Volt Gleichspannung betrieben.
Die Linie 16 ist eine Ausnahme und nutzt eine seitliche Stromschiene.
Ihre Züge haben deshalb sowohl einen Stromabnehmer auf dem Dach als auch einen an der Seite.
Die lange Linie 16
Die Linie 16 ist 51,9 Kilometer lang und wurde am 29. Dezember 2013 eröffnet.
Sie führt von Luoshan Road in Pudong bis zum Dishui-See in der neuen Stadt Nanhui im Süden.
Wegen ihrer großen Länge gibt es dort als einziger Linie einen Expressdienst.
Für ihn wurden Ausweichstellen gebaut, an denen die Expresszüge die normalen Züge überholen können.
Fahrerlos seit 2021
Die Linie 15 ist die erste fahrerlose Metrolinie in Shanghai.
Sie ist 42,3 Kilometer lang und wurde am 23. Januar 2021 eröffnet.
Sie verbindet den Gucun Park mit dem Zizhu Hi-Tech Park.
Die Linie 14 ist 38 Kilometer lang und hat 30 Stationen.
Von 5 Uhr bis Mitternacht
Die Metro fährt täglich zwischen 5 Uhr und Mitternacht.
Die letzten Züge fahren je nach Strecke zwischen 22.30 und 23.30 Uhr ab.
Eine einfache Fahrt kostet je nach Entfernung zwischen 3 und 10 Yuan.
Bezahlt werden kann an mehrsprachigen Automaten, mit einer aufladbaren Karte oder mit dem Mobiltelefon.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
